Erfahrungsbericht eines Teilnehmers: Die Ausbildung zum Projektingenieur VDI

Kämpfen Sie sich auch gerade durch ein Projekt? Erschweren liegen gebliebene Aufgaben, Zeitnot und fehlende Vereinbarungen Ihren Projektalltag? Dann ist es Zeit, etwas dagegen zu tun. Dipl.-Ing. Detlef Schade entschloss sich deshalb, die 23-tägige Qualifizierung zum Projektingenieur beim VDI (Verein deutscher Ingenieure) zu absolvieren. In seinem Beitrag beschreibt er neben dem Aufbau und den Inhalten des Kurses vor allem seine Eindrücke und Erfahrungen sowie den Nutzen, den er aus dem Lehrgang für die alltägliche Projektpraxis gezogen hat.

Mein Erfahrungsbericht soll all denjenigen eine Entscheidungshilfe geben, die sich gerade durch ein Projekt "wurschteln". Denjenigen, die am Ende eines 16, 18 oder 20 Stunden Tags müde ins Bett fallen, sich Gedanken über die Aufgaben machen, die liegen geblieben sind, darüber, dass das Projektende kurz bevor steht und die Zeit wieder einmal nicht ausreicht.

Er ist als Entscheidungshilfe für eine Maßnahme gedacht, die dazu beiträgt, sich nicht wieder und wieder über die fehlende Vereinbarung von Verantwortung, Aufgaben und Rechten zu ärgern oder über mangelnde Absprachen zu Kosten, Terminen und Qualität. Eine Maßnahme, die Ihnen den Projektalltag erheblich erleichtern kann und typische Probleme wie die eben genannten reduziert: die Qualifizierung zum Projektingenieur VDI (Verein deutscher Ingenieure).

Typische Probleme in Projekten

Mit den beschriebenen Problemen - um nur einige wichtige zu nennen - musste ich mich in Projekten immer wieder auseinandersetzen. Wie in vielen technischen und organisatorischen Dingen hat mir hier die Deutsche Industrie Norm (DIN) eine kleine Hilfestellung gegeben, in diesem Falle die DIN 69 900: "Ein Projekt ist ein größeres, einmaliges und komplexes Vorhaben, an dessen Planung, Gestaltung und Steuerung sowie Durchführung im allgemeinen mehrere Bereiche eines Betriebs oder mehrere Unternehmen beteiligt sind. Anfang und Ende der Projektdurchführung sind definiert."

Bedauerlicherweise steht die Realität oft im krassen Widerspruch dazu. Die beiden folgenden Beispiele machen dies deutlich.

Beispiel 1

Monatliches Vertriebsgespräch mit der Geschäftsführung. Lob seitens der Geschäftsführung über den abgeschlossenen Großauftrag. Problem: Das angebotene Produkt existiert noch nicht in der geforderten Spezifikation. "Herr Meier, sie haben doch das Produkt angeboten und sich bestimmt vorher mit den Entwicklungsabteilungen abgesprochen. Ich gehe davon aus, dass es bis zur Auslieferung in zwei Wochen fertig ist. Als erfahrener Vertriebsmann wissen Sie doch auch, was Projektmanagement ist und was noch ansteht. Und in Ihrer Funktion als Projektleiter können Sie sich die Leute aus den Entwicklungsabteilungen holen. Sie kennen doch Entwickler. Setzen Sie die ruhig unter Druck, sonst entwickeln die ständig weiter - egal, ob wir das Ergebnis benötigen oder nicht. Wenn Sie etwas brauchen, kommen sie ruhig zu mir. Ich sorge dann dafür, dass das richtig läuft." Dann wechselt er das Thema.

Beispiel 2

Der Chef ruft an und bittet seinen Mitarbeiter, für ein kurzes Gespräch zu ihm zu kommen. "Das Projekt für die Lieferung nach Italien läuft im Moment nicht so richtig. Wir bekommen das Produkt nicht so hin, wie es sein soll, und haben nur noch knapp vier Wochen Zeit", sagt er. "Bisher war das die Aufgabe von Müller. Es wäre schön, wenn sie ihn etwas unterstützen könnten. Ich werde ihn

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