PM-Kampagne beim Automobilzulieferer Hella

Der Automobilzulieferer Hella hat sich innerhalb kurzer Zeit von einem lokalen Produktentwickler zu einem Global Player mit Standorten in Indien, China, Mexiko und den USA entwickelt. Im Zuge dieser rasanten Umgestaltung konnten die bisherigen Standards nicht mithalten und mussten neu angepasst werden. Hella startete zu diesem Zweck 2003 ein groß angelegtes, unternehmensweites Projekt zur Optimierung der Projektarbeit: die Kampagne "Projektmanagement made by Hella" (PMH). Bernhard Wolters beschreibt den Ablauf der Kampagne und zieht Bilanz.

In der Automobilindustrie werden die Produkte und Projekte der Entwicklungsabteilungen immer komplexer. Teams arbeiten weltweit verstreut in der Konstruktion und an der Entwicklung von Soft- und Hardware. Komponenten werden parallel an verschiedenen Standorten gefertigt, wobei unterschiedliche Projektmanagement-Kenntnisse und kulturelle Eigenheiten berücksichtigt werden müssen. Die Anforderungen bei der Konstruktion und Fertigung sind dadurch in den letzten Jahren extrem gestiegen - ebenso wie die Anforderungen an das Projektmanagement.

Hella KGaA

Der Automobilzulieferer Hella KGaA Hueck & Co. entwickelt und fertigt Komponenten und Systeme der Lichttechnik und Elektronik für die Automobilindustrie. In Joint-Venture-Unternehmen entstehen darüber hinaus komplette Fahrzeugmodule, Klimasysteme und Bordnetze. Hella verfügt über eine der weltweit größten Handelsorganisationen für Kfz-Teile und Zubehör mit eigenen Vertriebsgesellschaften und Partnern in mehr als 100 Ländern. Der konsolidierte Umsatz des Hella-Konzerns liegt bei 3,1 Milliarden Euro. Hella zählt zu den 100 größten deutschen Industrieunternehmen. Weltweit sind 24.000 Menschen in 65 Fertigungsstätten, Produktions-Tochtergesellschaften und Joint Ventures beschäftigt. Mehr als 2.900 Ingenieure und Techniker arbeiten konzernweit in Forschung und Entwicklung. Zu den Kunden zählen alle führenden Automobil- und Systemhersteller sowie der Kfz-Teilehandel.

Auslöser der PMH-Kampagne

Ende 2001 bat Hella seine Kunden im Rahmen einer periodisch durchgeführten Befragung unter anderem um Feedback zur Leistung im Projektmanagement. Aus dem Ergebnis zog Hella den Schluss, dass ein durchgängiges Projektmanagement-System, klare Entscheidungsträger, eine straffere Teamkoordination und eine Verbesserung des Informationsaustauschs erforderlich sind, um eine optimale Teamarbeit und gute Projektergebnisse für beide Seiten zu erzielen. Dies wurde auch durch eine interne Befragung weitgehend bestätigt.

Hintergrund ist die zwar organische, aber rasante Entwicklung Hellas vom lokalen Produktentwickler zum Global Player, bei der die Standards nicht folgen konnten. Das spiegelte sich in der Managementleistung der Teams, vor allem bei standortübergreifenden Teams wider. Die Geschäftsführung war sich einig, dass die Marktanteile im globalen Wettbewerb nur dann langfristig gesichert werden können, wenn Teams optimal zusammenarbeiten. Sie zog deshalb die Konsequenzen aus dem Ergebnis der Kundenbefragung und rief Anfang 2003 ein Projekt zur Optimierung der Projektarbeit ins Leben: die Projektmanagement Kampagne "PMH" (Projektmanagement made by Hella).

Ziel der PMH-Kampagne

Bis vor kurzem entwickelte Hella seine Produkte hauptsächlich an deutschen Standorten. Durch die zunehmende Globalisierung wurden jedoch auch die Entwicklungsleistungen ins Ausland transferiert, nicht zuletzt auch auf Grund der Forderungen der Kunden. Die

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