Morphologischer Kasten

Die Methode des morphologischen Kastens geht auf den Schweizer Astrophysiker F. Zwicky zurück.

Am einfachsten lässt er sich mit den Kinderbüchern erklären, die Bilder von Tieren oder Menschen in Kopf, Rumpf und Beine zerlegen. Durch Blättern auf jeweils einer Ebene können so neue Phantasiegestalten entstehen (Kopf: Kän-ga-ruh, Rumpf: Gi-raf-fe, Beine: Schim-pan-se = Känrafse).

In gleicher Weise werden beim morphologischen Kasten für einen neu zu konzipierenden Gegenstand (z.B. Druckknopf) Eigenschaften oder Bestandteile aufgelistet (z.B. Form, Material, Farbe, Beschriftung, Kraftverlauf usw.). Für jeden Aspekt werden dann möglichst viele verschiedene Ausprägungen (z.B. Beschriftung: Gravur, Aufdruck, Braille-Schrift usw.) gesammelt.

Anschließend können aus den vorhandenen Möglichkeiten verschiedene Varianten zusammengestellt werden, die näher untersucht werden sollen.

Den größten Nutzen ergibt der morphologische Kasten bei der Zusammenarbeit verschiedener Spezialisten oder Abteilungen. Durch das Auflisten aller jeweiligen Möglichkeiten für einen Aspekt sollen neue Ideen angeregt werden.

Relevante Beiträge im Projekt Magazin
von Kay Schulz
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Der Morphologische Kasten, nach seinem Erfinder auch Zwicky-Box genannt, ist ein kreative Methode, um einen Sachverhalt oder Gegenstand mit vielen Parametern zu analysieren, ohne sich in den unzähligen Variationsmöglichkeiten zu verlieren. In einer spannenden Geschichte schildert Kay Schulz, wie das Sicherheitsteam einer Bank mit Hilfe des Morphologischen Kastens die Bedrohungen durch Hacker analysiert, um proaktiv die Sicherheit ihres Online-Banking zu verbessern. Im Rahmen der auf einer wahren Begebenheit beruhenden Erzählung erfahren Sie, wie der Morphologische Kasten funktioniert und wie Sie mit seiner Hilfe komplexe Probleme analysieren können.
von Jens-Uwe Meyer
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Um neue Ideen und innovative Produkte zu entwickeln, muss man kein Genie sein. Davon war Thomas Edison, Erfinder der Glühbirne, überzeugt. Er selbst ging bei der Ideenfindung in sechs Schritten vor. Dieses "Edison-Prinzip" kann auch Geschäftsführern und Projektmanagern nützlich sein, die ihr Unternehmen mit zukunftsfähigen Entwicklungen voranbringen müssen. Jens-Uwe Meyer stellt das Edison-Prinzip vor.
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