Negativer / Positiver Zweig

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Negative / Positive Branch, Branch Tool
Der Negative / Positive Zweig dient zur logischen Analyse und Darstellung der erwarteten Auswirkungen einer Idee oder eines Vorschlags. Ursprünglich diente die Methode ausschließlich zur Analyse und präventiven Bearbeitung negativer Nebeneffekte. Sie kann jedoch genauso auf wünschenswerte Effekte angewendet werden. Der Negative / Positive Zweig hilft mit seiner einfachen Struktur dem Anwender, kausale Zusammenhänge besser zu verstehen, zu beeinflussen und mit Stakeholdern zu kommunizieren.
  • Aufzeigen der Konsequenzen einer Handlung
  • Logische Analyse behaupteter Kausalitäten (Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge)
  • Vorhersehen und präventives Bearbeiten von negativen Nebeneffekten einer riskanten Idee
  • Identifikation von Ansatzpunkten, um Lösungsmöglichkeiten entwickeln zu können
  • Darstellung des erwarteten Nutzens einer Idee
  • Die erwarteten Auswirkungen eines Vorschlags werden für eine logische Prüfung zugänglich.
  • Riskante Ideen müssen nicht verworfen werden, da die Methode Möglichkeiten zur Gefahrenreduzierung aufzeigt.
  • Negative Nebeneffekte können präventiv bearbeitet und mit noch minimalem Aufwand verhindert werden.
  • Die graphische Darstellung von komplexen Sachverhalten (Ursache-Wirkungsbeziehungen) ist leicht verständlich.
  • Die sachliche und konstruktive Behandlung von Ideen ermöglicht eine wertschätzende Diskussion mit den Personen, die diese Ideen vorschlagen und vermeidet, dass Kritik als persönlicher Angriff empfunden wird.
  • "Blinde Flecken" können trotz Anwendung der Methode bestehen bleiben – sie garantiert nicht, dass alle negativen Nebeneffekte erkannt werden.
  • Die Methode ist nicht geeignet für unbekannte Systeme, deren Zusammenhänge man nicht intuitiv begreifen kann.
  • Die Beschäftigung mit negativen Nebeneffekten kann bei den Stakeholdern die Akzeptanz für die betrachtete Idee verringern, falls sie sich trotz eingehender Analyse als nicht verhinderbar herausstellen.
Bereitschaft der Stakeholder und insbesondere der Entscheider, auch negative Konsequenzen eines Vorhabens bewusst zur Kenntnis zu nehmen und proaktiv zu handeln um die Erfolgschancen zu erhöhen.
Die Anwender sollten detaillierte Kenntnisse über die betrachtete Fragestellung haben.
  • Ausreichende Informationen über das bearbeitete Thema. Bei der Arbeit mit Ideen anderer Personen sollten diese idealerweise mit einbezogen werden.
  • Prägnante Beschreibung der betrachteten Ausgangssituation (z.B. Idee, Vorhaben)
  • Genaue Beschreibung der erwarteten Auswirkung(en)
  • Diagramm der kausalen Zusammenhänge
  • besseres, möglicherweise korrigiertes, Verständnis des Themas
  • vorbeugende Maßnahmen gegen die befürchteten negativen Nebenwirkungen
  • Einzelarbeit: Papierbogen (DIN A4 oder DIN A3) und kleine Haftnotizen
  • Gruppenarbeit: Pinnwand oder Flip Chart und Moderationskarten oder große Haftnotizen

Zunächst wird die ursprüngliche Form des Negativen Zweigs detailliert beschrieben. Die Verwendung der Methode für positive Effekte wird im Abschnitt "Varianten" weiter unten dargestellt.

Schritt 1: Formulieren Sie die negative Nebenwirkung!

Schreiben Sie präzise auf, welche mögliche negative Auswirkung der betrachteten Idee bzw. des Vorschlags Sie sehen. Achten Sie dabei darauf, dass tatsächlich die negative Auswirkung benannt wird und nicht nur ein Effekt, der zwar als unerwünscht betrachtet wird, aber noch nicht den Nachteil selbst beschreibt. Notieren Sie diese Auswirkung auf eine Karte bzw. Haftnotiz und platzieren Sie diese ganz oben auf der Arbeitsfläche.

Wenn Sie mehrere mögliche negative Effekte identifizieren, notieren Sie diese ebenfalls. Wählen Sie die schwerwiegendste Auswirkung aus und erarbeiten Sie mit dieser den Zweig wie im Folgenden beschrieben.

Die anderen negativen Effekte legen Sie vorerst zur Seite. Wenn der Negative Zweig mit der gravierendsten Auswirkung fertig erstellt ist, prüfen Sie, welche der zu Beginn identifizierten weiteren Auswirkungen Teil des erstellten negativen Zweiges sind. Es

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Positiver Zweig

Die Methode des Negativen Zweigs kann...

Kommerzielle Software
Erfinder der Methode ist Dr. Eliyahu M. Goldratt (1947 - 2011), ein israelischer Physiker, Unternehmensberater und Autor. Der Zweig war ursprünglich Teil eines anderen Werkzeugs (des Zukunftsbaums) und diente ausschließlich darin zur Analyse negativer Nebeneffekte, wird aber seit einigen Jahren wie beschrieben auch alleinstehend und zur Analyse erwarteter positiver Auswirkungen genützt.
Alternative Methode zur Ermittlung möglicher Ursachen eines eingetretenen Effekts
Auflösung eines Widerspruchs oder Konflikts
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