Kooperative Konfliktlösung: Wie Sie Streitigkeiten im Projekt lösen

Konflikte im Team sind wie Sand im Getriebe: Sie behindern die Zusammenarbeit und gefährden den Projektfortschritt. Deshalb sollten Sie als Projektleiter möglichst früh eingreifen und für Klärung sorgen, bevor sich eine ernsthafte Krise entwickelt. Eine nachhaltige Lösung des Problem können Sie jedoch nur erreichen, wenn es Ihnen gelingt, die Konfliktparteien an einen Tisch zu bringen, damit diese gemeinsam eine Lösung entwickeln. Eine geeignete Vorgehensweise dafür liefert die sogenannte kooperative Konfliktlösung. Renate Raschke stellt die Methode vor und beschreibt, auf was es bei der Durchführung ankommt.

Differenzen zwischen Teammitgliedern zu bestimmten Sachthemen gehören zum Alltag der Projektarbeit. Entwickelt sich daraus aber ein ernsthafter Konflikt, behindert dies die Zusammenarbeit und den Projektfortschritt. Als Projektleiter sollten Sie deshalb so früh wie möglich in den Konflikt eingreifen und für Klärung sorgen. Ursachen für Konflikte können Meinungsverschiedenheiten sein, unterschiedliche Interessen oder Ziele, aber auch andere Rollen- oder Verantwortungsverständnisse. Dabei erhöhen unter anderem Zeitdruck, Überlastung, persönliche Eigenarten, unterschiedliche Arbeitsstile und kulturelle Hintergründe die Eskalationsgefahr. Konflikte sind eine alltägliche Begleiterscheinung im Projektmanagement. Sie erzeugen Stress und Frustration und sie kosten Kraft, Zeit und Geld.

Konflikte sind länger andauernde Streitigkeiten, die sowohl die Sachebene, als auch die Beziehungsebene umfassen. Wenn Konflikte nicht gelöst werden, wachsen sie stetig weiter - so lange, bis sie die Projektarbeit beeinträchtigen oder gar den Projekterfolg gefährden. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie als Projektleiter Konflikte eigenständig lösen können.

Stufen der Konflikteskalation

Als Projektleiter haben Sie die Aufgabe, Ihr Team und das Projekt zum Erfolg zu führen. Dabei sind Konflikte Sand im Getriebe und müssen beseitigt werden. Sie gehören so schnell wie möglich auf den Tisch. Je eher Sie eingreifen, desto weniger Schaden kann ein Konflikt in Ihrem Projekt verursachen. Folgende Stufen der Konfliktentwicklung gibt es:

Stufe 1: Oft ist es nur ein Gefühl, das uns sagt: "Hier stimmt etwas nicht" - sei es, dass ein Gesprächspartner unerwartet heftig reagiert, zwischen den Zeilen Vorwürfe zu hören sind oder auf Anfragen keine Reaktion erfolgt. Gleichgültig, welche Signale Sie empfangen: Gerade dieses "Bauchgefühl" trügt selten. Noch funktioniert die Projektarbeit scheinbar reibungslos, aber die Motivation der Betroffenen hat einen Knacks abbekommen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, für Klarheit zu sorgen. Sprechen Sie Ihre Vermutungen bei den betreffenden Personen an und versuchen Sie, zu vermitteln.

Stufe 2: Die Spannung ist mit den Händen greifbar. Der Ton nimmt an Schärfe zu. Gegenseitige Vorwürfe und Schuldzuweisungen sind an der Tagesordnung. Die Konfliktparteien sind nicht mehr rein produktiv tätig, sondern beschäftigen sich mit sich selbst. Unnötige Diskussionen, Verzögerungstaktiken und Blockadehaltungen im Team zeigen, dass viel Energie in den Konflikt fließt. Darunter leidet die Projektarbeit: Verbindliche Zusagen werden nicht mehr eingehalten, Dienst nach Vorschrift beherrscht den Alltag, Machtspiele überdecken Interessengegensätze. Scheuen Sie sich nicht, sich mit der Situation auseinanderzusetzen! Nur so können Sie Schaden vom Projekt abwenden.

Stufe 3: Die Kommunikation zwischen den Konfliktparteien ist zum Erliegen gekommen. Anstatt direkt mit

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