Minimum Viable Product im Projektmanagement umsetzen MVP: der agile Tausendsassa!

MVP: der agile Tausendsassa!

Die Entwicklung mittels Minimum Viable Product (MVP) ermöglicht, den Kundennutzen stets im Blick zu behalten und Anforderungen entsprechend umzusetzen. Marcus Funk und Christin Domin zeigen, wie Sie den MVP-Ansatz erfolgreich in Ihrem Projekt anwenden.

Management Summary

Minimum Viable Product im Projektmanagement umsetzen MVP: der agile Tausendsassa!

MVP: der agile Tausendsassa!

Die Entwicklung mittels Minimum Viable Product (MVP) ermöglicht, den Kundennutzen stets im Blick zu behalten und Anforderungen entsprechend umzusetzen. Marcus Funk und Christin Domin zeigen, wie Sie den MVP-Ansatz erfolgreich in Ihrem Projekt anwenden.

Management Summary

Dass Wandel und Fortschritt längst wichtige Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Unternehmen geworden sind, ist kein Geheimnis. Auch die Softwareentwicklung macht Unternehmen mit digitalen Produkten zukunfts- und wettbewerbsfähig und muss inzwischen immer höhere Erwartungen erfüllen und einen echten Wert stiften. Um das zu erreichen und qualitativ hochwertige und erfolgreiche digitale Anwendungen zu entwickeln, kommt es auch stark darauf an, wie Unternehmen sich organisieren oder Projekte durchführen. Auch hier fand in den letzten Jahren ein starker Wandel statt.

Legte man vor 10 Jahren noch den größten Wert auf gründliche Vorarbeit und Dokumentation, so treiben uns jetzt die Bedürfnisse der Nutzer und der sich ständig wandelnde Wettbewerb mehr denn je an. Die kontinuierlich wachsende Konkurrenz digitaler Produkte sorgt dafür, dass es längst nicht mehr ausreicht, "was Digitales zu machen". "First Mover" zu sein, ist inzwischen schwer (wenn auch nicht unmöglich). Längst gibt es für vieles eine Alternative, auch immer noch nicht-digitale Substitute. Um heute zu begeistern, müssen digitale Anwendungen genau die Bedürfnisse des Kunden erfüllen und seinen Nerv treffen.

Nutzerzentrierung war seit jeher bei FLYACTS das wichtigste Kriterium bei der App-Entwicklung. Die Antwort auf die Frage, wie wir das erreichen können, fanden wir in der MVP Methode. Die MVP Methodik bietet Unternehmen, Start-ups und Organisationen die Chance, wirklich das zu entwickeln, was gefragt ist, und zwar ohne das Risiko, zu viel Zeit, Geld oder Aufwand in die Entwicklung eines Produktes zu stecken, das im Endeffekt nicht wirklich überzeugt. Je anspruchsvoller die Vision, je komplexer das Produkt und je abstrakter das Ziel, umso wichtiger ist es, die Erfahrung und Meinung des Kunden zu kennen.

Unsere Erfahrung der letzten Jahre mit dem Minimum Viable Product in der Softwareentwicklung hat uns verdeutlicht, dass ein erfolgreicher Einsatz der MVP-Methode mehr erfordert als die Umsetzung der Theorie. Bei der Vorgehensweise nach MVP handelt es sich nicht nur um ein "Anti-Wasserfall-Modell" oder um Prototyping. Es bedarf eines bestimmten Mindsets und einer konkreten Vorgehensweise. Nicht nur die Entwicklungsabteilung, sondern auch das Projektmanagement sollte sich deshalb eingehend mit der MVP Methodik beschäftigen und diese verinnerlichen.

MVP – Was es ist und was es kann

Wenn wir ein Produkt nach der MVP Methodik entwickeln, so versuchen wir stufenweise und datenbasiert zum jeweils nächsten Entwicklungsschritt zu gelangen und uns dem Idealzustand des Anwenders (der Software) bzw. des Kunden anzunähern. Im Gegensatz zur Wasserfallmethode bestimmt bei der MVP Entwicklung nicht das Angebot die Nachfrage. Es entscheidet der Wunsch des Nutzers, was entwickelt wird. Und das muss natürlich zuvor hinsichtlich der Erfolgsaussichten geprüft werden. Das ist möglich, indem wir von Anfang an die Probleme, Wünsche und Vorstellungen des Nutzers berücksichtigen und ihm ein Produkt liefern, das möglichst genau seinen Vorstellungen und Wünschen entspricht. Schritt für Schritt entsteht so aus einem Minimum Viable Product (MVP) das perfekte Produkt: der Kundenliebling. Grundlegend notwendige Produkteigenschaften werden kontinuierlich so erweitert, dass der Kunde am Ende alle seine Wünsche in einem Produkt vereint sieht.

Mit Hilfe der MVP Entwicklung können wir Innovation entwickeln, bei der das Risiko einer Fehlentwicklung so gering wie möglich gehalten wird. Die ständige Rückversicherung beim Kunden und das Nachjustieren der Anforderungen sorgen dafür, dass immer nur das entwickelt wird, was gewünscht und notwendig ist.

Ein weiterer Grund, weshalb die MVP Entwicklung so erfolgversprechend ist, ist die Tatsache, dass wir in kleinen Schritten vorgehen. So lassen sich schnell, ohne zu viel Energie und Zeit in unnütze Arbeit zu stecken, gute Ergebnisse erzielen. Über das Ziel hinaus zu schießen oder – noch schlimmer – es aus den Augen zu verlieren, wird beinahe unmöglich.

Anhand dieser Grafik (s. Bild 1), die auf der MVP Darstellung von Henrik Kniberg basiert, möchten wir veranschaulichen, was MVP im Kern bedeutet, worauf es ankommt und was MVP von der Wasserfallmethode und der Prototypenentwicklung unterscheidet:

Was an der MVP wirklich anders ist - eine nach H. Kniberg adaptierte und angepasste Darstellung
Bild 1: Was an der MVP wirklich anders ist - eine nach H. Kniberg adaptierte und angepasste Darstellung

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