Liquidität im Unternehmen

Teil 2: Zahlungsstromrechung in den Projektphasen
Sie wollen wissen, wie attraktiv ein potentielles Kundenprojekt ist und welches finanzielle Risiko Sie damit eingehen? Die notwendigen Informationen liefert Ihnen eine projektbezogene Zahlungsstromrechnung. Alexander Kogler stellte die Grundlagen des Instruments in Teil 1 vor. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie es in den einzelnen Projektphasen als Entscheidungshilfe, als Controllinginstrument und als wichtige Informationsquelle für zukünftige Projekte nutzen können.

Im ersten Teil wurden die Zahlungsstromrechnung sowie die zur Erstellung notwendigen Instrumente vorgestellt. Dieser zweite und abschließende Teil beschreibt die Rolle der Zahlungsstromrechnung in den einzelnen Projektphasen.

Im Projektmanagement unterscheidet man die Teilprozesse Start, Controlling und Abschluss (Bild 1). Während des Startprozesses lässt sich mit der Zahlungsstromrechnung herausfinden, wie attraktiv ein (potentielles) Kundenprojekt ist und welche finanziellen Risiken das Unternehmen mit einem konkreten Auftrag eingeht. Während des Projekts wird die Zahlungsstromrechnung als Controllinginstrument verwendet, ähnlich wie ein Projektstrukturplan oder Terminplan. In der Abschlussphase dient die Zahlungsstromrechnung zur Evaluierung des Projekterfolgs und als Information für zukünftige Projekte.

Projektstart

Die Zahlungsstromrechnung soll spätestens zu Beginn eines Projekts vom (Vor-)Projektteam zum ersten Mal erstellt werden, besser jedoch schon in der Vorprojektphase. Dann lassen sich bereits vor Vertragsabschluß die Konsequenzen der vom Kunden vorgeschlagenen Zahlungsbedingungen erkennen. Führen diese z.B. zu einem sehr ungünstigen Liquiditätsverlauf, sollte das mit dem Kunden besprochen werden. Er ist meist nicht daran interessiert, seinen Hauptauftragnehmer in Liquiditätsprobleme zu bringen.

Bild 1: Teilprozesse im Projektmanagement.

Intern lässt sich mit der Zahlungsstromrechnung in der Vorprojektphase bereits ausloten, wie sich etwaige negative Phasen im Projektportfolio auswirken und welche mögliche Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Auszahlungen an Subauftragnehmer

Bei den Auszahlungen an Subauftragnehmer gibt es folgende Möglichkeiten:

Zahlungsbedingungen aus vorangegangenen Projekten übernehmen

Wenn oft ähnliche Projekte abgewickelt werden, wie z.B. im Anlagenbau oder im Baugewerbe, dann liegen meist genügend Daten für diesen spezifischen Markt vor (Einheitspreise für Arbeitsstunden, Kilo- bzw. Tonnenpreise für Equipment, Stahlbau, Rohrleitungsbau, Maschinenbau, Feuerfestmaterial, Meterpreise für Kabel usw.). Es muss

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