Wie groß soll ein Arbeitspaket sein?

Wer danach fragt, wie groß ein Arbeitspaket idealerweise sein sollte, erhält als Antwort oft eine absolute Angabe in Personentagen. So pauschal sollte man bei der Einteilung von Arbeitspaketen jedoch nicht vorgehen, denn der Projektumfang spielt dabei eine wesentliche Rolle. Dr. Georg Angermeier erklärt in seinem Tipp, wie man die optimale Größe eines Arbeitspakets ermittelt und erläutert die Hintergründe seiner Empfehlung.

"Was ist die optimale Größe eines Arbeitspakets?", fragen sowohl PM-Anfänger als auch Profis immer wieder. Viele Trainer und Coaches antworten darauf: "Ungefähr zwischen 5 und 20 Personentagen." Diese Antwort ist nicht direkt falsch, sie lässt allerdings einen Aspekt außen vor, der für die Einteilung von Arbeitspakten wesentlich ist: Die sinnvolle Gliederung des Gesamtprojekts.

Arbeitspakete sind die nicht weiter aufgegliederten Elemente des Projektstrukturplans (siehe Angermeier, 2003) und unterscheiden sich grundsätzlich von den Vorgängen des Terminplans. Eine pragmatische Definition von Arbeitspaket lautet deshalb auch: "Ein Arbeitspaket beschreibt eine in sich geschlossene Aufgabenstellung innerhalb des Projekts, die von einer einzelnen Person oder organisatorischen Einheit bis zu einem festgelegten Zeitpunkt mit definiertem Ergebnis und Aufwand vollbracht werden kann."

Arbeitspakete können also sehr unterschiedliche absolute Größen haben. Sie können ein Teilprojekt eines Gesamtprojekts sein und müssen in diesem Fall vom Arbeitspaketverantwortlichen als eigenes Projekt durchgeführt werden.

Sinnvolle Größe: 4% des Projektumfangs

Ein Projekt sollte - unabhängig von seiner Größe oder Dauer - zwischen 10 und 100 Arbeitspakete haben. Eine gute Anzahl ist ca. 25. Ein Arbeitspaket umfasst somit ca. 1% bis 10% des Projektbudgets bzw. des gesamten Arbeitsumfangs. Ein sinnvolles Maß für ein Arbeitspaket ist 4% des Projektumfangs. Die Angabe einer absoluten optimalen Größe für alle Projekte ist dagegen nicht sinnvoll.

Strukturieren ohne die Übersicht zu verlieren

Die Begründung für diese scheinbar sehr pauschale Antwort ist: Die Zahl der Arbeitspakete wird durch die beiden Extreme Unübersichtlichkeit (zu viele Arbeitspakete) und Unbeherrschbarkeit des Projekts (zu wenig Arbeitspakete) auf dieses Maß festgelegt.

Arbeitspakete sollen Projekte steuerbar machen

Man unterteilt ein Projekt in Arbeitspakete, damit man es überwachen und steuern kann. Hat ein Projekt keine innere Struktur, gibt es keine Ansatzpunkte für Steuerungsmaßnahmen. Eine objektive Fortschrittsmessung ist dann nicht möglich, genauso wenig wie ein belastbarer Vergleich von Aufwand und Ergebnis. Nur wenn man das zu erbringende

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