Von der Mind Map zum Projektstrukturplan

Wozu noch einen Projektstrukturplan (PSP) erstellen, wenn ohnehin alles klar ist? So denkt mancher kreative Praktiker und schreitet hemdsärmelig zur Tat. Doch wer sich nur auf seine Intuition verlässt, macht solides Ressourcen-Management, Kostenschätzung und Terminplanung unmöglich. Ein einfacher methodischer Ansatz, um diesem Problem zu begegnen, ist die Verwendung von Mind Mapping zur Kreativarbeit im Team und die Erstellung des Projektstrukturplans aus den erarbeiteten Ergebnissen. Dr. Georg Angermeier zeigt in diesem Artikel Schritt für Schritt, wie Sie dabei vorgehen können.

Wozu noch ein Projektstrukturplan, wenn ohnehin schon alles klar ist? So denkt mancher Praktiker und fühlt sich bestätigt, wenn die aus seiner Sicht "an Projektitis erkrankten" Manager länger für die Strukturierung des Projekts brauchen als er für die ersten Arbeitsschritte. Letztere wiederum ärgern sich über die "hemdsärmelige" und "chaotische" Vorgehensweise der Mitarbeiter, die Ressourcen-Management, Kostenschätzung und Terminplanung unmöglich machen.

Ein einfacher methodischer Ansatz, um dieses Problem zu mildern, ist die Verwendung von Kreativmethoden wie Mind Mapping zur strukturierenden Kreativarbeit im Team und die Erstellung des Projektstrukturplans auf Basis der Kreativ-Ergebnisse.

Kreativ im Team, systematisch in der Planung

Zu Beginn eines Projekts steht eine Idee oder ein Problem. Dies ist der richtige Zeitpunkt für Kreativitäts- und Problemlösungsmethoden. Die Konzeption ist zu diesem Zeitpunkt noch viel zu offen, als dass man einen systematischen Projektstrukturplan (PSP) erstellen könnte. Zudem ist der Projektstrukturplan ein Instrument für den Projektmanager, jedoch keine Kreativmethode zur Projektdefinition.

Die Gruppe sammelt Ideen, diskutiert sie, eine Vision entsteht, Ziele werden konkretisiert, ein Lösungsweg kristallisiert sich heraus. Die Begeisterung im Team wächst, voller Engagement wollen sich die Beteiligten in die Umsetzung stürzen.

Diese Begeisterung ist einerseits gut für das Projekt, denn es wird noch ziemlich lange von ihr leben müssen. Andererseits ist das Projekt ohne eine nachfolgende genaue Planung vom Management nicht überwachbar und steuerbar.

Bedenken Sie: Eine fehlerhafte Projektplanung ist eine häufige Ursache für das Scheitern eines Projekts. Manager können nur dann Projekte aktiv steuern, wenn diese systematisch geplant sind und einen Soll-Ist-Vergleich ermöglichen. Multiprojekt-Management, Programm-Management und Projektportfolio-Bewertung können nur so genau sein wie ihre auf den Projektplanungen beruhende Datengrundlage.

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