Bilder einer Ausstellung

English
Pictures of an Exhibition

Die visualisierten Arbeitsergebnisse von Teilnehmern oder Arbeitsgruppen werden im Raum in Form einer Galerie nebeneinander aufgehängt. Alle Teilnehmenden können sich diese "Bilder einer Ausstellung" zunächst in Ruhe ansehen. Danach geben die Betrachter den Erstellern der "Bilder" strukturiert ihr Feedback. Anschließend kommen die Ersteller selbst zu Wort und diskutieren mit den Betrachtern ihr dargestelltes Ergebnis.

Bilder einer Ausstellung

Bilder einer Ausstellung

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Pictures of an Exhibition

Die visualisierten Arbeitsergebnisse von Teilnehmern oder Arbeitsgruppen werden im Raum in Form einer Galerie nebeneinander aufgehängt. Alle Teilnehmenden können sich diese "Bilder einer Ausstellung" zunächst in Ruhe ansehen. Danach geben die Betrachter den Erstellern der "Bilder" strukturiert ihr Feedback. Anschließend kommen die Ersteller selbst zu Wort und diskutieren mit den Betrachtern ihr dargestelltes Ergebnis.

Bilder einer Ausstellung

Einsatzmöglichkeiten

Vorstellung und Diskussion von mehreren Projektideen, Lösungen oder Ergebnissen aus einem Brainstorming oder einem Workshop zwischen allen Beteiligten.

Ergebnisse
  • Interpretationen, Ideen und Kommentare zu den Visualisierungen
  • Feedback der Teilnehmenden zu den vorgestellten Arbeitsergebnissen
Vorteile
Die Methode bringt Abwechslung in den Workshop und bietet nach einer anstrengenden Arbeitsphase eine aufgelockerte Ergebnisdiskussion.
Alle Teilnehmenden kommen in Bewegung, Diskussionen untereinander werden gefördert.
Unterschiedliche Interpretationen der Ergebnisse sind erlaubt, was eine kreative Ergänzung der vorher erzeugten Ergebnisse ermöglicht.
Die neuen Perspektiven auf die Visualisierungen eröffnen ein weiteres Spektrum an Interpretationsmöglichkeiten.
Grenzen, Risiken, Nachteile
Die Gruppe sollte weder zu groß (mehr als 15 Betrachter pro Bild) noch zu klein sein (nur ein bis zwei Betrachter).
Das Herumgehen von Bild zu Bild ist zentraler Bestandteil der Methode. Beim Einsatz rein digitaler Medien oder in virtuellen Teams ist der erwünschte Effekt der Methode nicht zu erreichen.
Die Visualisierung muss bildhaft erfolgen. Wenn Ergebnisse nur in Worten formuliert sind, kann keine Interpretation stattfinden.
Fehlinterpretationen können zu unnötigen Diskussionen führen, wenn die Gespräche nicht moderiert werden.
Voraussetzungen
  • Die Teilnehmenden müssen bereit sein, ihre Arbeitsergebnisse kreativ in Form von Bildern darzustellen und den Perspektivenwechsel zu vollziehen.
  • Die Ergebnisse müssen für alle Gruppen relevant sein, da die Besprechungen sonst keine Erkenntnisse vermitteln
  • Die Arbeitsergebnisse müssen auf Papier bzw. Whiteboards vorliegen und groß genug sein (Flipchart-Blätter, Tafeln etc.)
  • Die räumlichen Gegebenheiten müssen ein Aufhängen bzw. Aufstellen der erstellten Visualisierungen (Flipchart-Blätter) ermöglichen
Benötigte Informationen

Visualisierte Arbeitsergebnisse (von Gruppen oder Gruppenteilnehmern)

Benötigte Hilfsmittel
  • Flipchart-Papier, Whiteboards, Wandflächen oder Moderationswände sowie für den jeweiligen Untergrund geeignete Stifte
  • Geeignetes Material zum Aufhängen (Krepp-Klebeband, das die Wände nicht beschädigt, Pinn-Nadeln für Moderationswände, Magneten für Magnetleisten etc.)
Herkunft

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Moderatorin für unterschiedliche Workshops entwickelte ich "Bilder einer Ausstellung" als kreative Präsentationsmöglichkeit zur Zusammenführung von Gruppenarbeiten.

Durchführung: Schritt für Schritt

Schritt 1: Arbeitsphase der Teilnehmenden

Im ersten Schritt bearbeiten die Teilnehmenden (z.B. in einem Workshop, einem Open Space, einem World Café) in Gruppen eine Aufgabenstellung und visualisieren das Ergebnis mit Symbolen und Bildern.

Hierfür sollten die Gruppen ausreichend Material (Papier, Stifte, Tische oder Flipcharts) zur Verfügung haben.

Bereiten Sie die teilnehmenden Arbeitsgruppen während der Arbeitsphase darauf vor, ihre Ergebnisse wie Bilder den Zuschauern zu präsentieren und Interpretationen der Betrachter zuzulassen. Betonen Sie den spielerischen Charakter des Moderations-Formats. Meistens greifen die Beteiligten diese Idee kreativ auf und empfinden es als witzige Bereicherung der Gruppenarbeit – Widerstand ist normalerweise nicht zu erwarten.

Schritt 2: Kuratieren Sie die "Bilder einer Ausstellung"

Jede Gruppe hängt nun die erzeugte Visualisierung im Raum auf. Dabei ist wichtig, dass vor den "Bildern" ausreichend Platz für die Menge der Betrachter gegeben ist.

Dazu können z.B. Moderations-Wände aneinander gestellt werden, so dass Vorder- und Rückseiten benutzt werden, oder einfach die Wände des Raums selbst (falls erlaubt) verwendet werden.

Nach diesem Schritt ist eine Pause empfehlenswert, besonders wenn eine anstrengende Arbeitsphase hinter den Teilnehmenden liegt. Bei dieser Gelegenheit kann auch eine erste Fotodokumentation erstellt werden.

Praxistipps ...

Fachartikel zur Methode

Wer bei der Projektsteuerung auf Visualisierungen setzt, z.B. mit einem Kanban-Board, kann schwierige Sachverhalte leichter erfassen und Probleme deutlich schneller erkennen.

Aufgabengebiete

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