Projektlandkarte

English
Visual Project Map

Die Projektlandkarte visualisiert Projektinformationen und ihre Zusammenhänge. Die Visualisierung in Form einer Landkarte ist einfach umzusetzen und stellt die oft komplexen Zusammenhänge einprägsam dar. Die Projektlandkarte ist ein individuell gestaltbares Werkzeug, das in der Initiierungsphase genauso wie in der Durchführungsphase hilfreich sein kann.

Projektlandkarte

Projektlandkarte

English
Visual Project Map

Die Projektlandkarte visualisiert Projektinformationen und ihre Zusammenhänge. Die Visualisierung in Form einer Landkarte ist einfach umzusetzen und stellt die oft komplexen Zusammenhänge einprägsam dar. Die Projektlandkarte ist ein individuell gestaltbares Werkzeug, das in der Initiierungsphase genauso wie in der Durchführungsphase hilfreich sein kann.

Projektlandkarte

Einsatzmöglichkeiten

  • Auftragsklärung: Unterstützung der Kommunikation zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer
  • Berichterstattung über den Projektfortschritt
  • Stakeholdern, insbes. neuen Mitarbeitern, schnelle Orientierung über das Projekt geben
  • Projektmarketing
  • Arbeitsgrundlage für Projekt-Workshops
  • Treffpunkt für Projektbeteiligte

 

Ergebnisse

Visualisierung des Projektstands und / oder der Projektzusammenhänge in Form einer Landkarte

Vorteile
einfache, verständliche und einprägsame Darstellung von Projektinformationen
geringer organisatorischer und materieller Aufwand
ggf. wirkungsvoller als ein Reporting mit standardisierten Vorlagen
fördert bei der Erstellung die Kreativität und den Zusammenhalt im Team
begünstigt den Austausch im Team und über Teamgrenzen hinweg
Die visuelle Darstellung spricht die Betrachter emotional an und bewirkt eine positive Einstellung zum Projekt.
Die Landkarte weckt die Aufmerksamkeit der Betrachter und wirkt implizit werbend für das Projekt.
Grenzen, Risiken, Nachteile
Der Erfolg der Methode lebt von der Kreativität und der Anpassung an die Organisation bzw. das Projekt.
Nicht alle Menschen sind visuellen Ansätzen gegenüber sofort positiv gestimmt. Rechnen Sie deshalb auch mit anfänglicher Ablehnung, wenn Sie die Landkarte zum ersten Mal einsetzen.
Voraussetzungen
  • Die Erstellung und die Umsetzung erfordern Mut der Initiatoren, da es sich nicht um ein Standardvorgehen handelt.
  • Offenheit der Organisation für neue Methoden
  • Die Gestalter der Projektlandkarte sollten mit dem Projekt sehr gut vertraut sein.
  • Platz für die Präsentation der Landkarte an einem zentralen Ort. Eine Projektlandkarte muss sichtbar sein!
Qualifizierung

Die Methode erfordert keine besondere Qualifikation. Erfahrung mit Visualisierungsmethoden ist hilfreich.

Benötigte Informationen
  • Alle aktuell vorhandenen dokumentierten Projektinformationen, insbes. Stammdaten des Projekts
  • Wissen der Teilnehmer über Hintergründe des Projekts und nicht dokumentierte Projektinformationen
Benötigte Hilfsmittel
  • Große Fläche für die Erstellung der Landkarte. Hierfür ist grundsätzlich jedes Material geeignet, auf das man zeichnen kann: große Papierbögen, Kunststoffflächen, Glasscheiben, Holztafeln.
  • Evtl. Beamer zur Projektion der Basislandkarte auf die Zeichenfläche
  • Für die Zeichenfläche geeignete Stifte bzw. Farben
  • ggf. Haftnotizen oder Aufkleber für aktuelle Informationen über das Projekt
  • Befestigungsmaterial zum Aufstellen oder Anbringen der Projektlandkarte
Herkunft

Daniel Reinold und Christian Botta entwickelten die Projektlandkarte, um Projekte intuitiv und einprägsam zu visualisieren.

Durchführung: Schritt für Schritt

Das Erstellen und das Arbeiten mit einer Projektlandkarte ist ein kreativer Prozess, der nicht nach einem einheitlichen Schema wie das Ausfüllen eines Formulars abgearbeitet werden kann. Im Folgenden stelle ich Ihnen exemplarisch die Erstellung einer Projektlandkarte vor. Bitte sehen Sie dieses Vorgehen als Inspiration und nicht als festgelegtes Schema an. Gestalten Sie die Projektlandkarte und das Arbeiten mit ihr ganz nach Ihren Bedürfnissen und lassen Sie Ihrer Kreativität freien Spielraum.

Ich empfehle, die Projektlandkarte im Team zu erstellen. Einerseits stärkt es das Gemeinschaftsgefühl, gemeinsam ein greifbares Werk zu produzieren. Andererseits ist die Projektlandkarte Teamprodukt, welches das Bild des Teams nach außen repräsentiert.

Für die Moderation der gemeinsamen Erstellung der Projektlandkarte können Sie z.B. die Methode Workshop einsetzen.

Im begleitenden Beispiel betrachten wir eine Projektlandkarte für ein weltweites Rollout-Projekt. Die Standorte werden hierbei auf einer Weltkarte visualisiert.

Schritt 1: Bestimmen und zeichnen Sie das "Gelände"!

Die Projektlandkarte stellt eine Metapher Ihres Projekts dar. Basis dieser Metapher und der zu erstellenden Landkarte ist das ausgewählte Gelände, das gemeinsam "kartographiert" wird. Überlegen Sie gemeinsam, welche Landschaft, welches Gelände, welche räumliche Metapher am besten zu Ihrem Projekt passt. Dies kann eine zum Projekt passende, tatsächliche Region sein. Bei einem weltweiten Rollout-Projekt bietet es sich natürlich an, eine Weltkarte als Basis zu nehmen.

