Extreme Programming - eine Einführung

Teil 1: Grundlagen und Prinzipien von Extreme Programming
Warum ist Software zu teuer, kommt zu spät, tut nicht genug oder ist einfach schlecht? Extreme Programming (XP) zeigt Wege, ein Projekt auch unter klassisch schwierigen Bedingungen auf Qualität und Effizienz zu optimieren. Diese ausführliche Einführung umfasst drei Teile. Der erste Teil klärt die Frage, was Extreme Programming eigentlich ist, erläutert die wichtigsten Grundlagen und geht auf die Prinzipien hinter XP ein. Zwei weitere Teile beschäftigen sich mit der Historie von XP, den Einsatzgebieten und Zielen, den Verfahren zur Projektplanung und Entwicklung und mit den spezifischen Rollen in einem extremen Projekt.

Warum ist Software zu teuer, kommt zu spät, tut nicht genug oder ist einfach schlecht? Während viele Projektmanager meinen, der Prozess zur Software-Entwicklung sei nicht detailliert genug beschrieben oder kontrolliert, vertritt Extreme Programming eine andere Meinung.

Traditionelles Software-Engineering ist durch einen vorhersagbaren Prozess charakterisiert. Dieser Prozess ist aus anderen Ingenieurswissenschaften entlehnt, und Software-Entwicklung wird oft durch Analogien zu Maschinenbau, Elektrotechnik oder Architektur beschrieben. Ihrer Meinung nach sollen Software-Kunden einmal eindeutig erklären, was sie erwarten. Das System wird dann mit allen Features entwickelt, getestet und ausgeliefert, und alle sind zufrieden.

So vorhersagbar ist die Welt nur leider nicht. Kunden ändern ihre Meinung, und Entwickler irren sich. Ausgetüftelte Strategien, mit solchen Unwägbarkeiten klarzukommen, wurden entwickelt - und berühren kaum das Kernproblem. Anstatt noch mehr vorherzusehen und zu berücksichtigen, müssen viele Projekte Änderungen als normal begreifen und mit den dadurch entstehenden Kosten umzugehen lernen. Extreme Programming (XP) zeigt Wege, ein Projekt auch unter klassisch schwierigen Bedingungen auf Qualität und Effizienz zu optimieren.

Diese ausführliche Einführung umfaßt drei Teile. Der erste Teil klärt die Frage, was Extreme Programming eigentlich ist, erläutert die wichtigsten Grundlagen und geht auf die Prinzipien hinter XP ein. Zwei weitere Teile beschäftigen sich mit der Historie von XP, den Einsatzgebieten und Zielen, den Verfahren zur Projektplanung und Entwicklung und mit den spezifischen Rollen in einem extremen Projekt.

AnkerWas ist Extreme Programming?

Extreme Programming ist ein leichtgewichtiger, durch Risikomanagement und Software-Struktur gesteuerter Prozess zur Softwareentwicklung (Siehe Kent Beck: Extreme Programming Explained: Embrace Change, Addison-Wesley, 1999). XP verzichtet auf Analogien zu anderen Ingenieursdisziplinen und bezieht sich ausschließlich auf Software.

Dabei setzt XP bekannte Prinzipien und Verfahren, die einzeln erprobt sind, in neuer Sichtweise zu einem Ganzen zusammen. Alles Gute wird betont, alles Unnötige weggelassen. Kent Beck, einer der Erfinder, versieht XP mit den Attributen "leicht, effizient, risikoarm, flexibel, vorhersagbar, menschlich und spaßig".

XP verlangt Disziplin und Verantwortungsbewusstsein

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