Aktives Kommunikationsmanagement: Erfolgsfaktor für standortübergreifende Projekte

Moderne Informations- und Kommunikationstechnik ermöglicht die Zusammenarbeit von Personen, die räumlich getrennt sind. Damit diese virtuellen Teams erfolgreich arbeiten können, reicht eine leistungsfähige Technik allein nicht aus; die Mitarbeiter müssen auch auf die neue Art der Kommunikation vorbereitet und als Team aktiv gemanaget werden. Dr. Oliver Keiser zeigt, worauf es dabei ankommt und welche typischen Stolperfallen es gibt.

Seit Beginn der 90er Jahre steht den Unternehmen in zunehmendem Maße leistungsfähige Informations- und Kommunikationstechnik zur Verfügung. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung ging man davon aus, dass sich die Rahmenbedingungen des Projektmanagements in zweifacher Hinsicht verändern würden. Zum einen sollte die Anzahl "virtueller Projektteams", die technologisch vernetzt über räumliche, zeitliche und organisatorische Grenzen hinweg handeln, signifikant zunehmen. Zum anderen sollte die Voraussetzung "lokale Verfügbarkeit von Ressourcen" als Entscheidungskriterium für Team-Zusammenstellungen zunehmend entfallen.

Aus heutiger Sicht sind diese Prognosen jedoch nur zum Teil eingetreten. Aber wo liegt der Grund dafür?

Ausgangslage

Die anfängliche Auseinandersetzung mit den neuen Möglichkeiten des Projektmanagements, welche sich durch die computergestützte Kommunikation eröffneten, konzentrierten sich in der Regel auf die technische Komponente. Das Motto lautete: "Ein Team funktioniert schon, wenn die Technik ausreichend leistungsfähig ist". Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen neben Bandbreite, Übertragungsgeschwindigkeit, Verfügbarkeit und Speicher auch der Austausch von multimedialen Dokumenten oder die multimediale Echtzeitkommunikation sowie die Möglichkeit, elektronische Dokumente mittels Hyperlinks zu verbinden.

Mittlerweile verfügen die Unternehmen über diese Technik. Die Prognosen zur Entwicklung der computergestützten Kommunikation haben sich dennoch nur zum Teil als richtig herausgestellt.

Die gute Nachricht vorweg: Ja, virtuelle Projektteams sind keine vorübergehende "Mode-Erscheinung", sondern können eine ökonomisch zweckmäßige Antwort auf organisatorische Herausforderungen im Projektmanagement sein.

Aber: Virtuelle Teams werfen besondere Probleme auf und sind keineswegs die Eier legende Wollmilchsau der Teamorganisation im Projektmanagement, die sich vielleicht der ein oder andere Projektleiter oder Ressourcenmanager erhofft hatte. Gerade wenn im Unternehmen oder bei den Teammitgliedern noch keine oder nur geringe entsprechende Erfahrungen vorliegen, müssen Projektleiter häufig

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