Aber auch fiktive Karten wie z.B. eine Seekarte mit mehreren Inseln oder eine Phantasielandschaft können eine wunderbare Wirkung erzielen. Genauso ist es möglich, ein einzelnes räumliches Element zu verwenden wie z.B. eine Marathonstrecke, einen Flusslauf, einen Berg usw. Entscheidend ist: Das ausgewählte Gelände muss zu Ihrem Projekt passen.

Achten Sie als Moderator darauf, dass die Teilnehmer die Methode nicht ins Lächerliche abgleiten lassen oder abwertende Metaphern wählen. Wenn z.B. ein Teilnehmer eine Müllhalde als Gelände vorschlägt, sollten Sie diese Äußerung kritisch hinterfragen (z.B. "Warum glaubst Du, dass unser gemeinsames Projekt einer Müllhalde gleichen wird?") und einen ernsthafte bzw. positive Gegenposition einnehmen (z.B. "Ich möchte, dass wir unser Projekt zu einem blühenden Garten machen! ")

Technische Hinweise zur Erstellung des Geländes

Grundsätzlich gilt die Regel: Je größer, desto besser. Im Laufe der Erstellung, vor allem aber mit fortschreitendem Projekt wird die Landkarte immer detailreicher. Seien Sie deshalb großzügig mit dem Platz und lassen Sie genügend Leerräume für spätere Ergänzungen.

Als Minimalgröße einer Projektlandkarte empfehle ich ein Flipchart-Papier.

Lösen Sie sich vom Anspruch, dass die Karte grafisch perfekt sein muss. Weitaus wichtiger ist es, dass die Basislandkarte zum Projekt passt (s.o.). Um eine ansprechende Karte zu gestalten können Sie folgende Möglichkeiten einsetzen:

  • Projizieren Sie das gewählte Basismotiv mit dem Beamer auf Ihre Zeichenfläche. Pausen sie die Ränder ab und erstellen Sie so Ihre Basislandkarte.
  • Falls Sie über einen Großformatdrucker oder -plotter verfügen, können Sie damit die Basislandkarte oder Teile davon ausdrucken.
  • Schneiden Sie die Länder aus Papier aus und kleben Sie diese auf die Zeichenfläche

Dies sind nur Vorschläge – natürlich können Sie viele weiter Techniken einsetzen oder ganz einfach die Basislandkarte frei Hand zeichnen.

Schritt 2: Tragen Sie Projektstammdaten auf der Karte ein!

Wählen Sie zusammen die relevanten Stammdaten des Projekts aus, die auf der Landkarte zu sehen sein sollen. Dies ist sinnvoll, um den Kontext der Karte schnell erfassbar zu machen. Zu den Projektstammdaten zählen unter anderem:

Tabelle 1: Mögliche Projektstammdaten zur Charakterisierung der Projektlandkarte
Projektname Projektcode Projekt-ID
Projektleiter Auftraggeber Projektteam
Start-Datum Ziel-Datum Budget

Wo sie diese Informationen anbringen ist Ihnen überlassen. Meine Empfehlung lautet: Grenzen Sie diese Informationen deutlich vom Rest ab. Eine Möglichkeit wäre, dass sie diese Daten in einem separaten Kasten oder Rahmen repräsentieren.

Praxistipps ...

Varianten ...

Ergänzende Methoden

Sprint Retrospektive

Reflektieren und analysieren Sie mit dem Scrum Team den zurückliegenden Sprint! Leiten Sie gemeinsam aus den positiven und negativen Erfahrungen Maßnahmen ab, um im nächsten Sprint die Produktivität des Entwicklungsteams zu erhöhen.

Lessons Learned

Alle profitieren davon, wenn Sie die Erfahrungen aus Ihren Projekten erfassen und dokumentieren. Mit Lessons Learned werden Fehler nur einmal gemacht und das Rad nur einmal erfunden. So wird Ihr Projektmanagement immer besser!

Rollen-Canvas

Wer macht hier eigentlich was? Mit der Rollen-Canvas visualisieren Sie gemeinsam die Aufgaben, Verantwortungen und Kommunikationswege der Rollen im Projekt klar und für alle verständlich.

Project Canvas

Definieren Sie im Team die wichtigsten Rahmendaten Ihres Projekts! Alle Stakeholder erhalten mit der Project Canvas den perfekten Überblick über das Projekt.

Fachartikel zur Methode

Den Überblick in verteilten Projekten zu behalten, z.B. über den aktuellen Fortschritt an verschiedenen Standorten, kann besonders bei größeren Projekten schwierig sein.

Aufgabengebiete

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Bewertungen und Kommentare

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Kommentare 4

Alle Kommentare (4)

Christian
Radlinger

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" Im Alltag (z.B. Architektur) längst bewährt und unverzichtbar. Für eine "entkomplexte" Projektdarstellung sehr gut geeignet.

 

Henning
Hanacek

Ja, ein Bild sagt viel mehr als 1000 Worte oder 20 PowerPoint Folien. Nur wo gibt es diese Map???

 

Christian
Botta

Wie im Text beschrieben, geht es auch darum diese selbst anzufertigen. Gerne unterstützen wir Sie dabei. Sie können mich gerne unter [email protected] oder über unsere Webseite www.visual-braindump.de kontaktieren.

 

Guest

Klingt sehr interessant! -> werde ich mir auf jeden Fall holen, muss aber noch einen Account machen ;-) Schöne Grüße aus Wien