Sicher in den Echtbetrieb

ERP-Software erfolgreich einführen

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen eine ERP-Software einführen möchten, sollten Sie die Schwierigkeiten kennen, die mit diesem Vorhaben verbunden sind. Mitarbeiter, die dem neuen System skeptisch gegenüberstehen oder es sogar blockieren, können die Einführung ebenso zum Scheitern verurteilen wie inkonsistente Daten im Altsystem oder eine ungünstige Gestaltung von Geschäftsprozessen. Cornelia Niklas zeigt in ihrem Artikel die häufigsten Fallstricke auf und beschreibt, wie Sie Ihre ERP-Sofware sicher in den Echtbetrieb führen.

Ein ERP-System im Unternehmen zu installieren, ist eine brisante Aufgabe, denn das ERP-System ist oft die Lebensader der gesamten betrieblichen Leistungserstellung. Scheitert ein Einführungsprojekt, ist dies in der Regel mit einem hohen finanziellen Schaden verbunden sowie mit einer massiven Demotivation der Mitarbeiter.

Der folgende Artikel weist auf einige verbreitete Fallstricke hin, die Ihnen bei der Installation einer ERP-Software zum Verhängnis werden können, und bietet Lösungsansätze.

Die Ausgangssituation

In den meisten Unternehmen ist bereits eine Software zur Auftragsabwicklung (ein "Altsystem") im Einsatz, z.B. zur Produktionsplanung und -steuerung (PPS), zur Auftragsabwicklung oder auch zur Rechnungslegung und Lohnbuchhaltung. Im Lauf der Zeit haben sich dadurch spezielle Bedingungen entwickelt, die die Ausgangssituation für das Einführungsprojekt bestimmen. Wird die Ausgangssituation vor der ERP-Einführung nicht analysiert (z.B. im Rahmen einer Projektumfeldanalyse, siehe "Das Projekt im Spannungsfeld seiner Umwelt", Ausgabe 01/03, können nicht erkannte Hindernisse den Projekterfolg gefährden.

Die nachfolgend genannten Rahmenbedingungen sind oft in ERP-Einführungsprojekten anzutreffen. Sie zu pauschalisieren, wäre nicht hilfreich; vielmehr ist es wichtig, die firmenindividuelle Ausgangssituation zu bestimmen.

Gewohnheiten

Die Anwender sind an das Altsystem gewöhnt, können es ohne Schwierigkeiten bedienen und haben es oft "lieb gewonnen", d. h. die Programmeinstellungen, Funktionen, sogar die Unzulänglichkeiten sind eine selbstverständliche Arbeitsumgebung für die Menschen im Unternehmen. Dies bedeutet, dass den Mitarbeitern ein kritischer Blick auf das System kaum mehr möglich ist. Die Gewohnheiten drängen vorhandene Nachteile und Schwächen in den Hintergrund.

Trampelpfade

Abläufe haben sich entwickelt und eingespielt - entweder im ERP-System oder "um das System herum". Die Mitarbeiter kennen ihre Ansprechpartner, die notwendigen Informationswege oder -umwege und die Möglichkeiten, Schwierigkeiten zu umgehen. Ist Individualsoftware im Einsatz, wurden häufig weit gehende Anpassungen an alle Bedürfnisse der Anwender im Programm abgebildet, dies

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