Veränderungsmanagement So holen Sie Skeptiker ins Boot

Wer in einem Unternehmen eine Veränderung umsetzen möchte, muss mit Widerstand rechnen. Es gibt immer Personen, die der Veränderung misstrauisch oder sogar ablehnend gegenüberstehen. Diese so genannten "Skeptiker" können das ProjektProjektEin Projekt ist ein einmaliger Geschäftsprozess , der von der Geschäftsführung der Trägerorganisation anhand eines Business Cases genehmigt wird, von einer temporären Organisationseinheit gemanagt wird, ein spezifiziertes Werk erstellt und dieses zu einem definierten Termin und zu vorgegebenen Kosten zur Abnahme an einen Kunden liefert. gefährden – insbesondere wenn sie viel Einfluss im Unternehmen haben. Die Change Managerin Angelika Collisi stellt verschiedene Typen von Skeptikern vor und beschreibt Maßnahmen, um sie für das Projekt zu gewinnen oder – falls das nicht möglich ist – ihren negativen Einfluss zu minimieren.

 

Veränderungsmanagement So holen Sie Skeptiker ins Boot

Wer in einem Unternehmen eine Veränderung umsetzen möchte, muss mit Widerstand rechnen. Es gibt immer Personen, die der Veränderung misstrauisch oder sogar ablehnend gegenüberstehen. Diese so genannten "Skeptiker" können das ProjektProjektEin Projekt ist ein einmaliger Geschäftsprozess , der von der Geschäftsführung der Trägerorganisation anhand eines Business Cases genehmigt wird, von einer temporären Organisationseinheit gemanagt wird, ein spezifiziertes Werk erstellt und dieses zu einem definierten Termin und zu vorgegebenen Kosten zur Abnahme an einen Kunden liefert. gefährden – insbesondere wenn sie viel Einfluss im Unternehmen haben. Die Change Managerin Angelika Collisi stellt verschiedene Typen von Skeptikern vor und beschreibt Maßnahmen, um sie für das Projekt zu gewinnen oder – falls das nicht möglich ist – ihren negativen Einfluss zu minimieren.

 

Wer in einem Unternehmen ein Veränderungsprojekt umsetzen möchte - sei es die Einführung einer neuen Software oder die Umstrukturierung von Prozessen -, muss damit rechnen, dass nicht alle Betroffenen "Hurra" schreien und mit anpacken. Zwar gibt es meist viele Personen, die das Vorhaben unterstützen - manche Mitarbeiter, Abteilungsleiter oder Manager stehen der Veränderung aber misstrauisch oder sogar ablehnend gegenüber. Es ist wichtig, diesen so genannten "Skeptikern" hohe Aufmerksamkeit zu schenken, denn sie können das Veränderungsprojekt behindern oder sogar gefährden, insbesondere wenn sie viel Einfluss im Unternehmen haben.

Als Change Managerin habe ich viele Skeptiker getroffen und gelernt, wie man am besten mit ihnen umgeht, um das RisikoRisikoRisiko ist ein eventuelles, hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertetes, zukünftiges Ereignis, das bei seinem Eintreten ursächlich eine Abweichung der Ist-Daten von den Plandaten bewirken würde. für das Projekt gering zu halten. Im Folgenden stelle ich verschiedene Typen von Skeptikern vor und beschreibe Maßnahmen, um sie doch noch für das Projekt zu gewinnen oder - falls das nicht möglich ist - ihren negativen Einfluss auf das Projekt zu minimieren.

Skeptiker - Risiko für das Projekt

Skeptiker bremsen Entscheidungen und verzögern Entwicklungen. Sie kosten ZeitZeitZeit ist eine der zentralen Steuerungsgrößen des Projektmanagements und bildet neben Kosten und Leistungsumfang im sog. Magischen Dreieck einen der drei Eckpunkte. Mittlerweile sind Qualität, Risiko und Nutzen als weitere Steuerungsgrößen etabliert. Je nach Projektart ist der Faktor Zeit besonders kritisch, z.B. im Veranstaltungsmanagement oder bei Wartungs- und Instandhaltungsprojekten., Geld und Nerven. Deshalb muss man sie ernst nehmen. In jedem Organisationsentwicklungsprojekt gibt es Promotoren, Mitläufer und Skeptiker. Meiner persönlichen Erfahrung nach richtet sich ihre Anzahl nach der Gauß'schen Normalverteilung: Ca. 80% der Mitarbeiter laufen mit, ca. 10% laufen vorweg und unterstützen das Projekt von sich aus, und ca. 10% sind Skeptiker. Die genaue Anzahl der Skeptiker spielt aber in der Praxis keine RolleRolleRolle bezeichnet eine temporäre Funktion einer Person oder Organisationseinheit innerhalb der Projektorganisation. Eine Rolle wird beschrieben durch Aufgaben, Befugnisse und Verantwortungen. Zur vollständigen Definition einer Rolle gehört die Angabe, ob sie teilbar (d.h. ob sie von mehreren Personen wahrgenommen werden kann) und kombinierbar (d.h. ob sie mit anderen Rollen gemeinsam von einer einzigen Person wahrgenommen werden kann).. Denn es kostet mehr AufwandAufwandAufwand (Projektmanagement) ist die Menge aller monetär quantifizierbaren Eingangsgrößen in ein Projekt, in ein Programm, in ein Projektportfolio oder in einen Teil eines Projekts., den einen Skeptiker, den es auf jedem Projekt mindestens gibt, ins Boot zu holen, als die mittleren 80% am Laufen zu halten.

