Der Mensch im Mittelpunkt

Wie Projekte von Design Thinking profitieren

Teil 1: Der Prozess in der Übersicht
Design Thinking bezeichnet einen Denkansatz zur Produktentwicklung, bei dem stets der spätere Anwender im Mittelpunkt steht. Genau wie der daraus abgeleitete Prozess, stammt er aus dem Silicon Valley. Im ersten Teil Ihres Beitrags beschreibt Ingrid Gerstbach anhand umfangreicher und zahlreicher Beispiele, wie Sie ein Design-Thinking-Projekt durchführen und wie die Methode wirkt.

Mit dem Begriff Design verbinden viele in erster Linie die ästhetische Erscheinung von Produkten sowie deren Qualität. Die Designtheorie jedoch ist bestrebt, das menschliche Wohlergehen zu fördern. Dementsprechend betrachten Designer jede Erfahrung, die das Wohlbefinden von Menschen beeinträchtigt, – egal, ob sie emotionaler, kognitiver oder ästhetischer Natur ist – als ein Problem. Ihre Aufgabe sehen sie darin, diese Probleme zu identifizieren und gelungene Lösungen dafür zu entwickeln.

Dieser Geisteshaltung hat sich die Disziplin Design Thinking verschrieben. Es geht im Folgenden um die Einstellung und die Herangehensweise, mit der Projektteams Produkte und Kundenerfahrungen entwickeln. Denn um Veränderungen in der heutigen – von Komplexität und Unsicherheit gezeichneten – Umwelt zu initiieren, benötigen Unternehmen neue Denkansätze und Methoden. Obwohl Projektmanager bereits hilfreiche Werkzeuge zur Verfügung stehen wie Projektstrukturpläne, Gantt-Charts und verschiedener Kreativitätsmethoden, fehlen Teams häufig Mittel und Ideen, um eine innovative Aufgabenstellung zu meistern.

Der vorliegende Beitrag soll hier Abhilfe schaffen. Einerseits bekommen Sie eine praktische Einführung in die Grundlagen des Design Thinkings als Innovationsprozess, und erfahren, warum es sich für Projektteams auszahlt, neue Perspektiven zu erschließen. Andererseits zeigt Ihnen der Beitrag, wie Sie direkt in Ihrem Projekt Design Thinking einsetzen können

Wie oben angedeutet, sind sich Designer darüber bewusst, dass Probleme, die das Wohlbefinden der Menschen verhindern, vielfältiger Natur sind. Deswegen berücksichtigen sie bei ihrer Arbeit alles, was die Vorgänge im Leben der betroffenen Menschen beeinflusst, u.a. Kultur, soziale Umstände und individuelle Erfahrungen, um eine gute Übersicht über die Hindernisse zu bekommen. Durch diese intensiven Beobachtungen schaffen es Designer, Ursachen und Auswirkungen eines Problems bis ins Detail zu erkennen und zielstrebig Lösungen zu finden.

Die Perspektive des Designers

Der Blickwinkel eines Designers erlaubt eine andere Perspektive – weg von der technischen Seite und hin zum menschlichen Erleben. Unternehmen haben nun im Laufe der Zeit erkannt, dass technische Überlegenheit als Marktvorteil alleine nicht mehr ausreicht, sondern dass vor dem Hintergrund des immer schneller wandelnden, globalen Wettbewerbs Innovation zu einer komplizierten und mitunter auch frustrierenden Aufgabe wurde. Um ihr Überleben zu sichern, suchten sie neue Wege.

Vor diesem Hintergrund entstand Design Thinking als Ansatz, der den Menschen in den Mittelpunkt rückt und mittels multidisziplinärer Zusammenarbeit neue Wege zu entschlüsseln, um innovative Geschäftslösungen zu finden. Daher eignet sich der Ansatz besonders für Projekte, an deren Ende eine Innovation stehen soll. Dies werde

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