Das Achsenkreuz-Modell Mensch, Organisation, Methoden und Technologie: Was Projekte erfolgreich macht
Ein guter Plan allein macht noch kein erfolgreiches Projekt. Wer Probleme früh erkennen und wirksam gegensteuern will, muss ihre Ursachen verstehen. Eine strukturierte Analyse macht sichtbar, wo Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen sinnvoll sind.
Management Summary
Als Mitglied erhalten Sie die wichtigsten Thesen des Beitrags zusammengefasst im Management Summary!
Inhalt
- Vom Magischen Dreieck zum Achsenkreuz
- Die vier Achsen in der Projektpraxis
- Wenn das Gleichgewicht fehlt: Folgen für Projekte und Unternehmen
- Die Umsetzung des Achsenkreuz-Modells
- Das Achsenkreuz in der Praxis
- Die Standortbestimmung in 60 Minuten
- Checkliste: Ansätze zur Fehlersuche bei Störungen des Gleichgewichts
- Fazit
Das Achsenkreuz-Modell Mensch, Organisation, Methoden und Technologie: Was Projekte erfolgreich macht
Ein guter Plan allein macht noch kein erfolgreiches Projekt. Wer Probleme früh erkennen und wirksam gegensteuern will, muss ihre Ursachen verstehen. Eine strukturierte Analyse macht sichtbar, wo Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen sinnvoll sind.
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- Die vier Achsen in der Projektpraxis
- Wenn das Gleichgewicht fehlt: Folgen für Projekte und Unternehmen
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- Das Achsenkreuz in der Praxis
- Die Standortbestimmung in 60 Minuten
- Checkliste: Ansätze zur Fehlersuche bei Störungen des Gleichgewichts
- Fazit
Hinweis der RedaktionDieser Beitrag ist eine aktualisierte Fassung des erstmals 2008 im projektmagazin erschienenen Artikels zum Achsenkreuz-Modell. Das Modell hat seitdem nichts von seiner Relevanz verloren, die Projektpraxis hat sich jedoch deutlich verändert. Die vorliegende Fassung bringt die Erläuterungen, Beispiele und Anwendungshinweise auf den heutigen Stand und zeigt, wie sich das Achsenkreuz zur Analyse konkreter Projektsituationen nutzen lässt. |
Ein Projekt gerät ins Stocken, Meilensteine rutschen, der Lenkungskreis wird nervös, das Reporting färbt sich rot. Der erste Reflex: den Plan nachschärfen, enger takten, Puffer streichen, häufiger berichten oder vielleicht noch ein neues Tool einführen. Doch was, wenn das Problem gar nicht im Plan liegt?
Damit Projektmanagement gelingt, müssen vier Achsen im Gleichgewicht stehen: Mensch und Mindset, Organisation und Kultur, Prozesse und Methoden sowie Technologie und Tools. Geraten diese Achsen aus dem Gleichgewicht, hat das typische Folgen: unnötige Bürokratie, Widerstände und Verzögerungen, teure Werkzeuge, die kaum genutzt werden.
Vom Magischen Dreieck zum Achsenkreuz
Jeder kennt das Magische Dreieck mit seinen Elementen Termine, Kosten und Qualität. Demnach bedeutet Projektmanagement, dieses Spannungsfeld ständig zu managen. Es gibt jedoch ein zweites Bild, das die wesentlichen Voraussetzungen für das Gelingen von Projektmanagement beschreibt: das Achsenkreuz der vier PM-Parameter Mensch und Mindset, Organisation und Kultur, Prozesse und Methoden sowie Technologie und Tools. Weil jeder dieser Parameter im Modell für eine eigene Achse steht, ist im Folgenden durchgängig von den vier Achsen die Rede (Bild 1).
Das Magische Dreieck beschreibt die Zielgrößen eines Projekts. Das Achsenkreuz beschreibt seine Tragfähigkeit. Die Ausgangsannahme ist einfach: Jedes Vorhaben bewegt sich gleichzeitig auf vier gleichwertigen Achsen. Gerät eine Achse dauerhaft ins Hintertreffen, können die anderen das nicht auffangen. Das Vorhaben kippt, unabhängig davon, wie präzise der Terminplan gerechnet ist.
Das Achsenkreuz wirkt dabei auf zwei Ebenen:
- auf der Ebene des einzelnen Projekts
- auf der Ebene des Gesamtunternehmens oder eines Geschäftsbereiches
Beide Ebenen hängen zusammen. Optimiert jede Projektleitung ihr Vorhaben nach eigenen Vorstellungen, entstehen zwangsläufig verschiedene Projektkulturen, Synergien gehen verloren und das Niveau des Projektmanagements sinkt. Deshalb muss das Achsenkreuz durchgängig definiert und anschließend gepflegt werden, möglichst für das gesamte Unternehmen, zumindest aber für den Unternehmensbereich.
Gabriela Will
01.08.2012