Prozesse und Qualität im Griff

Lean Sigma – Grundzüge und Nutzen

Lean Sigma ist ein projektorientierter Managementansatz, der Geschäftsprozesse beschleunigen und gleichzeitig ihre Qualität erhöhen soll. Hierzu kombiniert er Aspekte aus dem Lean Management und Six Sigma. Trotz hoher Investitionskosten bei der Einführung versprechen Lean-Sigma-Projekte schnelle und hohe Rentabilität. Mittlerweile setzen auch mittelständische Unternehmen diese Methode ein. Markus H. Dahm und Christoph Haindl stellen Ihnen die Grundzüge von Lean Sigma vor und beschreiben, wie Sie damit Nutzen für Ihr Unternehmen erzielen.

Lean Sigma ist die Synthese aus zwei der populärsten Managementansätze für strategische Unternehmensführung: Lean Management und Six Sigma. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Grundzüge von Lean Sigma und seine Ursprünge vor. Anschließend erfahren Sie, wie Sie Lean Sigma einsetzen, um für das Unternehmen einen Nutzen zu erzielen.

Lean Sigma und seine Ursprünge

Lean Sigma leitet sich aus dem Prozessmanagementansatz "Lean Management" und dem Qualitätsmanagementkonzept "Six Sigma" ab. Ziel von Lean Sigma ist es, die Leistungsfähigkeit einer Organisation zu erhöhen, indem die Geschäftsprozesse zugleich beschleunigt und (im Sinne einer Null-Fehler-Qualität) verbessert werden. Lean Sigma ist ein Konzept für das strategische Management eines Unternehmens, deshalb kann es nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn das Management seine Einführung mit viel Engagement unterstützt. In der Regel verändert sich dadurch auch die Unternehmenskultur.

Ursprünglich wurde Lean Sigma in großen Industrieunternehmen eingesetzt, in den letzten Jahren findet es auch im Dienstleistungs- und insbesondere im Finanzdienstleistungsbereich Verbreitung. Unternehmen im Mittelstand zeigen ebenfalls verstärktes Interesse. Die zunehmende Bedeutung von Lean Sigma zeigt sich auch daran, dass immer mehr Beratungsunternehmen das Konzept in ihr Angebotsportfolio aufnehmen.

Lean Management

Lean Management beruht auf Forschungsergebnissen des Massachusetts Institute of Technology aus den 1980er Jahren und wurde aus dem Toyota Produktionssystem (TPS) abgeleitet. Das TPS ist darauf ausgelegt, Verschwendung jeder Art zu vermeiden und Produktionskosten zu senken. In Anlehnung daran beruht das Lean Management auf fünf Grundsätzen:

Proaktives Denken

Die zukünftigen Handlungen des Unternehmens werden vorausschauend durchdacht und gestaltet.

Achtsames Denken

Das Umfeld des Unternehmens wird aufmerksam beobachtet. Damit einher geht die Bereitschaft, auf Veränderungen des Umfelds zu reagieren.

Ganzheitliches Denken

Das Unternehmen wird immer als Ganzes in all seiner Komplexität betrachtet. Auf diese Weise lassen sich z.B. Doppelarbeiten entdecken und vermeiden.

Potenzialdenken

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