Effizient, erfolgreich – und in zwei Wochen erstellt

Agile Lastenhefte für Entwicklungsprojekte

Häufig schon musste Troubleshooter Maik Pfingsten Projekte aus der Krise führen, die ohne Lastenheft gestartet waren. Denn nur mit Lastenheft versteht das Projektteam die Wünsche des Auftraggebers. Pfingsten hat daher über die Jahre eine Methode entwickelt, mit der er innerhalb von zwei Wochen ein hinreichendes Lastenheft erstellt. In diesem Beitrag erklärt er Schritt für Schritt, wie er dazu vorgeht.

Ein Lastenheft leistet immer einen entscheidenden Beitrag zum Projekterfolg, denn es ist das "Wünsch-Dir-Was" des Auftraggebers, d.h. des externen Kunden oder der Marketingabteilung bzw. des Produktmanagements: Erst wenn ich die technischen Erwartungen meines Auftraggebers an das zu erstellende IT-System kenne, kann ich sie auch erfüllen.

Es gibt viele verschiedene Gründe, warum kein Lastenheft vorliegt. Die Erstellung ist zwar eigentlich Aufgabe des Auftraggebers, dieser ist jedoch häufig nicht in der Lage oder willens, die genauen Anforderungen zu spezifizieren, die er an das Projekt hat. Deshalb delegieren viele Auftraggeber diese Aufgabe an die Projektleitung.

Unternehmen, die ein Produkt direkt an den Endkunden verkaufen, haben keinen Auftraggeber, der ein Lastenheft vorgibt. Diese Aufgabe sollte das unternehmensinterne Produktmanagement übernehmen. In der Realität kommt das Produktmanagement dieser Aufgabe häufig jedoch nicht nach. Ein weiterer Grund kann sein, dass Projekte auf einer operativen Ebene vereinbart werden, d.h. die durchzuführenden Tätigkeiten werden abgestimmt, aber es wird versäumt, eindeutige, messbare und realistische Abnahmekriterien zu vereinbaren.

Grundlage für Verständnis über Wünsche und Anforderungen

In den über zehn Jahren als Troubleshooter in der Automobilentwicklung war es stets eine meiner ersten Aufgaben, in kurzer Zeit ein effektives Lastenheft zu erstellen, um eine sinnvolle Strategie aufbauen zu können, mit der ich das Projekt aus der Krise führte . Dementsprechend wurde jedem Mitglied eines Projektteams, mit dem ich begonnen habe, ein Lastenheft zu erstellen, erst durch diese Arbeit wirklich klar, was der Auftraggeber wünscht.

Zudem erhalten alle Beteiligten einen Überblick über das System sowie die Grundlage für Kosten- und Zeitpläne. Dennoch herrscht in vielen Projekten häufig die Meinung vor, dass ein Lastenheft nicht benötigt wird. Diese Ablehnung basiert auf unterschiedlichen Denkfehlern, auf die ich in der Folge näher eingehen werde. Das Resultat ist jedoch meist das gleiche: Das Projekt läuft Gefahr zu scheitern, weil die Wünsche und Anforderungen des Kunden nicht klar sind.

Über die Jahre habe ich einen smarten Prozess in fünf Schritten entwickelt, mit dem Sie für jedes Projekt innerhalb von zwei Wochen ein freigegebenes Lastenheft erstellen können – egal ob Sie im agilen oder im klassischen Umfeld agieren. Zwar erlangt solch ein "agiles" Lastenheft (weil kurzfristig erstellt) nicht die Güte und die Reife eines Lastenhefts, an dem über Wochen oder Monate hinweg

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