Stress abbauen, Burnout vorbeugen

Neue Kraft durch neue Haltung mit dem Zürcher Ressourcenmodell

Sie stecken in einem anspruchsvollen Projekt, sind beruflich und privat stark eingespannt, Erschöpfung macht sich breit. Jetzt die Zähne zusammenbeißen, noch mehr geben und hoffen es wird besser? Nein, sagt Johannes Storch und liefert mit dem Zürcher Ressourcenmodell eine Alternative, die im Einklang mit Ihren Gefühlen steht und Kraft spendet.
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Enge Termin- und Budgetvorgaben bei Projekten verursachen immer wieder Stress. Solange dieser vorübergehend ist und nach einem Projekt wieder Zeit zum Krafttanken bleibt, ist dagegen nichts einzuwenden. Wenn jedoch parallel noch private "Projekte" und ein vollgestopfter Terminkalender in der Freizeit hinzukommen, entsteht krankmachender Stress, schlimmstenfalls droht ein Burnout.

Auch wenn die Geschichten dahinter individuell sind, so haben doch alle chronisch Gestressten eines gemeinsam: Sie haben den Zugang zu ihren Emotionen, Gefühlen und Bedürfnissen verloren. Um diesen Zugang wiederzufinden, entwickelten Dr. Maja Storch und Dr. Frank Krause 1992 das Zürcher Ressourcenmodell (ZRM) an der Universität Zürich. Das ZRM baut darauf auf, Gefühle wieder wahrzunehmen und mit ihnen zu arbeiten, um langfristige Ziele zu erreichen und die Ergebnisse zu halten.

In diesem Beitrag stelle ich Ihnen das ZRM und dessen Einsatz als Stressprävention anhand eines Praxisbeispiels vor.

Woran erkenne ich einen drohenden Burnout?

Meistens sind es bestimmte Verhaltensmuster, die auf Dauer zu einer Selbstüberforderung führen, z.B. ein ausgeprägtes Harmoniebedürfnis und die daraus resultierende Schwierigkeit sich abzugrenzen und "nein" sagen zu können. Oder der Unfähigkeit, seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen und sie im Alltag zu berücksichtigen. Egal, was die Gründe für eine Überlastung sind, die Anzeichen für einen drohenden Burnout sind sehr ähnlich:

  1. Emotionale Erschöpfung
  2. Selbstentfremdung und Zynismus gegenüber seinen Mitmenschen
  3. Reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit

Wenn Sie Ihre eigene Burnout-Gefährdung testen wollen, können Sie dies mit Hilfe des frei verfügbaren Maslacher Burnout Inventory-Fragebogens (kurz MBI-Fragebogen) tun. Anhand von 22 Fragen erhalten Sie eine Einschätzung, ob Sie Burnout-gefährdet sind.

Typischer Umgang mit hoher Arbeitsbelastung

Bei einer Burnout-Gefährdung können Sie mit dem Zürcher Ressourcenmodell aktiv gegensteuern. Bevor wir gemeinsam mit der Arbeit mit dem Modell starten, möchte ich Ihnen noch zwei gegensätzliche Ansätze zum Umgang mit hoher Arbeitsbelastung vorstellen: Die Selbstkontrolle und die Selbstregulation.

Die Selbstkontrolle – mit Disziplin zum Ziel

Eine weit

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