Critical Chain Project Management

Teil 1:
Herrschende PM-Paradigmen als Bremsklotz

Critical Chain Project Management (CCPM) verspricht, Projektlaufzeiten um bis zu 25% zu reduzieren und die Rentabilität von projektorientierten Unternehmen deutlich zu steigern. Hierfür sind etablierte Paradigmen, wie z.B. der sofortige ProjektstartProjektstartProjektstart ist der Termin, zu dem der Lenkungsausschuss den Beginn des Projekts genehmigt., zu überwinden. Auch müssen neue Strategien eingeführt werden, wie z.B. die Optimierung der Multiprojektumgebung als Ganzes. Uwe Techt beschreibt in dieser Artikelserie umsetzungsgerecht die Herangehensweisen und Methoden des CCPM. Erfahren Sie im ersten Teil, von welchen traditionellen Paradigmen Sie sich verabschieden müssen, damit diese die Projektarbeit nicht länger bremsen und Projektmitarbeiter frustrieren.

Critical Chain Project Management

Teil 1:
Herrschende PM-Paradigmen als Bremsklotz

Critical Chain Project Management (CCPM) verspricht, Projektlaufzeiten um bis zu 25% zu reduzieren und die Rentabilität von projektorientierten Unternehmen deutlich zu steigern. Hierfür sind etablierte Paradigmen, wie z.B. der sofortige ProjektstartProjektstartProjektstart ist der Termin, zu dem der Lenkungsausschuss den Beginn des Projekts genehmigt., zu überwinden. Auch müssen neue Strategien eingeführt werden, wie z.B. die Optimierung der Multiprojektumgebung als Ganzes. Uwe Techt beschreibt in dieser Artikelserie umsetzungsgerecht die Herangehensweisen und Methoden des CCPM. Erfahren Sie im ersten Teil, von welchen traditionellen Paradigmen Sie sich verabschieden müssen, damit diese die Projektarbeit nicht länger bremsen und Projektmitarbeiter frustrieren.

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Das auf die Arbeiten von Dr. Eliyahu Moshe Goldratt zurückgehende Critical Chain Project Management (CCPM) wird oft als reine Methode zur TerminplanungTerminplanungBei der Terminplanung werden die Arbeitspakete zu einem realistischen Projektablauf zeitlich angeordnet. Das Projekt selbst, Projektphasen, Arbeitspakete und Meilensteine erhalten Start- und Endtermine. Die zeitliche Anordnung ist abhängig von den Anordnungsbeziehungen zwischen den einzelnen Elementen, den Dauern der Arbeitspakete, Pufferzeiten, von der Verfügbarkeit der Einsatzmittel und Finanzmittel und von vorgegebenen Randbedingungen aus dem Projektumfeld. Die Terminplanung wird deshalb meist in Einheit mit der Einsatzmittel-Planung durchgeführt. missverstanden. Wenn man CCPM plakativ auf die Halbierung der Vorgangsdauern im NetzplanNetzplanEin Netzplan modelliert einen Ablauf mit Hilfe von Knoten, die Vorgänge oder Ereignisse darstellen, und Pfeilen, die Anordnungsbeziehungen darstellen. Die DIN 69900:2009.1: "Projektmanagement – Netzplantechnik: Beschreibungen und Begriffe" bezeichnet auch eine tabellarische Darstellung eines Ablaufs als Netzplan. Somit sind auch Balkenplan oder eine Vorgangstabelle Netzpläne. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden aber meist nur nicht-zeitskalierte Ablaufpläne (Vorgangsknoten- oder Ereignisknotennetzpläne) als " Netzplan " bezeichnet. reduziert, ruft dies notwendigerweise berechtigten Widerspruch hervor. CCPM steht aber keineswegs in Widerspruch zur Tradition des Projektmanagements: Realistische Planung, verlässliche Prognosen und eine beständige Kontrolle über das Projektgeschehen sind für CCPM mindestens so wichtig wie für herkömmliche Vorgehensweisen. CCPM und traditionelles ProjektmanagementTraditionelles Projektmanagement"Traditionelles Projektmanagement " bezeichnet ↑Projektmanagementsysteme , bei denen der Projektablauf so gesteuert wird, dass die Abweichungen hinsichtlich Kosten, Zeit und Umfang vom anfänglich erstellten Plan minimal sind. unterscheiden sich jedoch in den Paradigmen, wie dieselben Basismethoden eingesetzt werden. Ein signifikanter Unterschied besteht z.B. darin, dass CCPM das Multitasking von Ressourcen minimiert, da es den gesamten Prozessablauf optimieren will, während traditionelles Projektmanagement die Auslastung der Ressourcen maximiert.

