Tipp: Kommunikation – Damit Sie bekommen, was Sie wollen

Einen gemeinsamen Nenner finden – wie Sie Missverständnisse vermeiden

Wir Menschen verstehen unter dem gleichen Begriff oft unterschiedliche Dinge. Schuld daran sind unsere persönlichen Wahrnehmungsfilter. Gaby S. Graupner gibt Tipps, wie Sie als Projektleiter sicherstellen, dass Mitarbeiter Ihre Anweisungen richtig verstehen.

Menschen nehmen Dinge oft ganz unterschiedlich wahr: Einer bezeichnet im Meeting den Ablauf eines Projekts als extrem strukturiert, während sein Gegenüber bei so viel Chaos die Hände über dem Kopf zusammenschlägt. Die subjektive Wahrnehmung kann also immer – auch in Projekten –sehr unterschiedlich ausfallen. Vielleicht kennen Sie ja das Gefühl, dass alle unter einer Sache etwas anderes verstehen und niemand Ihrer Sichtweise folgt. Z.B. haben Sie deutlich gesagt, dass die "Qualität" diesmal ganz oben auf der Prioritätenliste steht, das Ergebnis entspricht aber beileibe nicht Ihrem Qualitätsanspruch.

Doch Hand aufs Herz: Was bedeutet hohe Qualität in Ihrer Welt? Für den einen kann das bedeuten, dass alle Abnahmeprüfungen ohne Beanstandungen über die Bühne gehen. Für den anderen heißt das, dass der Kunde von der erbrachten Leistung begeistert ist. Ein Dritter denkt, Qualität ist die pünktliche Abgabe aller Teilschritte und natürlich des Gesamtergebnisses.

Ähnlich heterogene Ergebnisse erhalten Sie bei einer Anweisung wie: "Diesmal muss es schnell gehen." Jetzt bekommen Sie Etappenbeschreibungen im Telegrammstil, die niemand versteht oder aber ein Mitarbeiter erledigt im Alleingang schon einmal fünf Schritte des Projekts, ohne jemanden darüber zu informieren – es musste ja schnell gehen.

Missverständnisse können also sehr schnell entstehen. Warum das so ist und wie Sie mit einer Handvoll Tipps für ein erstes einheitliches Verständnis sorgen können, erfahren Sie in diesem Tipp.

Jede Anweisung muss durch den Erfahrungsfilter

Anweisungen werden je nach Erfahrung, aber auch nach persönlichen Vorlieben verstanden. Der Sender, also derjenige, der die Anweisungen erteilt, hat in der Regel ein klares Bild vom gewünschten Ergebnis. Sobald der Empfänger die Anweisung hört, schießt ihm im Optimalfall sofort ein Bild durch den Kopf und dies manifestiert sich, während er die Anweisung ausführt. Am Ende kann er sein persönliches subjektives Bild nicht mehr von der "objektiven" Anweisung unterscheiden.

Das liegt daran, dass alles, was wir hören oder lesen, durch unseren persönlichen Wahrnehmungsfilter muss. Unser Gehirn entscheidet aufgrund vergangener Erlebnisse, was wichtig für uns ist oder eben nicht. Dabei macht unser Gehirn auch Fehler; denn wenn es mangels Erfahrung nicht weiß, dass uns ab sofort bestimmte Aspekte interessieren, die früher eher unwichtig bzw. überhaupt nicht vorhanden waren

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