Der Terminplan-Machiavelli

Teil 1:
Sich vor dem Projekt gut positionieren

Die Terminplanung ist oft ein Machtspiel: Sowohl Auftraggeber als auch Auftragnehmer haben ihre eigene Wunschplanung und versuchen, diese gegenüber dem anderen durchzusetzen. Martin Okršlar zeigt in seinem zweiteiligen Beitrag, wie Sie als Auftraggeber bzw. Auftragnehmer die Terminplanung mit politischem Kalkül für sich positiv beeinflussen können. Im ersten Teil erfahren Sie, wie beide Seiten sich in der Ausschreibungsphase eine gute Position erarbeiten und wie Auftragnehmer bei engen Terminvorgaben zusätzliche Zeit gewinnen können.

Der Terminplan-Machiavelli

Teil 1:
Sich vor dem Projekt gut positionieren

Die Terminplanung ist oft ein Machtspiel: Sowohl Auftraggeber als auch Auftragnehmer haben ihre eigene Wunschplanung und versuchen, diese gegenüber dem anderen durchzusetzen. Martin Okršlar zeigt in seinem zweiteiligen Beitrag, wie Sie als Auftraggeber bzw. Auftragnehmer die Terminplanung mit politischem Kalkül für sich positiv beeinflussen können. Im ersten Teil erfahren Sie, wie beide Seiten sich in der Ausschreibungsphase eine gute Position erarbeiten und wie Auftragnehmer bei engen Terminvorgaben zusätzliche Zeit gewinnen können.

Handeln Kunde und Auftragnehmer Termine aus, entsteht schnell ein Kräftemessen - denn jede Seite möchte natürlich aus seiner Sicht die besten Konditionen erringen. Dieser zweiteilige Beitrag zeigt Ihnen Möglichkeiten, wie Sie die Entstehung eines Terminplans beeinflussen bzw. einen vorhandenen Terminplan ändern können. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Verhältnis zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer in IT-Projekten.

Der erste Teil widmet sich den Einflussmöglichkeiten des Auftraggebers und Auftragnehmers in der Planungs- und Ausschreibungsphase; der zweite Teil behandelt die Einflussmöglichkeiten, wenn die Zusammenarbeit beschlossen ist.

Macht ausüben und erhalten

"Ich weiß wohl, dass viele der Meinung waren und noch sind, dass die irdischen Dinge derart von Glück und Gott regiert werden, dass die Menschen mit all ihrer Klugheit sie nicht ändern und nichts dagegen ausrichten können. Woraus sich ergäbe, dass es nicht verlohnte, sich auf der Welt anzustrengen, sondern dass man sich in das Schicksal ergeben müsse."

Niccolo Machiavelli, "Der Fürst", Kapitel XXV

Auch von Terminplänen hat man häufig den Eindruck, sie seinen gottgewollt und vom Himmel gefallen. Das sind sie natürlich nicht. Die Entstehung eines Terminplans ist ein Vorgang, an dem viele Parteien mit ihren Interessen beteiligt sind. Und dieser Vorgang ist erst abgeschlossen, wenn das Projekt beendet ist.

Bild 1: Der Terminplan-Lebenszyklus.

Ein Wort zu Niccolo Machiavelli: Er beschreibt in seinem Buch "Der Fürst" wie Macht ausgeübt und erhalten werden kann. Natürlich sind die Umgangsformen im heutigen Geschäftsleben deutlich angenehmer - zumindest was das Thema Enthauptungen betrifft. Dennoch sind Einflussnahme und das Ausüben von Macht Teil der Unternehmenspolitik und damit für Projektmanager Bestandteil ihres Alltags.

Viele Beziehungen zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern bzw. Lieferanten und Kunden sind exzellent, so dass politische Spielereien gar nicht erst entstehen. In einigen Fällen kommt es allerdings zu politischen Spielchen zwischen den Beteiligten. Dieser Artikel widmet sich den politischen Aspekten des Projektmanagements. Die politischen Aspekte sind die Anteile am Projektgeschehen, die die Machtverhältnisse zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer verändern bzw. zementieren. Dazu gehören alle Formen der Kommunikation, Verhandlung und Tat, sofern dahinter die Absicht steckt, die Machtverhältnisse zu verändern oder zu festigen.

Terminplan-Lebenszyklus, Stadium 1: Wünsch Dir was

"Nichts erwirbt einem Fürsten so große Achtung als große Unternehmungen."

Niccolo Machiavelli, "Der Fürst", Kapitel XXI

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Fortsetzungen des Fachartikels

Teil 2:
Bei Terminänderungen geschickt taktieren

In jedem Projekt gibt es Verzögerungen. Sei es durch Scope-Änderungen, Krankheitsfälle, Kündigungen oder andere Probleme; Terminverschiebungen lassen sich in der Regel kaum vermeiden.