Das Achsenkreuz-Modell Mensch, Organisation, Methoden und Technologie: Was Projekte erfolgreich macht

Erfolgsfaktoren im Projektmanagement: Warum gute Planung nicht reicht

Ein guter Plan allein macht noch kein erfolgreiches Projekt. Wer Probleme früh erkennen und wirksam gegensteuern will, muss ihre Ursachen verstehen. Eine strukturierte Analyse macht sichtbar, wo Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen sinnvoll sind.

Management Summary

Das Achsenkreuz-Modell Mensch, Organisation, Methoden und Technologie: Was Projekte erfolgreich macht

Erfolgsfaktoren im Projektmanagement: Warum gute Planung nicht reicht

Ein guter Plan allein macht noch kein erfolgreiches Projekt. Wer Probleme früh erkennen und wirksam gegensteuern will, muss ihre Ursachen verstehen. Eine strukturierte Analyse macht sichtbar, wo Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen sinnvoll sind.

Management Summary

Hinweis der Redaktion

Dieser Beitrag ist eine aktualisierte Fassung des erstmals 2008 im projektmagazin erschienenen Artikels zum Achsenkreuz-Modell. Das Modell hat seitdem nichts von seiner Relevanz verloren, die Projektpraxis hat sich jedoch deutlich verändert. Die vorliegende Fassung bringt die Erläuterungen, Beispiele und Anwendungshinweise auf den heutigen Stand und zeigt, wie sich das Achsenkreuz zur Analyse konkreter Projektsituationen nutzen lässt.

Ein Projekt gerät ins Stocken, Meilensteine rutschen, der Lenkungskreis wird nervös, das Reporting färbt sich rot. Der erste Reflex: den Plan nachschärfen, enger takten, Puffer streichen, häufiger berichten oder vielleicht noch ein neues Tool einführen. Doch was, wenn das Problem gar nicht im Plan liegt?

Damit Projektmanagement gelingt, müssen vier Achsen im Gleichgewicht stehen: Mensch und Mindset, Organisation und Kultur, Prozesse und Methoden sowie Technologie und Tools. Geraten diese Achsen aus dem Gleichgewicht, hat das typische Folgen: unnötige Bürokratie, Widerstände und Verzögerungen, teure Werkzeuge, die kaum genutzt werden.

Vom Magischen Dreieck zum Achsenkreuz

Jeder kennt das Magische Dreieck mit seinen Elementen Termine, Kosten und Qualität. Demnach bedeutet Projektmanagement, dieses Spannungsfeld ständig zu managen. Es gibt jedoch ein zweites Bild, das die wesentlichen Voraussetzungen für das Gelingen von Projektmanagement beschreibt: das Achsenkreuz der vier PM-Parameter Mensch und Mindset, Organisation und Kultur, Prozesse und Methoden sowie Technologie und Tools. Weil jeder dieser Parameter im Modell für eine eigene Achse steht, ist im Folgenden durchgängig von den vier Achsen die Rede (Bild 1).

Grafik eines Kreuzdiagramms mit vier Quadranten: Mensch & Mindset, Prozesse & Methoden, Technik & Tools, Organisation & Kultur. Jede Achse steht für eine Voraussetzung, die ein Vorhaben tragen muss.
Bild 1: Das Achsenkreuz der vier Achsen. Jede Achse steht für eine Voraussetzung, die ein Vorhaben tragen muss.

Das Magische Dreieck beschreibt die Zielgrößen eines Projekts. Das Achsenkreuz beschreibt seine Tragfähigkeit. Die Ausgangsannahme ist einfach: Jedes Vorhaben bewegt sich gleichzeitig auf vier gleichwertigen Achsen. Gerät eine Achse dauerhaft ins Hintertreffen, können die anderen das nicht auffangen. Das Vorhaben kippt, unabhängig davon, wie präzise der Terminplan gerechnet ist.

Das Achsenkreuz wirkt dabei auf zwei Ebenen:

  • auf der Ebene des einzelnen Projekts
  • auf der Ebene des Gesamtunternehmens oder eines Geschäftsbereiches

Beide Ebenen hängen zusammen. Optimiert jede Projektleitung ihr Vorhaben nach eigenen Vorstellungen, entstehen zwangsläufig verschiedene Projektkulturen, Synergien gehen verloren und das Niveau des Projektmanagements sinkt. Deshalb muss das Achsenkreuz durchgängig definiert und anschließend gepflegt werden, möglichst für das gesamte Unternehmen, zumindest aber für den Unternehmensbereich.

Die vier Achsen in der Projektpraxis

Achse 1: Mensch und Mindset

Mensch, Organisation, Methoden und Technologie: Was Projekte erfolgreich macht


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Alle Kommentare (1)

Gabriela
Will

Gabriela Will

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★★★★★
Kommentar
Dieses Modell liefert in seiner Einfachheit eine gute Strukturvorgabe, die sowohl zu Beginn eines Projektes als auch im laufenden Projekt sowie für die Nachanalyse des Projektes eine Grundlage für eine PL-Lessons Learned bietet.