Agiles Projektmanagement mit Microsoft Project Online

Bei der Entwicklung von Project hin zur heutigen Client Server-Lösung verfolgte Microsoft stets das Ziel, eine branchenunabhängige Projektmanagement-Software für sequentielle Planung zu entwickeln. In vielen Projekten gehören mittlerweile jedoch auch iterativ inkrementelle Vorgehensmodelle, wie z.B. Scrum zum Standard. Ein weiterer logischer Entwicklungsschritt war es daher, in den Project Client auch Funktionen für die agile Planung zu integrieren. Torben Blankertz stellt das neue agile Feature vor.

Agiles Projektmanagement mit Microsoft Project Online

Bei der Entwicklung von Project hin zur heutigen Client Server-Lösung verfolgte Microsoft stets das Ziel, eine branchenunabhängige Projektmanagement-Software für sequentielle Planung zu entwickeln. In vielen Projekten gehören mittlerweile jedoch auch iterativ inkrementelle Vorgehensmodelle, wie z.B. Scrum zum Standard. Ein weiterer logischer Entwicklungsschritt war es daher, in den Project Client auch Funktionen für die agile Planung zu integrieren. Torben Blankertz stellt das neue agile Feature vor.

Betrachtet man die Entwicklung von Microsoft Project von der ursprünglich reinen Client-Lösung bis hin zur heutigen Client Server-Lösung, kann man auf dem Weg mehrere evolutionäre Sprünge ausmachen. Zu diesen gehört z.B. die Integration des Project Servers in die SharePoint-Technologie, die es seit 2002 u.a. ermöglicht, das Ressourcen- und vor allem auch das Risikomanagement mit der Servertechnologie abzubilden.

Mit Version 2010 integrierte Microsoft dann auch den zuvor eigenständigen Portfolio Server 2007 in den Project Server. Unternehmen konnten so mit nur einem Produkt ihr gesamtes Projektportfolio managen. Außerdem ermöglichte die damit verbundene zentrale Datenhaltung es, das Berichtswesen zu automatisieren.

Ein weiterer Meilenstein war im Jahr 2013 die Bereitstellung des damaligen Project Servers als Online-Version in Office 365. Damit erhielten auch kleine bzw. mittelständige Unternehmen Zugang zum Project Server und den damit verbundenen Funktionen für das Portfoliomanagement. Zuvor war der Project Server wegen der damit verbundenen hohen Lizenzkosten vor allem Enterprise-Kunden vorbehalten gewesen.

Bei all diesen Entwicklungsschritten verfolgte Microsoft stets das Ziel, eine branchenunabhängige Projektmanagement-Software zu entwickeln, die sequentielle Planungsmethoden abbildet. Seit einigen Jahren finden allerdings auch iterativ inkrementelle Vorgehensmodelle wie Scrum eine immer größere Verbreitung und sind bei vielen Softwareentwicklungs-Projekten mittlerweile Standard. Agile Methoden ließen sich bisher jedoch nicht in Microsoft Project abbilden.

Ein weiterer logischer Schritt war es daher, in den Microsoft Project Client auch Funktionen für die agile Planung zu integrieren. Erste Hinweise auf Scrum- oder Kanban-Funktionalitäten gab es bereits auf der Project Conference 2014 in L.A. Danach wurde es um das Thema zunächst wieder ruhiger. Im Oktober 2017 stellte Microsoft dann schließlich das neue agile Feature allen Abonnenten von Office 365 Project Online mit Professional oder Premium Client zur Verfügung.

Willkommen im agilen Projektmanagement!

Ob die agilen Funktionen bereits zur Verfügung stehen, sieht der Anwender an den neuen Scrum- oder Kanban-Vorlagen im BackOffice Bereich (Bild 1). Die Voraussetzungen, um das entsprechende Update zu erhalten, sind am Ende dieses Beitrags im Abschnitt Systemvoraussetzungen beschrieben.

Bild 1: Die neuen Scrum- und Kanban-Vorlagen erscheinen im BackOffice

Bild 1: Die neuen Scrum- und Kanban-Vorlagen erscheinen im BackOffice
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Die agilen Features sind reine Client-Features, die sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht zusammen mit der Server-Lösung nutzen lassen. Beim Zugriff auf Project Online über PWA (Project Web App) stehen die Features daher nicht zur Verfügung. Der Austausch der zugrundeliegenden Projektmanagement-Daten zwischen PWA und Project Online ist davon unabhängig in vollem Umfang möglich.

Ein Scrum-Projekt anlegen

Beim Anlegen eines neuen Projekts entscheidet der Anwender anhand der Vorlage, ob er das Projekt nach der Wasserfall-Methode, als Scrum-Projekt oder als Kanban Projekt umsetzen möchte. Möchte er ein Projekt zunächst in der Gantt-Ansicht planen, kann er es auch zu einem späteren Zeitpunkt in ein agiles Projekt überführen.

Um zu verstehen, wie der Transfer zwischen den Methoden funktioniert, hilft ein Blick auf das Erarbeiten einer User Story. Dabei gibt es die Epic, die verschiedene Themen umfasst sowie die jeweils zugehörigen User Stories. Setzt man – Scrum-Nutzer mögen mir verzeihen – Epic mit dem Projektnamen gleich, Themen mit Projektphasen und User Stories mit Arbeitspaketen, so fällt das Verständnis für den Transfer leichter.

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