Die unbewussten Auftraggeber

"Bin ich ein Doppelagent?!"

Teil 2: Der Weg zu mehr Selbstbestimmung und Souveränität
Wie stark unser Handeln von unbewussten inneren Glaubenssätzen gesteuert wird, zeigt der erste Teil des Beitrags. Um mehr Selbstbestimmung und Erfolg in sein Leben zu bringen, ist es daher notwendig, behindernde Glaubenssätze "umzuprogrammieren". Doch wie geht man dazu vor? Benötigt man externe Hilfe? Nicht unbedingt, meint Detelf Scheer. Er zeigt, wie Sie Ihre Glaubenssätze mit einfachen Hilfsmitteln aufdecken und so zu mehr Souveränität gelangen können.

Der erste Teil dieses Artikels zeigt, wie stark wir von meist unbewussten inneren Antreibern, sogenannten Glaubenssätzen in unserem Handeln gesteuert werden können. Oftmals wirkt das unterstützend, denn wir müssen nicht immer eine Situation komplett (neu) analysieren, sondern können auf fertige "Rezepte" zurückgreifen, die sich aus Erziehungsbotschaften, gesellschaftlichen Konventionen, anderen Prinzipien und eigenen Erfahrungen speisen. Wir entscheiden sozusagen "auf dem kleinen Dienstweg".

Andererseits führen uns unbewusst übernommenen Glaubenssätze oft auch in eine Sackgasse, aus der nicht so einfach zu entkommen ist. Die Frage "Wem versuche ich es recht zu machen?!" oder besser "In wessen Auftrag bin ich eigentlich unterwegs?!", führt oft zu der Erkenntnis, dass wir als "Doppelagenten" oder gar als "Multiagenten" unterwegs sind, anstatt in eigener Sache. Wenn wir es schaffen, eine Metaperspektive einzunehmen, kann es aber gelingen, mehr Eigenregie, mehr Selbst-Bewusstsein und Erfolg z.B. in der schwierigen Rolle eines Projektleiters zu generieren.

In diesem zweiten Teil erfahren Sie, wie Sie anfängliche Erfolge der eigenen inneren Umprogrammierung absichern und ausbauen. Es geht um das bewusste Erleben und die Berücksichtigung von "entscheidenden" Gefühlen, den Aufbau eines ausbalancierten Selbstbilds, der eigenen Person als "Gesamtkunstwerk" sozusagen, das die ersehnte Souveränität eines "Agenten in eigener Sache" bedeuten kann.

Was macht Glaubenssätze so stabil?

Wunsch nach emotionaler Sicherheit

Ein Hauptgrund für die Stabilität dürfte sein, dass Glaubenssätze, Überzeugungen und Prinzipien, die sich aus Erziehungsbotschaften speisen, oftmals von starken Emotionen begleitet werden. Als Kinder werden wir am laufenden Band belohnt oder bestraft für "richtiges" oder "falsches" Verhalten im Sinne unserer Eltern, je nach ihrem Wertesystem, nach ihrem Glaubenssystem.

Wenn unsere Eltern glauben, das Fleiß und zähes Durchhaltevermögen bis fast zur Selbstaufgabe erst persönlichen und gesellschaftlichen Erfolg garantiert, dann werden wir genau für Verhaltensweisen belohnt, die genau diesem Prinzip entsprechen. Geben wir dagegen auf, werden wir bestraft oder im schlimmsten Fall auch noch lächerlich gemacht. Wir lernen als Kinder und Jugendliche sehr schnell, was für unsere Eltern richtig und was falsch ist, und vor allem, wie wir Bestrafungen entkommen können und Belohnungen "erwirtschaften".

Ein wichtiger Grund

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