Lernende Projekte - Mitarbeiter vernetzen und Wissen schnell zugänglich machen

Damit ein Projekt zügig vorangetrieben werden kann, müssen Mitarbeiter schnell auf das Wissen zuzugreifen können, das sie für ihre Arbeit brauchen. Sigrid Hauer beschreibt anhand eines Projekts in der Elektronikbranche, wie sich der schnelle Zugriff auf Wissen mit Hilfe einer Wissenslandkarte gewährleisten lässt. Die Fähigkeit eines Projektteams, das Wissen seiner Mitglieder zu vernetzen und dadurch unerwartete Situationen und Probleme während des Projektverlaufs zu bewältigen, ist ein wesentliches Merkmal eines so genannten "Lernenden Projekts".

Es gibt zwei wesentliche Aspekte des Wissensmanagements. Einerseits soll das einmal erworbene Wissen bewahrt werden, so dass es anderen Projekten und Teams zur Verfügung steht und ein einmal durchlaufener Lernprozess nicht wiederholt werden muss. Andererseits geht es darum, während eines Projekts das Wissen zu erwerben, das für den erfolgreichen Abschluss benötigt wird, aber noch nicht zur Verfügung steht. Dieses Wissen erhält der Projektleiter z.B., indem er Experten einkauft oder befragt oder indem sich die Mitarbeiter gezielt weiterbilden. Neues Wissen entsteht aber auch durch "Trial and Error", durch Kommunikation im Team sowie durch den Umgang mit unerwarteten Situationen und Anforderungen - wenn das Projektteam also Probleme löst, Hindernisse überwindet und Aufgaben bewältigt.

Die folgenden Ausführungen behandeln den zweiten Aspekt des Wissensmanagements, also den Erwerb von Wissen und den Umgang mit Wissen während der Projektabwicklung. Ist Wissen immer dort im Team vorhanden, wo es benötigt wird, kann ein Projekt zügig vorangetrieben werden. Um das zu gewährleisten, müssen die Mitarbeiter schnell auf das Wissen zugreifen können, das sie für ihre Arbeit brauchen. Auf diese Weise ist es einem Team möglich, auch unerwartete Situationen zu meistern und es hat bessere Chancen auf Erfolg.

Anhand eines Beispiels aus der Elektronikbranche wird aufgezeigt, wie Wissen im Projekt den Teammitgliedern zur Verfügung gestellt werden kann, so dass Wissenslücken schnell aufgefüllt werden können. Die Fähigkeit eines Projektteams, das Wissen seiner Mitglieder zu vernetzen und unerwartete Situationen während des Projektverlaufs zu bewältigen, ist ein wesentliches Merkmal eines so genannten "Lernenden Projekts".

Lernende Projekte

Überraschungen können in jedem Projekt auftreten: Anforderungen werden geändert, ein Lieferant sagt kurzfristig ab oder neue technische Abhängigkeiten werden entdeckt. Solche Überraschungen können ein Projekt in Bedrängnis bringen oder sogar zu seinem Abbruch führen. Ist das Projekt jedoch "robust", kann es Überraschungen bewältigen. Lernende Projekte sind Projekte, deren Teams mit Überraschungen umgehen können. Die Mitarbeiter reagieren als Team erfolgreich auf unerwartete Situationen und finden gemeinsam Lösungen für Probleme. Flexibilität, Teamgeist, Kommunikationsstärke und Einfallsreichtum sind dafür wesentliche Voraussetzungen. Die Mitarbeiter vernetzen ihr Wissen, lernen aus Fehlern und Erfolgen und suchen nach pragmatischen Lösungen - auch außerhalb vorgegebener Denkmuster.

Grundvoraussetzungen für ein solches Lernendes Projekt sind:

  • Kooperations- und Konfliktfähigkeit im Team
    Die Mitarbeiter müssen willens sein, zusammen zu arbeiten und zu kooperieren. Fragen sind ausdrücklich erlaubt, Meinungsverschiedenheiten werden offen gelegt und sachlich ausgetragen.
  • Fehlertoleranz und die Fähigkeit zur Reflexion
    Fehler sind zulässig, da man sie ohnehin nie ganz vermeiden kann. Damit Fehler zur Lernchance werden können, darf es keine
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