Was ist wichtig bei der Besetzung von Projektleiterstellen?

Was ist wichtig bei der Besetzung von Projektleiterstellen?

Jeder, der einmal eine Tanzschule besucht hat, weiß es: Wer gekonnt führen kann, gibt den Ton an und ist gefragt, denn er gleicht die Schwächen der Partner aus. In Projekten ist es ganz ähnlich. Der Projektleiter entscheidet nicht selten über den Erfolg des gesamten Teams. Mit Erfahrung und Kompetenz setzt er wichtige Impulse, steuert Fehlentwicklungen entgegen, kontrolliert die Einhaltung der Projektvorgaben und unterstützt sein Team, wo und wann es nötig ist.

Die Auswahl eines Projektleiters ist also eine wichtige Entscheidung. Umso erstaunlicher ist es, dass viele Unternehmen für solche Besetzungsverfahren weder qualifizierte Methoden noch überprüfbare Kriterien zur Hand haben. Auch in Stellenanzeigen sind immer noch vorwiegend technische Qualifikationen gefragt. Dabei spielen Führungsqualitäten, soziale Fähigkeiten und Erfahrungen im Projektmanagement oft die wichtigere RolleRolleRolle bezeichnet eine temporäre Funktion einer Person oder Organisationseinheit innerhalb der Projektorganisation. Eine Rolle wird beschrieben durch Aufgaben, Befugnisse und Verantwortungen. Zur vollständigen Definition einer Rolle gehört die Angabe, ob sie teilbar (d.h. ob sie von mehreren Personen wahrgenommen werden kann) und kombinierbar (d.h. ob sie mit anderen Rollen gemeinsam von einer einzigen Person wahrgenommen werden kann)..

Die Guten ins Töpfchen ...

Im Unternehmensalltag trägt der Projektauftraggeber die gesamte Verantwortung für das Gelingen eines Projekts. Er wählt den Projektleiter aus, berät sich aber meistens noch mit einem Gremium seiner Stabsstelle. Der Projektauftraggeber kann Mitglied des Vorstands sein oder eine Führungskraft, mindestens ist er jedoch Bereichsleiter. Gibt er ein Projekt in Auftrag, so prüft er, ob ein Mitarbeiter seines Unternehmens bereits vergleichbare Projekte geleitet hat. Ist das der Fall, wird die Projektleiterstelle oft mit diesem Mitarbeiter besetzt. Wer sich schon einmal bewährt hat oder Führungsaufgaben in ähnlichen Bereichen bewältigen konnte, hat den "formlosen Eignungstest" bestanden, ohne sich einer weiteren Prüfung zu unterziehen.

Anforderungsprofile erstellen

Gibt es keinen solchen Mitarbeiter, muss ein anderer Weg eingeschlagen werden: Man erstellt ein Anforderungsprofil und sucht nach Kandidaten, die diesem Profil entsprechen. Die Deutsche Gesellschaft für ProjektmanagementGesellschaft für ProjektmanagementDie Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. (GPM) ist der deutsche Fachverband für Projektmanagement. Die GPM wurde 1979 gegründet und hat sich seitdem als zentrale Kompetenz für Projektmanagement in Deutschland etabliert. Die GPM ist Mitglied in der International Project Management Association ( IPMA ). e.V. (GPM) (www.gpm-ipma.de) listet in ihrem Kanon eine Reihe von Kriterien auf, die als Grundlage eines Anforderungsprofils gelten können. Weitere Orientierung bietet der vom amerikanischen Project Management InstituteProject Management InstituteDas Project Management Institute (PMI) ist eine US-amerikanische Not-for-Profit-Organisation mit der Zielsetzung, das Wissen über Projektmanagement weiterzuentwickeln und weltweit allen Projektverantwortlichen zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zweck gibt es den Guide to the Project Management Body of Knowledge (PMBOK® Guide) heraus, zertifiziert Personen und Organisationen und betreibt ein weltweites Netzwerk aus Mitgliedern. Sitz des PMI ist Newtown Square, Pennsylvania, USA. (PMI) (www.pmi.org/) veröffentlichte PMBOK GuidePMBOK GuidePMBOK Guide ist eine Abkürzung von Guide to the Project Management Body of Knowledge (Project Management Body Of KnowledgeProject Management Body of Knowledge"Project Management Body of Knowledge" bezeichnet das gesamte Wissen und den gesamten Erfahrungsschatz aller Projektmanager (innen) weltweit. Nachdem dieses Abstraktum schwer zu erfassen und zu dokumentieren ist, bemüht sich das Project Management Institute (PMI®, Pennsylvania, USA) seit 1996, den "allgemein als bewährte Praxis anerkannten" Teil dieses "Body of Knowledge" in seiner Veröffentlichung "A Guide to the Project Management Body Of Knowledge" (PMBOK® Guide) zusammenzustellen und wiederum allen Projektmanager(innen) an die Hand zu geben.).

Generell unterscheidet man zwischen

"Die Anforderungsprofile der Kandidaten gleicht man durch mehrstufige Interviews ab", sagt Wolfgang Rabl, Geschäftsführer der next level consulting aus Wien. "Aber hier ist Vorsicht geboten. Erstens muss der Interviewer fundierte Erfahrungen im Projektmanagement einbringen. Und zweitens besteht die Gefahr, die Profile zu breit anzulegen, dann gehen sie an den speziellen Anforderungen des Projekts vorbei.

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