Aktives Zuhören

Synonyme

Active Listening
Spiegeln

Beim Aktiven Zuhören spiegelt der Zuhörer dem Gesprächspartner sowohl sachliche als auch emotionale Aspekte seines Redebeitrags zurück. Insbesondere bei schwierigen und emotionalen Themen baut diese Form der Gesprächsführung gegenseitiges Vertrauen auf und verbessert so die Kommunikation. Mit Aktivem Zuhören ist es zudem möglich, eine Verhaltensänderung des Gesprächspartners anzustoßen.

Aktives Zuhören

Aktives Zuhören

Synonyme

Active Listening
Spiegeln

Beim Aktiven Zuhören spiegelt der Zuhörer dem Gesprächspartner sowohl sachliche als auch emotionale Aspekte seines Redebeitrags zurück. Insbesondere bei schwierigen und emotionalen Themen baut diese Form der Gesprächsführung gegenseitiges Vertrauen auf und verbessert so die Kommunikation. Mit Aktivem Zuhören ist es zudem möglich, eine Verhaltensänderung des Gesprächspartners anzustoßen.

Aktives Zuhören

Einsatzmöglichkeiten

  • Grundsätzlich bei allen Zweier-Gesprächen, vor allem dann, wenn Angelegenheiten mit hoher Priorität behandelt werden
  • Besprechung kritischer Punkte mit Teammitgliedern
  • Verhandlungen, insbesondere dann, wenn diese ins Stocken geraten
  • Mitarbeitergespräche, insbesondere dann, wenn eine Verhaltensänderung beim Mitarbeiter erreicht werden soll
  • Beratungs- und Coaching-Gespräche, insbesondere dann, wenn Kommunikationsschwierigkeiten oder Konflikte bearbeitet werden
  • Im Rahmen von Kommunikations- und Verhaltenstrainings

 

Vorteile
Aktives Zuhören vermeidet Missverständnisse, da der Gesprächspartner sofort ein Feedback zu seinem Redebeitrag erhält.
Aktives Zuhören erhöht die Empathie für den Gesprächspartner und erleichtert es dadurch, den anderen zu verstehen.
Gesprächsergebnisse werden nachhaltiger, da eine höhere Verbindlichkeit entsteht.
Aktives Zuhören baut einen intensiven Kontakt mit dem Gesprächspartner auf und steigert dadurch die Effizienz der Kommunikation.
Grenzen, Risiken, Nachteile
Aktives Zuhören ritualisiert und verlangsamt Gespräche. Es sollte deshalb nicht mechanisch in jedem Gespräch eingesetzt werden, sondern nur dann, wenn der Gesprächsverlauf damit verbessert wird.
Es sollte nicht dazu verwendet werden, den Gesprächspartner zu therapieren.
Es sollte nicht zur Manipulation z.B. von Mitarbeitern und Kunden eingesetzt werden, weil dies langfristig das Vertrauen zum Gesprächspartner gefährdet.
Voraussetzungen

Wichtig für das Aktive Zuhören ist Ihre Einstellung zum Gesprächspartner. Diese sollte durch die folgend beschriebene Haltung geprägt sein:

Humanistisches Weltbild

Unterstützen Sie die Selbstverwirklichungstendenz ihres Gesprächspartners. Vermitteln Sie ihm, dass er in dem Gespräch neue Erfahrungen machen und persönliche Veränderungen einleiten kann.

Wertschätzung

Geben Sie Ihrem Gesprächspartner verbal und nonverbal zu verstehen, dass Sie Interesse und Verständnis für das von ihm Gesagte haben.

Empathie

Versuchen Sie, sich emotional in die Lage des Gesprächspartners zu versetzen. Dadurch fühlt sich der Gesprächspartner verstanden und öffnet sich im Gespräch.

Qualifizierung

Grundsätzlich kann Aktives Zuhören selbstständig schrittweise eingeübt werden, da es "nur" eine Intensivierung der zwischenmenschlichen Kommunikation darstellt. Wer jedoch Aktives Zuhören regelmäßig in professionellen Gesprächssituationen (z.B. Mitarbeitergesprächen, Konfliktgesprächen) einsetzen will, sollte ein entsprechendes Kommunikationstraining besuchen oder mit einem speziell geschulten Trainer üben.

Herkunft

Die US-amerikanischen Psychologen und Psychotherapeuten Carl Rogers (1902 – 1987) und Richard Farson (1926 – 2017) prägten 1957 den Begriff "Acitve Listening" (Rogers, C. and Farson, R.: Active Listening, 1957) und beschrieben diese Art der Gesprächsführung als Werkzeug für die Klientenzentrierte Psychotherapie (Gesprächspsychotherapie). Die Methode wurde dann auf die Anwendung im Bereich der Kommunikation im wirtschaftlichen Kontext übertragen.

Die Methode des Aktiven Zuhörens findet sich als Bestandteil in vielen weiteren Kommunikationsmethoden und wurde von anderen Psychologen weiterentwickelt, so z.B. von Thomas Gordon (1918 - 2002).

Praxistipps ...

Varianten ...

Fachartikel zur Methode

Bei der Verhandlung mit dem Kunden beharren beide Seiten auf ihren Forderungen. Am Ende kochen die Emotionen hoch und man trennt sich im Streit.

Sie brauchen eine Lösung für ein Problem, haben aber völlig andere Vorstellungen vom Lösungsweg als Ihr Gesprächspartner?

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Wann haben Sie sich zuletzt über eine unvollständige oder flapsig formulierte E-Mail geärgert? Kommunikation, z.B. per E-Mail oder im direkten Gespräch kann anstrengend sein – insbesondere wenn das Gegenüber eine andere Meinung vertritt.

In Projekten arbeiten Sie oft mit Menschen zusammen, die Sie nicht gut kennen. Schnell entstehen unter diesen Umständen Missverständnisse und Konflikte, die den Projekterfolg ernsthaft gefährden können.

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