Tipp: Selbstmanagement – Schädliches Multitasking vermeiden

So steigern Sie Ihre Leistungsfähigkeit

Mit Multitasking lässt sich die Produktivität steigern, glaubt so mancher. Ein Mythos, meint Dr. Tomas Bohinc, und schildert die schädlichen Folgen. Er gibt praktische Empfehlungen, wie Sie bei der Projektarbeit immer den Fokus auf dem Wesentlichen behalten. Auch regt der Autor an, mit dem Team Verhaltensregeln zu vereinbaren, um Multitasking zu vermeiden.

Multitasking hat schon längst im Arbeitsalltag Einzug gehalten – auch in der Projektarbeit. So bearbeiten die Teilnehmer in Status-Meetings oder Telefonkonferenzen häufig "nebenher" E-Mails oder surfen im Internet. Die Verführung zum Multitasking im Projektalltag ist groß: Hoher Zeitdruck, die unausgesprochene Erwartung, dass E-Mails sofort beantwortet werden, und die technischen Möglichkeiten verleiten dazu.

Auf den ersten Blick wirkt es so, also ob diese Menschen multitaskingfähig wären, d.h. gleichzeitig mehrere Dinge erledigen könnten, und damit ihre Produktivität steigern würden. Studien belegen jedoch inzwischen, dass durch Multitasking nicht die Produktivität steigt, sondern abnimmt (Paridon, 2010; Ophir u.a., 2009). Was steigt, ist der Stresspegel.

Dieser Tipp schildert, warum Menschen nicht wirklich multitaskingfähig sind, und zeigt, wie Sie sich mit ganz einfachen Maßnahmen vor dem verführerischen Multitasking schützen.

Mythos Multitasking

Der Begriff "Multitasking" (Wikipedia) kommt aus der Computertechnologie. Mit Multitasking wird die Fähigkeit eines Betriebssystems beschrieben, mehrere Aufgaben (Tasks) im schnellen Wechsel durchzuführen, sodass sie scheinbar zeitgleich abgearbeitet werden.

Auch unser Gehirn kann trotz seiner hohen Leistungsfähigkeit nicht wirklich mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen. Es bearbeitet beim Multitasking kleine Aufgabenabschnitte ebenfalls in schnellem Wechsel.

Eine Untersuchung von Xenia Weißbecker-Klaus (Weißbecker-Klaus, 2014) deckt die Auswirkungen auf:

  • verlangsamte Abarbeitung: Bei mehreren, komplexeren Tätigkeiten verlängert sich die Zeitspanne, bis ein Mensch sich auf die jeweils andere Tätigkeit konzentrieren kann. In der Summe dauert die Erledigung dieser Aufgaben länger, als wenn er die Aufgaben hintereinander ausgeführt hätte.
  • sinkende
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