Entscheidern auf die Sprünge helfen

Lenken Sie den Lenkungsausschuss!

Die Standardreaktionen auf die verbreitete Entscheidungs-Arthrose in vielen Lenkungsausschüssen umfassen Frust, Wut und Zorn. Man schimpft im Kreis der Kollegen über "Die Bremser da oben". Das ist verständlich, hilft aber leider wenig. Was will man als einfacher Projektleiter schon gegen drei Millionen Jahresgehalt ausrichten? Einiges. Das wissen bloß viele nicht, meint Klaus D. Tumuscheit.

Viele Projektleiter greifen zu Valium, wenn sie vor den Lenkungsausschuss müssen. Vorher flattern die Nerven und hinterher klingen die Klagen: "Wir brauchen dringend eine Entscheidung – aber die entscheiden nicht! Da sitzen drei Millionen Jahresgehalt am Tisch, doch wir kriegen keine Entscheidung!" Kennen Sie? Wer nicht.

Frust, Wut und Zorn

Die Standardreaktionen auf die verbreitete Entscheidungs-Arthrose in vielen Lenkungsausschüssen umfassen Frust, Wut und Zorn. Man schimpft im Kreis der Kollegen oder des Teams über "Die Bremser da oben". Das ist verständlich und menschlich, hilft aber leider wenig. Was will man als einfacher Projektleiter schon gegen drei Millionen Jahresgehalt ausrichten? Einiges. Das wissen bloß viele nicht.

Die alten Hasen wissen es

Es gibt jene alten Hasen unter den Projektleitern, über die man sagt: "Ich weiß nicht, wie die das machen – aber denen frisst der Lenkungsausschuss aus der Hand." Diese Kollegen erklären unter dem Siegel der Verschwiegenheit: "Der Lenkungsausschuss beschließt, was wir brauchen." Einer merkte mal ironisch an: "Der Lenkungsausschuss heißt so, weil er gelenkt werden will."

Wie kann ein "kleiner" Projektleiter den "großen" Lenkungsausschuss lenken? Im Grunde ist es einfach. Schon die Kybernetiker wussten: "Das flexiblere Element steuert das System." Wenn ich unflexibel klage und jammere, ändert sich nichts. Wenn ich aber so flexibel bin, dem Lenkungsausschuss das zu geben, was ihm fehlt, bewegt sich etwas. Leider sind wir normalerweise so von dem hohen Gremium gefrustet, dass wir nicht sehen und schon gar nicht fragen: Was fehlt ihm denn?

Was fehlt ihm denn?

Zum Beispiel eine klare Ansage: "Wir brauchen hier und heute eine Entscheidung." Überraschend, aber wahr: Dieser Satz fällt viel zu selten. Warum? Wie eine Projektleiterin mal tobte: "Die müssen doch sehen, was die Lage erfordert!" Nach 20 Folien PowerPoint? Da sieht niemand mehr, was die Lage ist, geschweige denn, was sie erfordert. Daher: Wenn Sie eine Entscheidung wollen

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