Bilder im Kopf – Wichtiges leicht gemerkt

In Projekten gibt es immer wieder Situationen, in denen man sich ohne Hilfsmittel etwas merken will. Als Projektleiter würden Sie z.B. gerne Präsentationen frei halten, können aber die Abfolge der einzelnen Punkte nicht im Kopf behalten. Oder Sie wollen endlich die Telefonnummer des PMO-Mitarbeiters immer parat haben anstatt jedes Mal in Ihren Kontaktdaten nachzuschauen. Der Gedächtnistrainer Oliver Geisselhart stellt in diesem Tipp eine Technik vor, mit der Sie sich nicht nur Informationen leicht merken, sondern auch in der richtigen Reihenfolge behalten können.

Gehören Sie auch zu den Menschen, die sich immer wieder über ihr schlechtes Gedächtnis ärgern? Z.B. möchten Sie sich endlich die Telefonnummer des PMO-Mitarbeiters merken, die Sie so häufig brauchen. Oder Sie würden gerne einmal eine Präsentation halten, ohne ständig auf Ihre Stichwortkarten schauen zu müssen. Dieser Tipp stellt Ihnen eine einfache Methode vor, mit der Sie in kürzester Zeit viele Informationen abspeichern können.

In Bildern denken

Um sich auch im Projektalltag Informationen schnell und einfach zu merken, ist es notwendig, in Bildern zu denken. Bilder behält unser Gehirn wesentlich besser als reine Zahlen, Daten oder Fakten. Denn ein Bild nimmt im Kopf mehr "Speicherplatz" ein als ein einfaches Wort. Durch Bilder werden verschiedene Gehirnregionen angesprochen und so viel mehr Synapsen geschaltet und benutzt. So lassen sich Bilder auch wieder einfacher abrufen. Auf dieser Grundlage funktioniert die hier vorgestellte Methode.

Beispiel

Herr Müller soll beim anstehenden IT-Projekt das Arbeitspaket "Datenmodell entwerfen" bearbeiten. Da es sich um ein sehr wichtiges Arbeitspaket handelt, möchten Sie fortlaufend über den Status informiert sein. Sie nehmen sich deshalb vor, Herrn Müller regelmäßig auf den Fortschritt hin anzusprechen, also jedes Mal, wenn Sie ihn sehen.

Um das nicht zu vergessen, stellen Sie sich Herrn Müller vor, wie er im Anzug ein Klettergerüst (das Datenmodell) zusammenbaut und auf diesem herumturnt. Stellen Sie sich weiter vor, dass er bei Ihrem Anblick das Gleichgewicht verliert, stürzt und kopfüber baumelnd zwischen den einzelnen Stangen des Gerüsts hängen bleibt. Sie können davon ausgehen, dass Ihnen in den nächsten Tagen beim Anblick von Herrn Müller immer das entsprechende Arbeitspaket einfallen wird.

Lassen Sie dabei Ihrer Kreativität freien Lauf. Ein typischer Fehler ist, dass die Bilder, in denen Sie denken, zu "normal" sind. Denn je schräger die Bilder in Ihrem "Kopfkino" ablaufen, umso besser lassen sich Informationen speichern. Die Bilder sind dann "merk-würdig". Zudem ist es notwendig, die Bilder vor seinem geistigen Auge zu sehen. Stellen Sie sich also nicht einfach nur mal eben schnell ein Bild vor, sondern nehmen Sie sich kurz Zeit, die Situation zu verinnerlichen.

Listenpunkte einfach merken

Auch Listenpunkte können Sie sich mit Bildern einfach in der richtigen Reihenfolge merken. Dafür legen Sie sich zuerst im Kopf ein eigenes Ordnungssystem, eine Art Regalsystem, an. Dies funktioniert am besten, wenn Sie den Zahlen von 0 bis 10 jeweils Symbole zuordnen, die den Zahlen in ihrer Erscheinung ähneln. Ich verwende das in Bild 1 dargestellte System,

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