Per Konsens Konflikte vermeiden "Five to Fold" - So machen Sie Entscheidungen leicht

Five to fold: Im Team leichter entscheiden

Mehrheitsabstimmungen lösen nicht alle Konflikte. Ihre starre Wahl zwischen Schwarz und Weiß kann komplexe Konflikte oft nicht lösen, sondern verstärkt sie mitunter noch. Die Methode Five to Fold macht den Grad der Zustimmung oder Ablehnung per Handzeichen deutlich und bereitet so einen Konsens vor.

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Per Konsens Konflikte vermeiden "Five to Fold" - So machen Sie Entscheidungen leicht

Five to fold: Im Team leichter entscheiden

Mehrheitsabstimmungen lösen nicht alle Konflikte. Ihre starre Wahl zwischen Schwarz und Weiß kann komplexe Konflikte oft nicht lösen, sondern verstärkt sie mitunter noch. Die Methode Five to Fold macht den Grad der Zustimmung oder Ablehnung per Handzeichen deutlich und bereitet so einen Konsens vor.

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In schwierigen Entscheidungssituationen ist eine klassische Abstimmung, bei der nur die Wahl zwischen Zustimmung und Ablehnung bleibt, nicht immer die beste Lösung. Hier werden die Teilnehmenden gezwungen, in Schwarz und Weiß zu denken. Dies ist aber nicht immer der beste Weg, um zu einer guten Lösung zu gelangen. Die Methode "Five to Fold" (auch "Fist to Five" genannt) hilft bei einer Abstimmung, auch Zwischentöne sichtbar zu machen. In diesem Tipp beschreibe ich, wie die Methode funktioniert und was Sie dabei beachten müssen.

Wann sollten Sie mit Five to Fold abstimmen?

In vielen Fällen ist eine Mehrheitsentscheidung, bei der die Teilnehmenden durch das Heben der Hand entscheiden, sinnvoll. Dies ist insbesondere in den folgenden Fällen angebracht:

  • In Situationen, in denen Zeit ein entscheidender Faktor ist und eine umfassende Diskussion oder Konsensbildung zu zeitaufwendig wäre
  • Bei routinemäßigen oder alltäglichen Angelegenheiten, die keine weitreichenden Auswirkungen haben, wie z.B. der Auswahl von Arbeitszeiten, Pausen oder anderen organisatorischen Aspekten
  • In förmlichen Gremien, politischen Prozessen oder Organisationsstrukturen, in denen Abstimmungen als gängige Praxis etabliert sind
  • Wenn ein Thema wenig Kontroversen aufweist und die Meinungsverschiedenheiten gering sind
  • Bei Entscheidungen, die nur begrenzte Auswirkungen auf die Gruppe oder Organisation haben und keine umfassenden Veränderungen mit sich bringen

Treffen Sie als Projektleiter Entscheidungen allein oder beziehen Sie Ihr Team mit ein? Letzteres lohnt sich, denn gemeinsame im Konsent getroffene Entscheidungen tragen alle Teammitglieder mit. Stefan Hilmer zeigt, worauf Sie achten sollten.

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Five to Fold ist eine Methode, um bei einer Gruppenentscheidung einen Konsens zu erreichen. In den folgenden Situationen sollte eine Konsensentscheidung getroffen werden.

  • Entscheidungen, die einen Einfluss auf alle Mitglieder z.B. einer Gruppe haben
  • Bei Konflikten, bei denen alle Konfliktparteien die gefundene Lösung mittragen müssen
  • Bei Entscheidungen mit langfristigen Auswirkungen

Ein Konsens ist eine Übereinkunft oder Einigung, der alle beteiligten Parteien zustimmen oder zumindest akzeptieren. Der Konsens ist also eine Form der gemeinsamen Zustimmung, bei der es keine ernsthaften Einwände oder Widerstände gibt. Ein Konsens zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Alle beteiligten Parteien sind sich einig oder stimmen einer bestimmten Idee, Entscheidung oder Handlung zu.
  • Selbst wenn nicht alle Beteiligten zu 100% zustimmen, akzeptieren sie die getroffene Vereinbarung und haben keine schwerwiegenden Einwände.
  • Konsens wird in der Regel auf freiwilliger Basis erreicht, ohne Zwang oder erheblichen Druck von außen.
  • Die Erreichung eines Konsenses erfordert oft Dialog und Verständigung zwischen den Beteiligten, um ihre unterschiedlichen Perspektiven zu verstehen und gemeinsame Lösungen zu finden.

Im Vergleich zu anderen Entscheidungsverfahren, wie der Mehrheitsentscheidung, legt der Konsens Wert darauf, die Meinungen und Bedenken aller Teilnehmenden zu berücksichtigen, um eine Lösung zu finden, die allen Interessen gerecht wird. Damit werden die Zusammenarbeit und das Engagement der Beteiligten gefördert.

Hier ein Beispiel für eine Situation, in der ein Konsens gefunden werden soll:

Kevin leitet ein Projekt für die Implementierung eines Chatbots. Das Projekt hat sieben Projektmitglieder. Alle arbeiten engagiert und verantwortungsvoll. Nach einiger Zeit ist das Projekt weit hinter seinem Plan zurück, da viele Teammitglieder erkrankt waren; nur mit höchstem Engagement kann es noch rechtzeitig beendet werden.

Das Team muss jetzt entscheiden, ob es dem LenkungsausschussLenkungsausschussDer Lenkungsausschuss ist das verbindende Gremium zwischen Projekt- und Unternehmensorganisation. Seine Funktion und Rolle ist jedoch nicht einheitlich festgelegt. vorschlägt, den Endtermin zu verschieben, oder ob es versucht, durch Überstunden den Termin noch zu halten. Im letzteren Fall müssen alle mitmachen, falls sich das Team dafür entscheidet, denn dies funktioniert nur, wenn alle Teammitglieder mehr Zeit und Engagement in das Projekt stecken.

So stimmen Sie mit Five to fold ab

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