Was tun, wenn es im Projekt kracht?

Der kritische Erfolgsfaktor im Projekt ist und bleibt der Mensch. Der Mensch ist nicht nur Ressource eines spezifischen Wissens und individueller Fähigkeiten, sondern ein Wesen mit unterschiedlichen Befindlichkeiten und Verhaltensmustern. Ein Projektteam kann nur erfolgreich zusammenarbeiten, wenn man diese Tatsache ausreichend berücksichtigt. Regina Wolf beschreibt, wie Sie vor diesem Hintergrund aufkeimende Krisen im Projektumfeld rechtzeitig erkennen und dadurch im besten Fall vermeiden können.

Was tun, wenn es im Projekt kracht?

Der kritische Erfolgsfaktor im Projekt ist und bleibt der Mensch. Der Mensch ist nicht nur Ressource eines spezifischen Wissens und individueller Fähigkeiten, sondern ein Wesen mit unterschiedlichen Befindlichkeiten und Verhaltensmustern. Ein Projektteam kann nur erfolgreich zusammenarbeiten, wenn man diese Tatsache ausreichend berücksichtigt. Regina Wolf beschreibt, wie Sie vor diesem Hintergrund aufkeimende Krisen im Projektumfeld rechtzeitig erkennen und dadurch im besten Fall vermeiden können.

Der kritische Erfolgsfaktor im Projekt ist und bleibt der Mensch. Der Mensch ist nicht nur Ressource eines spezifischen Wissens und individueller Fähigkeiten, sondern ein Wesen mit unterschiedlichen Befindlichkeiten, Charaktereigenschaften, Erfahrungen und Verhaltensmustern. Ein Projektteam kann nur erfolgreich zusammenarbeiten, wenn man dieser Tatsache angemessene Beachtung schenkt.

Vertrauen als Basis

Wir wollen uns die Frage stellen, wie vor diesem Hintergrund aufkeimende Krisen im Projektumfeld rechtzeitig erkannt und dadurch im besten Fall vermieden werden können. Das setzt voraus, dass bereits eine Vertrauensbasis besteht.

Zu Beginn eines Projekts kennen sich die Mitglieder eines Projektteams häufig nicht. Um das Kennenlernen so locker wie möglich zu gestalten und anfängliche Unsicherheiten rasch aus der Welt zu schaffen, empfehle ich, neben einem Kick Off auch ein Team Event, z.B. ein gemeinsames Essen zu veranstalten. Ein Abklopfen auf persönlicher Basis vor dem Projekt ist allemal sinnvoller als eine Konfrontation im bereits laufenden Projekt.

Was können Sie als Projektleiter noch tun? Sie müssen "das Ohr auf der Schiene" haben, um über die Stimmungslage im Projekt Bescheid zu wissen. Ein Gespür für Diskrepanzen, Konflikte und Stimmungen ist absolut notwendig. Wenn Sie negative Schwingungen wahrnehmen, scheuen Sie sich nicht, sie anzusprechen. Verlassen Sie sich auf Ihr Gefühl, es täuscht Sie selten.

Problemfelder klären, bevor es zu einer Eskalation kommt

Ob Sie Konflikte persönlich oder im Team klären, kommt ganz auf den Einzelfall an. Sind alle Teammitglieder in den Konflikt involviert, ist freilich die gesamte Gruppe in eine Aussprache einzubeziehen. Betrifft das Problem zunächst ein einzelnes Teammitglied, kann ein Einzelgespräch angebracht sein. Wichtig ist, Problemfelder zu klären, bevor es zu einer Eskalation kommt. Zwischenmenschliche Dissonanzen können ein Projekt erheblich beinträchtigen.

Wenn die Gruppendynamik bereits darunter leidet, müssen Sie auch in der Lage sein, Konsequenzen zu ziehen. Sind Sie der Meinung, das Team arbeitet grundsätzlich gut zusammen und die Konflikte sind lösbar, dann versuchen Sie in einer Teamveranstaltung das "Wir-Gefühl" wieder herzustellen.

Wenn nötig personelle Konsequenzen ziehen

Manchmal lässt es sich jedoch nicht vermeiden, auch personelle Konsequenzen zu ziehen. Scheuen Sie sich nicht, einen schwierigen Kollegen, der die Zusammenarbeit ernsthaft gefährdet, aus dem Projekt zu entfernen. Ein Ende mit Schrecken ist besser als ein Schrecken ohne Ende. Sie sollten sich die Kompetenz für einen solchen Schritt im Vorfeld beim Auftraggeber einholen. Ein Projektleiter ohne Entscheidungskompetenz hinsichtlich der personellen Teamgestaltung hat einen schweren Stand.

"Menscheln" als Schlüssel zum Erfolg

In den allermeisten Projekten werden die erwähnten Aspekte leider ignoriert. Meine These ist: "Menscheln" ist der Schlüssel zum Erfolg. Wenn Sie Offenheit nicht nur predigen, sondern auch leben, wird auch Ihr Umfeld Ihnen offen begegnen. Schaffen Sie also im Team ein Klima der offenen Kommunikation. Ermuntern Sie alle Beteiligten dazu, über ihre Bedenken, ihren Unmut oder einfach ihr persönliches Befinden zu sprechen, indem Sie selbst mit gutem Beispiel vorangehen.

Ich streite nicht ab, dass dies eine schwierige Aufgabe ist, die viel Intuition und Feingefühl erfordert. Aber auch emotionale Intelligenz und soziale Kompetenz kann man üben. Probieren Sie es aus!

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