Kommunikation in virtuellen Teams

Teil 1: Herausforderungen und Lösungsansätze
Die Projektarbeit in virtuellen Teams hat in den letzten beiden Jahrzehnten stark zugenommen. Durch die räumliche Trennung birgt die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern jedoch einige Herausforderungen, wie Dr. Tomas Bohinc in dieser zweiteiligen Artikelserie darstellt. Im ersten Teil beschreibt er gängige Kommunikationsmodelle und zeigt, wie sich diese auf virtuelle Teams übertragen lassen. Darüber hinaus gibt er konkrete Tipps, wie Sie die Kommunikation verbessern können.

Die Projektarbeit in räumlich verteilten Teams hat in den letzten beiden Jahrzehnten stark zugenommen. Doch die Kommunikation in virtuellen Projektteams birgt einige Herausforderungen, wie Dr. Tomas Bohinc in dieser zweiteiligen Artikelserie darstellt. Im ersten Teil beschreibt er gängige Kommunikationsmodelle und zeigt, wie sich diese auf virtuelle Teams übertragen lassen. Darüber hinaus gibt er konkrete Tipps, wie Sie die Kommunikation verbessern können.

Virtuelle Teams, deren Mitglieder räumlich getrennt voneinander arbeiten, sind durch die moderne Kommunikationstechnik möglich geworden. Datennetze, z.B. für Telefon und Internet, verbinden Menschen über Kontinente und haben das Spektrum des Informationsaustauschs um ein Vielfaches erweitert. Wir können uns per E-Mail, in Telefonkonferenzen und Chats über Ländergrenzen hinweg unterhalten. Damit hat sich auch die Form der Kommunikation verändert, und das birgt Probleme, denn wir kommunizieren immer noch so, als stünde uns unser Gesprächspartner gegenüber.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie sich die gängigen Kommunikationsmodelle auf die Kommunikation in virtuellen Teams anwenden lassen. Daraus abgeleitet erhalten Sie Tipps, wie Sie als Projektleiter eines virtuellen Teams mit Ihren Projektmitgliedern kommunizieren und den Austausch der Teammitglieder untereinander organisieren.

Virtuelle Teams – eine neue Arbeitsform im Vormarsch

Der Begriff "Virtuelles Team" wird seit den 90er Jahren für Arbeitsgruppen verwendet, deren Mitarbeiter an verschiedenen Orten und oft auch zu verschiedenen Zeiten arbeiten. Zwei Trends führten dazu, dass virtuelle Teams sehr schnell zu einer etablierten Arbeitsform wurden. Einerseits gingen Unternehmen dazu über, die Produktion auf verschiedene, oft weltweit verteilte Standorte aufzuteilen, andererseits ermöglichten moderne Kommunikationsmittel und -netze den Austausch zwischen diesen Standorten.

Merkmale virtueller Teams:

  • Die Mitarbeiter kommen aus verschiedenen Regionen oder gar Ländern, aus unterschiedlichen Kulturkreisen und sprechen
    verschiedene Dialekte bzw. Sprachen. Dadurch sind virtuelle Teams sind in der Regel heterogener als reale Teams.
  • Der Projektleiter und die Teammitglieder gehören unterschiedlichen Organisationen, wie Tochterfirmen oder Auslandseinheiten,
    an und bei Kooperationen, sogar unterschiedlichen Unternehmen.
  • Sie arbeiten in verschiedenen Zeitzonen und zu unterschiedlichen Zeiten.
  • In virtuellen Teams haben die Teammitglieder nur wenige Möglichkeiten, sich persönlich zu treffen, und so gut wie keine
    Gelegenheit zum informellen Austausch.
  • Projektleiter und Teammitglieder sind überwiegend über elektronische Kommunikationsmedien verbunden.

Kommunikation – eine besondere Herausforderung im virtuellen Team

Kommunikation im Team ist für uns so selbstverständlich, dass wir meistens nicht mehr darauf achten, wie wir kommunizieren. Welche Rolle Kommunikation gerade in der Projektarbeit spielt, merken wir immer dann, wenn sie nicht klappt. Es ist nur natürlich, wenn wir die Kommunikationsgewohnheiten, die wir aus unseren realen Projekten kennen, bei der Arbeit in einem virtuellen Team beibehalten. Wir reden mit virtuellen Teammitgliedern und schreiben ihnen Nachrichten so, als wären diese vor Ort anwesend – bis die ersten Probleme auftreten.

Diese sehen so aus:

  • Die übermittelten Sachverhalte werden von den Teammitgliedern unterschiedlich interpretiert.
  • In der Regel ist nicht bekannt, ob eine Nachricht gelesen wurde, und, wenn sie gelesen wurde, ob der Empfänger sie so verstanden hat, wie sie gemeint war.
  • Der Absender erhält wenig bis kein Feedback zu seiner
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