Critical Chain Project Management

Teil 3: Anleitung zur operativen Projektplanung
Die konkreten Schritte für Ihre Projektplanung nach Critical Chain erläutert Uwe Techt im letzten Teil dieser Serie. Mit optimierten Pufferzeiten wird sowohl die maximale Geschwindigkeit bei der Projektdurchführung erreicht als auch die Variabilität des Verlaufs berücksichtigt. Erfahren Sie auch, wie Sie mit Hilfe einer "Virtual Drum" dafür sorgen, dass nur so viele Projekte gleichzeitig "in progress" sind, wie Ihre Organisation bewältigen kann.

Im vorhergehenden Teil dieser Serie stellte ich die zentralen Mechanismen des Critical Chain Project Management in Multiprojektumgebungen vor. Die Staffelung der Projekte anhand der Virtual-Drum-Ressource, das Staffelläufer-Prinzip und die eindeutige Priorisierung anhand des Pufferverbrauchs gewährleisten, dass das gesamte Projektportfolio mit maximaler Geschwindigkeit bearbeitet wird.

Im Folgenden beschreibe ich, wie man diese Mechanismen operativ bei der Projektplanung in einer Multiprojektumgebung umsetzt. Dabei sind folgende Fragen zu beantworten:

  1. Wie detailliert soll ein Projektplan sein, damit sowohl das einzelne Projekt als auch die Multiprojektumgebung möglichst gut gesteuert werden können?
  2. Wie kann in einem Projekt ausreichend Sicherheit eingeplant werden, um gegen die Variabilität des Projektverlaufs und das Auftreten von Murphy's Law gewappnet zu sein?
  3. Wie können die Projekte so gestaffelt werden, dass nicht mehr Projekte gleichzeitig "in progress" sind als die Organisation ohne Geschwindigkeitsverlust für das einzelne Projekt verkraften kann?

Die Antworten auf diese Fragen, gehen vom Grundprinzip aus: Jede Planung ist nutzlos, wenn sie nicht die Umsetzung erheblich unterstützt.

Planung der einzelnen Projekte

Detaillierungsgrad der Projektpläne – Detail versus Übersichtlichkeit

Allgemein akzeptiert ist die Erkenntnis, dass Projekte ohne Planung nicht oder kaum zu managen sind. Gibt es keinen Projektplan, weiß niemand, wann welche Ressource erforderlich ist und was erledigt sein muss, bevor etwas anderes getan werden kann. Deshalb erstellen Projektmanager vor Beginn eines Projekts einen Plan, der folgende Fragen beantwortet:

  • Was ist zu tun? Welche Vorgänge sind erforderlich?
  • Welche Abhängigkeiten bestehen zwischen den Vorgängen?
  • Welche Ressource muss welchen Vorgang bearbeiten?
  • Wie lange dauern die Vorgänge und wie lange dauert das Projekt?

Aber wie detailliert soll die Planung sein? Wer Projekte plant, befindet sich in einem Dilemma: Es gibt gute Gründe für mehr und ebenso gute Gründe für weniger Details im Projektplan.

Verfechter sehr detaillierter Pläne führen an:

  • Nur mit vielen Vorgängen lassen sich alle Zusammenhänge korrekt abbilden.
  • Der Projektleiter kann den Projektablauf nur dann in den Griff bekommen, wenn er alle Aufgaben detailliert voraus plant.
  • Je genauer man plant, umso besser wird man die Umsetzung managen können.

Andererseits wird über zu detaillierte Planung oft

Anzeige
Jetzt kostenlos weiterlesen!
Abonnenten des Projekt Magazins wissen mehr!
Starten Sie jetzt unser 4-wöchiges Kennenlern-Angebot: Die Anmeldung dauert nur ein paar Minuten – Sie können also gleich weiterlesen.
  • KostenlosDas Kennenlern-Angebot kostet Sie nichts.
  • Kein RisikoSie können jederzeit kündigen, ohne dass Ihnen Kosten entstehen.
  • Einen Monat lang alles lesen4 Wochen Online-Zugriff auf alle Inhalte des Projekt Magazins.
Tech Link