Der Mensch im Mittelpunkt

Wie Projekte von Design Thinking profitieren

Teil 2: Anwendung im Innovationsprojekt
Design Thinking eignet sich hervorragend für Innovationsprojekte, da sich damit Wissen und Kreativität bündeln lassen. Um außergewöhnliche Lösungen zu finden, schafft dieser Ansatz zudem eine Projektkultur, die Ausprobieren und Experimentieren ermöglicht. Ingrid Gerstbach beschreibt in diesem abschließenden Artikelteil die konkrete Anwendung im Innovationsprojekt.

"Projekt" bezeichnet im ursprünglichen Wortsinn das "nach vorne Geworfene". In diesem Sinne stellen Projekte das entscheidende Element unternehmerischen Handelns dar, um neue Ideen erfolgreich umzusetzen. Dies erfordert ein hohes Maß an Kompetenz im Projekt: Neben fachlicher und methodischer Kompetenz sind zum Leiten von Projekten auch Kenntnisse und Erfahrungen mit komplexen sozialen Systemen notwendig, um Stakeholder zu managen und das Projektteam zu führen.

Für Innovationsprojekte gilt letzteres verstärkt, denn erst der offene Ansatz, z.B. in Bezug auf die Projektziele, erlaubt das Finden echter Innovationen. Um das kreative Potential der Teammitglieder auszuschöpfen, muss der Projektleiter in erster Linie den sozialen Prozess steuern, in welchem das Team Fragestellungen, Ideen und schließlich Prototypen erarbeitet. Wenn Sie also mit Hilfe von Design Thinking innovative Ideen entwickeln und umsetzen wollen, sollten Sie ein paar grundlegende Dinge beachten:

"Normal" oder neu? So gehen Sie mit Design Thinking an
Innovationsprojekte heran

Anforderungen an den Projektleiter

  • Unsicherheit aushalten können: Ein Innovationsprojekt ist in der Regel sehr vage definiert und entbehrt häufig genauer Angaben, welche Methoden und Techniken verwendet und welche Ziele erreicht werden sollen. Manches Mal weist es sogar mehrdeutige Ziele auf, die erst im Laufe des Projekts klarer werden
  • Größere Rollenvielfalt: Der Leiter eines Innovationsprojekts muss eine Vielzahl an Rollen beherrschen. In den sozial besonders herausfordernden und komplexen Projekten muss er gleichzeitig Stratege, Repräsentant, Manager, Konflikt- und Krisenmanager sowie Psychologe sein. Je besser ein Projektmanager ist, desto stärker berücksichtigt er oder sie die Aufgaben des Einzelnen und managt Anfragen, Angebote und Zusagen.
  • Durchsetzungsstärke: Ein einzelnes Projekt erfordert oft hunderte Entscheidungen. Damit diese nicht beständig revidiert werden und endlose Schleifen und Anpassungen das Projekt blockieren, müssen Sie als Projektleiter eine allgemeine Vereinbarung darüber durchsetzen, wann etwas als "getan" oder "erledigt" gilt.
  • Prioritäten setzen: An Innovationen interessierte Projektleiter setzen klare Prioritäten und konzentrieren sich auf die wichtigsten Fragen. Sie scannen kontinuierlich das Geschäftsklima, wann Chancen und Risiken für Innovationen bestehen und haben ein gutes Verständnis für die Sorgen und Prioritäten anderer.

  Design Thinking Workshop

veranstaltet von Projekt Magazin

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Peter Kobriger

Design Thinking – Innovation neu gedacht!

Design Thinking besteht aus den drei wesentlichen Elementen: Prozess, Haltung und Raum. Das geht von der initialen Problembeschreibung bis hin zur abgeschlossenen Entwicklung. Wichtig ist die Integration der Endbenutzer, für die die Lösung entwickelt wird. Zweitägiger Workshop. Coaches: Christian Botta / Daniel Reinold.

Datum Ort Dauer  
14.09.