Projektoptimierung mit Hilfe eines Projekttagebuchs

"Beim nächsten Projekt wird alles anders!" – und dann passieren doch wieder dieselben Fehler wie beim letzten Mal. Ein guter Vorsatz garantiert eben noch keine Verbesserung. Wer aus gemachten Erfahrungen klug werden will, muss diese nachvollziehen, analysieren und bewerten können. Eine gute Grundlage hierfür liefert das Projekttagebuch. Gisela Müller zeigt in ihrem Artikel die verschiedenen Möglichkeiten, ein solches Projekttagebuch zu führen.

"Beim nächsten Projekt wird alles anders!" - und dann passieren doch wieder dieselben Fehler wie beim letzten Mal. Ein guter Vorsatz allein garantiert eben noch keine Verbesserung. Wer aus seinen Fehlern lernen und aus den gemachten Erfahrungen klug werden will, muss diese auch nachvollziehen können, sie analysieren und bewerten. Eine gute Grundlage hierfür liefert das Projekttagebuch. Es erhöht die Nachvollziehbarkeit des Projekts und ist ein aufschlussreiches Nachschlagewerk.

Nach Art eines Logbuchs werden in einem Projekttagebuch alle Vorkommnisse festgehalten und damit für den späteren Gebrauch dokumentiert. Darüber hinaus hilft es bereits während der Projektdurchführung, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen. Im folgenden Beitrag werden die verschiedenen Möglichkeiten, ein Projekttagebuch zu führen vorgestellt sowie der Nutzen von Projekttagebüchern für die Praxis erläutert.

Dokumentation und Reflexion

Das Projekttagebuch im täglichen Einsatz

Man muss nicht Captain Kirk heißen, um Grund zum Führen eines Logbuchs zu haben. Auch wenn die Durchführung eines Projekts oft weniger abenteuerlich ist (oder sein sollte!) als die Erforschung fremder Sonnensysteme und Planeten lohnt es sich, Ereignisse und Ergebnisse täglich festzuhalten. Im Logbuch eines Projekts, dem Projekttagebuch, wird der Projektverlauf auf informelle Weise dokumentiert. In manchen Fällen können schon die üblichen Projektunterlagen wie Protokolle, Briefe, Faxe, E-Mails und Statusberichten ausreichen. Doch gerade bei Projekten, die sich über längere Zeiträume erstrecken (mehrere Wochen, Monate, Jahre), erweisen sich Projekttagebücher als sehr sinnvoll.

Vieles, was im Projektteam oder mit Partnern und Kunden an- und abgesprochen und nicht sofort in Protokollen erfasst wird, kann in einem Projekttagebuch aufgenommen werden. Alles, was für ein Projekt irgendwie erwähnenswert erscheint, sollte hier gut aufgehoben sein. Somit enthält das Projekttagebuch den tatsächlichen Ablauf eines Projekts in chronologischer Reihenfolge.

Anhand des Projekttagebuchs kann rückblickend sehr genau festgestellt werden, was wann im Projekt geschehen ist und wer welche Tätigkeiten ausgeführt hat. Dies bewährt sich oft schon während der Projektlaufzeit. So können sich beispielsweise Mitarbeiter, die aus dem Urlaub oder von Schulungen zurückkehren, schnell einen Überblick über den Projektfortschritt verschaffen und solche, die nicht Vollzeit am Projekt beteiligt oder nicht immer vor Ort sind, bleiben informiert.

Unterstützung von Lernprozessen

Vor allem im sozialen und Bildungsbereich gehört das

Anzeige
Der vollständige Artikel ist für Abonnenten frei zugänglich.
Artikel kaufen (4,50 €)
  • 3 Seiten Praxiswissen
  • PDF-Download
Kostenlos weiterlesen!
  • Diesen Beitrag kostenlos lesen
  • 4 Wochen Online-Zugriff auf alle Artikel, Methoden und das Glossar
Tech Link