Internationale Projektarbeit:

Steuern sparen bei Auslandsaufenthalten

Projekte werden zunehmend auf internationaler Basis abgewickelt, deshalb schicken Firmen ihre Mitarbeiter immer häufiger ins Ausland. Wo die steuerlichen Knackpunkte bei kürzeren oder längeren beruflich bedingten Auslandsaufenthalten liegen, welche Bedeutung die so genannte 183-Tage-Regelung hat und welche steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten sich bei einem internationalen Personaleinsatz bieten, erfahren Sie im folgenden Artikel von Albert Ackstaller, Steuerberater und Prokurist bei KPMG.

Steuerliche Grundlagen und Gestaltungsmöglichkeiten bei Auslandsaufenthalten

Internationale Projekte stehen gerne im Zeichen von Märkten, Standorten und Kostenvorteilen - dabei sind es gerade die Menschen, die ein Projekt zum Erfolg machen. Wesentliche Aufgabe des Personalmanagements muss es deswegen sein, für optimale Rahmenbedingungen zu sorgen, denn zufriedene Mitarbeiter arbeiten motivierter und engagierter. Das gilt umso mehr für Mitarbeiter im Ausland. Zu diesen Rahmenbedingungen und -faktoren gehören neben Fragen der Vergütung, der Reintegration nach der Rückkehr und den familiären Aspekten auch eine Betreuung in Steuerfragen.

Die Entsendung eines Mitarbeiters ins Ausland muss gerade auch aus steuerlicher Sicht gut und vorausschauend geplant werden. Denn Fehler auf diesem Gebiet sind häufig irreversibel und mit finanziellen Nachteilen für den Mitarbeiter verbunden. Das entsprechende Steuer-Know-how ist in Firmen jedoch oft nicht vorhanden und muss eingekauft werden. Dieses Outsourcing ist aber mit mehr Effizienz und einem verbesserten Service für die Expatriates verbunden. Und die Konsequenz, nämlich motiviertere Mitarbeiter im Ausland, kommt dann auch dem Unternehmen wieder zugute.

Der folgende Artikel will für die steuerliche Gestaltung bei Auslandsentsendungen im Rahmen internationaler Projekte sensibilisieren, Grundbegriffe erläutern und wesentliche Bestimmungen des (internationalen) Steuerrechts vermitteln.

Zwei Beispiele aus der Praxis

Zunächst zwei, in der Praxis häufig vorkommende Beispiele, die belegen, wie wichtig eine vorausschauende Planung ist - sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber:

Beispiel 1: Kindergeld und Eigenheimzulage

Herr Huber ist verheiratet und hat drei Kinder. Für die Kinder bekommt er 462 Euro Kindergeld pro Monat, also 5.544 Euro im Jahr. Im Jahr 2001 hat Herr Huber sich ein Einfamilienhaus gekauft. Dafür bekommt er eine Eigenheimzulage pro Jahr inklusive Kinderzulage in Höhe von 5.368,56 Euro.

Zum 1. Juli 2002 wird Herr Huber

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