So wird Vertrauen aufgebaut

Wer kein Vertrauen genießt, kann einpacken. Denn Vertrauen ist die Basis unseres Alltags: Der Fahrgast vertraut darauf, dass der U-Bahn-Fahrer ihn sicher befördert, umsichtige Konsumenten gehen zum "Metzger ihres Vertrauens" und Geschäftsbeziehungen funktionieren am besten, wenn die Partner einander nicht permanent kontrollieren. Vertrauen hält alles am laufen – deshalb ist es unverzichtbar. Matthias Nöllke stellt einige Methoden vor, wie Vertrauen aufgebaut wird.

Auf Vertrauen kommt es an. Für jeden für uns. Ob Sie nun Führungskraft sind, Mitarbeiter, Rechtsanwältin oder Kassierer im Supermarkt. Wenn Sie kein Vertrauen genießen, können Sie buchstäblich einpacken. Und wenn Sie selbst niemandem vertrauen, dann sind Sie in Ihren eigenen Handlungsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Im Folgenden stelle ich einige grundlegende Methoden vor, wie Vertrauen aufgebaut wird.

Die selbstverständlichste Sache der Welt

Hartnäckig hält sich die Ansicht, man müsse besondere Überzeugungsarbeit leisten, um das Vertrauen seiner Mitmenschen zu gewinnen. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Je stärker Sie den anderen von Ihrer Vertrauenswürdigkeit zu überzeugen versuchen, umso weniger vertrauenswürdig wirken Sie. Denn die Erfahrung lehrt: Wer vertrauenswürdig ist, der hat es gar nicht nötig, seine Vertrauenswürdigkeit von sich aus zu thematisieren. Vertrauensbeweise haben Sie nur dann nötig, wenn Sie verlorenes Vertrauen zurückgewinnen möchten oder die Gegenseite Vertrauensbeweise fordert. Dieses Anliegen kann durchaus berechtigt sein, beispielsweise wenn Sie in einer Branche arbeiten, in der sich einige "schwarze Schafe" tummeln, wenn Sie neu in der Branche sind oder wenn es einfach üblich ist, Referenzen abzugeben. Ansonsten gilt: Ihre Vertrauenswürdigkeit versteht sich von selbst. Dass Sie Ihre Kunden zu deren Vorteil beraten, müssen Sie nicht noch begründen und belegen. Dass Sie Ihren Auftraggeber nicht betrügen, ihn nicht bestehlen, nicht Mitglied einer dubiosen Sekte sind, sondern sorgfältig und professionell Ihre Arbeit erledigen, darüber sollten Sie von sich aus kein Wort verlieren.

Sie können aber natürlich mehr tun als "nur" zu vermeiden, dass der andere misstrauisch wird.

Die "Ich-bin-wie-Sie"-Methode

Die "Ich-bin-wie-Sie"-Methode gehört zu den unverzichtbaren Grundtechniken, ist vielfältig einsetzbar und erstaunlich wirksam. Sie hilft Ihnen, den Boden zu bereiten, auf dem Vertrauen wachsen und gedeihen kann. Ob Sie nun eine neue Arbeitsstelle antreten, sich vor einem etwas skeptischen Publikum präsentieren müssen oder neue Kollegen bekommen - wenn Sie mit Menschen zu tun haben, die noch nicht genau wissen, was sie von Ihnen halten sollen, dann greifen Sie dezent zur "Ich-bin-wie-Sie"-Methode.

Gemeinsamkeiten suchen

Sie knüpfen an eine Gemeinsamkeit an und sorgen dadurch für eine gewisse Vertrautheit. Das klingt nach wenig, doch sollten Sie die Wirkung nicht unterschätzen. Menschen fassen am ehesten Vertrauen, wenn sie etwas mit Ihnen verbindet. Als geeignete Felder für Gemeinsamkeiten gelten:

  • Regionale Herkunft: Dabei können Sie sowohl an Ihren Geburtsort, Ihren Wohnort als auch an die Orte anknüpfen, an denen Sie Ihre Ausbildung durchlaufen haben.
  • Ausbildung: Juristen, Betriebswirte, Ingenieure und Geisteswissenschaftler finden schnell einen Draht zueinander. Haben Sie an der gleichen Hochschule studiert, verbindet Sie das auch.
  • Hobbys und Interessen: Je
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