Kundenorientierte und marktgerechte Produktentwicklung

Mit QFD zur innovativen LED-Beleuchtung

Teil 2: Effizient das richtige Produkt spezifizieren
Im ersten Teil dieses Beitrags erfuhren Sie, wie Sie die "Stimme des Kunden" in Form von konsolidierten und priorisierten Anforderungen erfassen. Nun geht es darum, die Spezifikation des Produkts zu erstellen. Dr. Christine Knorr beschreibt im zweiten Teil dieses Artikels wie Sie mit Quality Function Deployment die möglichen technischen Funktionen so zusammenstellen, dass das neue Produkt sowohl die Kunden überzeugt als auch mit der eigenen Produktstrategie in Einklang steht.

 

Im ersten Teil dieses Beitrags: "Die Stimme des Kunden verstehen" lernten Sie das Prinzip des Quality Function Deployments (QFD) kennen und erfuhren anhand eines Fallbeispiels, wie Sie aus Kundenwünschen konkrete Anforderungen ableiten und diese zum Zweck der Produktentwicklung priorisieren. Dies waren die ersten beiden der vorgestellten neun Schritte des QFD-Prozesse (siehe Teil 1).

Dieser Teil beschreibt die nächsten sieben Schritte zur Spezifikation des Produkts. Mit ihnen stellen Sie die möglichen technischen Funktionen so zusammen, dass das neue Produkt sowohl die Kunden überzeugt als auch mit der eigenen Produktstrategie in Einklang steht.

Produktmerkmale identifizieren, Zielwerte und Optimierungsrichtung bestimmen

Jetzt verschiebt sich der Schwerpunkt der Aktivitäten auf den Aspekt "Technik". Neben der Entwicklung sind dabei auch Anwendungstechnik, Produktion, Produktmanagement und – je nach Unternehmen und Organisationsform – weitere Bereiche involviert. Das Team sucht zuerst nach Produktmerkmalen, die Lösungsansätze für die Kundenanforderungen sind. Die so erhaltenen charakteristischen Merkmale werden in die Tabelle eingetragen und nach Oberbegriffen gruppiert (vgl. Tabelle 1). Optimierungsrichtung und Ziel-, bzw. Grenzwerte quantifizieren die Merkmale.

Team und Moderator müssen darauf achten, dass hier keine denkbaren Lösungen eingesetzt werden, sondern Leistungsmerkmale. Ich möchte dies anhand eines Beispiels verdeutlichen:

Die Kundenanforderung "Lichtstreifen gut sichtbar über Raumhöhe" kann z.B. durch die Spezifikation "10 helle LED des Typs X vom Hersteller Y" gut erfüllt werden. Dies stellt allerdings bereits eine mögliche Lösung dar und schränkt die Anzahl der Lösungsmöglichkeiten an dieser Stelle unnötig ein. Vielleicht findet sich ja ein anderer Hersteller, bei dem bereits 8 LEDs genügen. Ein besseres

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