Der hohe ArbeitsaufwandArbeitsaufwand" Arbeitsaufwand " ist der in Einheiten von Arbeitszeit (Arbeitsstunden, Personentagen usw.) bemessene Personaleinsatz zur Durchführung eines Vorgangs, Arbeitspakets oder Projekts. darf Sie nicht davon abhalten, sich angemessen um die Skeptiker zu kümmern. Unterschätzen Sie den menschlichen Faktor in Veränderungsprojekten nicht! Ängste, Bedenken und Unsicherheiten können dazu führen, dass Mitarbeiter sich gegen das Projekt stellen. Bei größeren Veränderungen müssen Sie die Vorbehalte der betroffenen Mitarbeiter deshalb thematisieren.

Ein Beispiel aus dem wahren Leben

Ein Konzern führte in seiner wichtigsten Landesgesellschaft SAP ein. Drei Monate vor der Umstellung lief alles gut - nur der E-Commerce-Status leuchtete rot. Das SystemSystemProjekte sind Systeme und beziehen sich auf Systeme. Um Projekte erfolgreich abwickeln zu können, muss das betreffende System analysiert und umfassend betrachtet werden. musste dringend mit dem Kunden getestet werden. Doch der lokale Projektverantwortliche für E-Com lehnte ab: Das Projekt unterliege der Geheimhaltung, außerdem habe der zuständige Kundenbetreuer panisch abgewinkt, als er ihm mitgeteilt habe, das ProjektteamProjektteamDas Projektteam umfasst alle Personen, die aktiv am betrachteten Projekt beteiligt sind. Dies umfasst u.A. den Lenkungsausschuss , den Auftraggeber , den Projektmanager und alle Projektmitarbeiter wünsche sich ein Meeting mit dem Kunden. Woche für Woche verging und dem Projektteam lief die Zeit davon.

Als ich in das Projekt einstieg, hatte ich schon einiges über die Verzögerungsversuche der lokalen Kollegen gehört. Der Frust im Projektteam war deutlich spürbar, besonders bei den E-Com-Leuten. Über den Vertriebsleiter lernte ich den Kundenbetreuer kennen und fragte ihn geradeheraus, wieso es nicht möglich sei, mit dem Kunden ein Meeting abzuhalten. Der Mann fiel aus allen Wolken. Keiner hatte ihm gesagt, dass die neue Software-Verbindung mit dem Kundensystem getestet werden musste, um sein Geschäft zu sichern. Der lokale Projektverantwortliche hatte also nie mit ihm gesprochen. In der folgenden Woche fuhren drei Mitarbeiter des E-Com-Teams mit ihm zum Kunden und die Tests wurden aufgesetzt. Die Sorge des lokalen Projektverantwortlichen darüber, dass die Geheimhaltung aufgeflogen war, wischte der Geschäftsführer vom Tisch - schließlich wüsste sowieso schon der ganze Markt, dass das System geändert werde.

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Alle Kommentare (2)

Guest

Hallo, Frau Collisi, ein ganz ausgezeichneter Artikel, sowohl inhaltlich auch im Stil. Viele der darin dargestellten Wahrheiten musste ich in den vergangenen Jahren auf die harte Tour lernen. Ich hoffe, noch mehr von Ihnen lesen zu können. Michael Krüger

 

Gerdi
Jansen

Ein guter Artikel - bis auf die Tatsache, das Skeptiker nicht nur Geld, Zeit und Nerven kosten, sondern oftmals wertvolles Wissen haben und Hinweise liefern und damit verhindern, dass Geld und Zeit verpulvert werden. Mir sind die Skeptiker oftmals lieber als die Lemminge :o)