Instant Messaging – Vertrauen und Teamgeist in internationalen Projekten fördern

Was haben eine Kaffemaschine und Instant Messaging gemeinsam? Beide erfüllen eine wichtige Aufgabe: Sie fördern den informellen Austausch zwischen den Teammitgliedern – und damit den Aufbau von Vertrauen und Teamgeist. Während Mitglieder von lokalen Teams den gemeinsamen Plausch beim Kaffeeholen nutzen können, um die Beziehungsebene zu pflegen, muss dies bei internationalen Teams auf anderem Weg erfolgen. Gudrun Höhne zeigt, welchen Beitrag Instant Messaging dazu leisten kann und auf was Sie bei der Verwendung dieses Kommunikationsmediums achten sollten.

 

Instant Messaging – Vertrauen und Teamgeist in internationalen Projekten fördern

Was haben eine Kaffemaschine und Instant Messaging gemeinsam? Beide erfüllen eine wichtige Aufgabe: Sie fördern den informellen Austausch zwischen den Teammitgliedern – und damit den Aufbau von Vertrauen und Teamgeist. Während Mitglieder von lokalen Teams den gemeinsamen Plausch beim Kaffeeholen nutzen können, um die Beziehungsebene zu pflegen, muss dies bei internationalen Teams auf anderem Weg erfolgen. Gudrun Höhne zeigt, welchen Beitrag Instant Messaging dazu leisten kann und auf was Sie bei der Verwendung dieses Kommunikationsmediums achten sollten.

 

Immer mehr Projektteams arbeitend vorwiegend virtuell miteinander: Die Teammitglieder sind in der ganzen Welt verteilt, stammen aus unterschiedlichen Kulturen und haben sich vor Projektbeginn noch nie getroffen. Kommuniziert wird vorwiegend per Mail, ein Kick-off-Meeting findet per Webmeeting statt, ebenso wie die regelmäßigen Projektbesprechungen.

Der Aufbau von Vertrauen und Teamgeist ist in einem solchen virtuellen Team schwierig. Denn im Unterschied zu lokalen Teams gibt es keine "gemeinsam genutzte Kaffeemaschine", die den informellen Austausch fördert. Die Teammitglieder bekommen daher wenig Privates voneinander mit und pflegen kaum informelle Kontakte. Das kann schnell zu einem Problem werden, denn für viele Kulturen ist die Beziehungsebene enorm wichtig, oft sogar noch wichtiger als die Sachebene. Für ein effizientes Miteinander in der Projektarbeit ist es also wesentlich, dass auch der Kontakt auf der Beziehungsebene stimmt. Dieser Tipp zeigt, welchen Beitrag Instant Messaging (IM) dazu leisten kann und auf was Sie bei der Verwendung dieses Kommunikationsmediums achten sollten.

Instant Messaging

Instant Messaging bezeichnet die synchrone Kommunikation von zwei oder mehr Kommunikationspartnern mit Hilfe von Textnachrichten, die über den Computer versendet und empfangen werden (auch "chatten" genannt). Die Computer sind dabei über ein Netzwerk oder einen Server miteinander verbunden. Mit vielen IM-Systemen ist es möglich, auch Dateien zu verschicken, miteinander zu sprechen, sich per Webcam zu sehen und den Bildschirm miteinander zu teilen.

Ein Beispiel für ein IM-Tool für den Unternehmenseinsatz ist Microsoft Lync. Kostenlose Tools sind z. B. Skype, AOL Instant-Messenger, Yahoo! Messenger und Windows LiveMessenger.

Wenn Sie Ihrem Team IM zur Verfügung stellen möchten und eine unternehmensweite Einführung bisher nicht geplant ist, sollten Sie mit Ihrer IT sprechen und Alternativen, wie z.B. die Nutzung von Skype innerhalb Ihres Projektteams erörtern.

Beispiel

Das Kick-off-Meeting des neuen Projekts, an dem Mitglieder von USA bis Osteuropa arbeiten, hat per Webkonferenz stattgefunden. Alle 14 Tage findet ein Webmeeting mit allen Teilnehmern statt, das der Projektleiter moderiert. Die Arbeitssprache ist Englisch.

Klaus, ein deutsches Teammitglied, soll im Rahmen des Projekts mit Emilia, einer Italienerin, zusammenarbeiten. In den bisherigen Webkonferenzen hat diese meist geschwiegen und als Klaus sie nach einigen Wochen anruft, um etwas Wichtiges mit ihr zu besprechen, reagiert sie überrascht. Da sie nicht flüssig Englisch spricht, verläuft das Gespräch schleppend. Klaus beschließt daraufhin, nur noch per E-Mail mit Emilia zu kommunizieren. Doch auch das gestaltet sich schwierig. Er muss oft tagelang auf eine Antwort warten, die dann noch unklar formuliert ist. So kommt es schnell zu endlos langen E-Mail-Ketten. Klaus empfindet generell die Zusammenarbeit im Projektteam als unbefriedigend und ineffizient. Seine Projektkollegen sind ihm ziemlich fremd und er hat das Gefühl, zu keinem echten Team zu gehören.

Als kurze Zeit später unternehmensweit IM eingeführt wird, verbessert sich die Situation schrittweise. Klaus chattet nach einiger Zeit regelmäßig mit Emilia und tauscht kleine private Informationen mit ihr aus. Die über Chat angekündigten Telefonate gestalten sich nun weniger holprig. Auch mit den anderen Teammitgliedern kommuniziert er häufiger. Selbst in den regelmäßigen Projektmeetings ist die Veränderung spürbar, denn die Stimmung ist angenehmer und lockerer als zuvor.

Vertrauensbildung durch Instant Messaging

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