Gewaltfreie Kommunikation So lösen und vermeiden Sie Konflikte

In Projekten arbeiten Sie oft mit Menschen zusammen, die Sie nicht gut kennen. Schnell entstehen unter diesen Umständen Missverständnisse und Konflikte, die den Projekterfolg ernsthaft gefährden können. Wie aber sprechen Sie solche Konflikte an und wie schaffen Sie diese aus dem Weg? Matthias Bühler stellt Ihnen mit der Gewaltfreien Kommunikation eine Methode für einen lösungsorientierten Umgang mit Konflikten vor.

 

Gewaltfreie Kommunikation So lösen und vermeiden Sie Konflikte

In Projekten arbeiten Sie oft mit Menschen zusammen, die Sie nicht gut kennen. Schnell entstehen unter diesen Umständen Missverständnisse und Konflikte, die den Projekterfolg ernsthaft gefährden können. Wie aber sprechen Sie solche Konflikte an und wie schaffen Sie diese aus dem Weg? Matthias Bühler stellt Ihnen mit der Gewaltfreien Kommunikation eine Methode für einen lösungsorientierten Umgang mit Konflikten vor.

 

Konflikte und wie man sie ansprechen oder gar lösen kann, sind ein konstant wiederkehrendes Thema in jedem Beruf, in dem Menschen eng in Abstimmung miteinander arbeiten müssen. Die Projektarbeit bietet daher schon von Natur aus Konflikten einen guten Nährboden. Kommt dann noch wirtschaftlicher Druck oder eine knappe Deadline hinzu, sind Konflikte quasi vorprogrammiert.

Die tückischste Art von Konflikten sind die unausgesprochenen. Sie brodeln unter der Oberfläche und gestalten die Zusammenarbeit für alle Beteiligten anstrengend und damit ineffektiv.

Doch wie spricht man einen Konflikt an?

Auf diese Frage gibt es je nach Methode unterschiedliche Antworten, im Kern stecken aber in jeder die gleichen Elemente:

  • eine interpretationsfreie Situationsbeschreibung
  • bei sich bleiben (Wie ging es MIR dabei?)

In diesem Artikel stelle ich Ihnen Schritt für Schritt – unterstützt durch Beispiele – die Methode der Gewaltfreien Kommunikation vor. Sie zeigt, wie Sie mit Konflikten umgehen, damit diese nicht wie ein Damoklesschwert über Ihren Projekten schweben und die Kommunikation erschweren.

Gewaltfreie Kommunikation

Gewaltfreie Kommunikation (im folgenden GfK) wurde von dem Amerikanischen Psychologen Marshall Rosenberg in den 1960er Jahren entwickelt. Auslöser war seine Auseinandersetzung mit der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Durch seine Hilfe konnte die Rassentrennung an Schulen und Institutionen auf friedvollem Wege rückgängig gemachte werden. Seitdem hat Marshall Rosenberg weltweit in Krisengebieten geholfen Konflikte friedlich beizulegen.

Bild 1: Giraffe – Symboltier der GFK: Der lange Hals steht für die Weitsicht, das große Herz (das größte bei den Landsäugetieren) für Mitgefühl.

Bild 1: Giraffe – Symboltier der GFK: Der lange Hals steht für die Weitsicht, das große Herz (das größte bei den Landsäugetieren) für Mitgefühl.

Unerfüllte Bedürfnisse als Ursache für Konflikte

Die GfK folgt dem Grundgedanken, dass Bedürfnisse - bzw. deren Erfüllung - die Grundlage unseres Handelns darstellen. Wenn wir also einen Konflikt haben, wird mindestens ein Bedürfnis einer Konfliktpartei nicht erfüllt. Konfliktlösung ist daher nur dann nachhaltig möglich, wenn die Konfliktparteien gegenseitig ihre Bedürfnisse kennen und Ihre Strategien zur Erfüllung ihrer Bedürfnisse aufeinander anpassen.

Die GfK besteht in der Kommunikation primär aus vier Bestandteilen:

  • Beobachtung
  • Gefühl
  • Bedürfnis
  • Bitte

Zur Veranschaulichung der Methode dient im weiteren Verlauf folgendes Szenario:

Frau Schmidt ist Projektleiterin in einem frisch gestarteten Projekt. Herr Müller ist einer von fünf Mitarbeiter die dem Projekt zugeteilt sind.

Am Freitag gab es ein Meeting, in dem Frau Schmidt die durch Nutzertests herausgefundenen Ergebnisse und die in Folge dessen neu hinzukommende Anforderungen vorgestellt hat. Herr Müller hat während des Meetings wiederholt die Augen verdreht und jede Anforderung mit Worten wie "Das ist so gar nicht umsetzbar" abgelockt.

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