Diese Artikelserie leitet CCPM deshalb zum einen aus der Analyse der etablierten Vorgehensweisen ab und berücksichtigt zum anderen konsequent die reale Situation einer Multiprojektumgebung. Aus beiden Perspektiven wird deutlich, dass weder eine bloße Veränderung der Terminplanung noch eine isolierte Betrachtung eines Projekts genügt, um den angestrebten Nutzen von CCPM zu erzielen. Vielmehr ist eine Strategieänderung notwendig, weswegen hier auch von Critical Chain Multiproject Execution Management gesprochen wird (im Folgenden ebenfalls mit CCPM abgekürzt). Es geht nicht nur ums einzelne Projekt, sondern um die maximale EffektivitätEffektivitätEffektivität beschreibt die Ausrichtung des Projektportfolios auf die geschäftlichen Interessen der Trägerorganisation . Eine mögliche Messgröße für Effektivität ist das Verhältnis von tatsächlich erreichtem zu angestrebtem Nutzen durch Projektarbeit. und EffizienzEffizienzEffizienz kommt vom lateinischen efficientia: Wirksamkeit, Tätigkeit. Effizienz ist also das Erstellen eines Werks, bzw. die zielgerichtete Tätigkeit. Im technischen Sinne wird Effizienz in erster Linie als Wirkungsgrad verwendet: Das Verhältnis von abgegebener zu aufgenommener Leistung eines Systems. einer Multiprojektumgebung.

Projektorientierte Unternehmen, die diese Zusammenhänge berücksichtigen, können mit CCPM gegenüber der traditionellen Projektdurchführung die Projektlaufzeiten um bis zu 25% verkürzen und ihre Gewinne entsprechend erhöhen.

Schnelligkeit und Zuverlässigkeit bei der Projektdurchführung sind die zentralen Themen dieser Artikelserie über den Einsatz von CCPM in Multiprojektumgebungen. Während der erste Teil beschreibt, wie bestehende PM-Paradigmen Projekte verzögern, gehen weitere Teile, die in kommenden Ausgaben veröffentlicht werden, auf die Grundprinzipien des CCPM, das operatives Vorgehen bei der ProjektplanungProjektplanungProjektplanung ist der Prozess, Ablauf, Umfang, Kosten, Ressourcen, Qualität und andere Aspekte eines Projekts zu planen. und die Einführung von CCPM im Unternehmen ein.

Schnelligkeit und Zuverlässigkeit sind entscheidend

In bestimmten Branchen, z.B. im Anlagenbau, und bei bestimmten Projektarten, z.B. bei Infrastruktur-, Wartungs- und Instandhaltungsprojekten, spielt der Faktor Zeit die ausschlaggebende Rolle. Hier müssen die Projekte in möglichst kurzer Projektzeit und unbedingt termintreu, d.h. zum oder vor dem vereinbarten Termin, durchgeführt werden.

Die wichtigsten Gründe dafür sind:

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Kommentare 3

Fortsetzungen des Fachartikels

Teil 2:
Mehr Tempo für alle Projekte
Traditionellen PM-Paradigmen wie dem sofortigen Projektstart stellt Uwe Techt im zweiten Teil dieser Serie die zentralen Mechanismen des Critical Chain Project Management (CCPM) gegenüber.
Teil 3:
Anleitung zur operativen Projektplanung
Die konkreten Schritte für Ihre Projektplanung nach Critical Chain erläutert Uwe Techt im letzten Teil dieser Serie.

Alle Kommentare (3)

Guest

Ursache ist das Unvermögen ein Projekt als eine Wertschöpfungskette zu verstehen, es werden NUR Projektaktivitäten bearbeitet und dabei das Ergebniss, Das Produkt, die Software oder der Bau insgesamt aus den Augen verloren. Getrieben wird das Ganze durch ein Zahlenorientiertes Management, nicht zielführende Kennziffern und Leistungsbewertungen und einer ständigen Gängelung der Projektleiter.

 

Daniel
Tonagel

Endlich kommt das Thema einmal in der Ausführlichkeit zu Worte, die ihm zusteht. Als Anmerkung sei noch erwähnt, dass auch agile Managementmethoden (z.B. SCRUM) die erwähnten Probleme (Parkinson, Studentensyndrom) adressieren, zumindest für kleinere Projektteams. Lokale Produktivität zu erhöhen bleibt auch nach Goldratt ein lohnenswertes Ziel, da sie Kosten senkt, ohne die Auslastung zu erhöhen.

 

Jürgen
Sturany

Danke für die Mühe dieses wichtige Thema in "projektgerechter" Sprache darzustellen was eigentlich jeder seit seinem ersten Rendevous gelernt haben sollte: "Um sicher die Geliebte / den Geliebten zu sehen braucht es Zeitreserven!". Voraussetzung bleibt, dass die Beteiligten auch etwas gemeinsames WOLLEN, was bekanntermaßen weit vor dem KÖNNEN kommt. Gleiches gilt übrigens auch für Geld ... Interessant bleibt, und wäre vielleicht auch eine Untersuchung wert, weshalb eigentlich der gesunde Menschenverstand offensichtlich in vielen Fällen "am Werkstor" abgegeben wird? Kostenloser Best Practice Tipp: "Hirn einschalten, denken, handeln und kontrollieren". Auch bekannt als PDCA Zyklus (Plan-Do-Check-Act), auch im PMBoK Guide zu finden. So, nun ist der Bogen zum Projektmanagement ja wieder hergestellt.