Das Excel-Werkzeug "Tabelle" im Praxiseinsatz

Teil 2: Tabellen konsolidieren mit ODBC und SQL
"Tabellen" und "strukturierte Verweise" sind hilfreiche Werkzeuge für die Datenanalyse in Excel. Welche Vorteile diese beiden Werkzeuge bieten, zeigt der erste Teil dieses Beitrags an praktischen Beispielen. Doch auch beim Einlesen externer Daten per ODBC sind Tabellen und strukturierte Verweise nützlich. In diesem zweiten und abschließenden Teil beschreibt Ignatz Schels, wie Sie Daten aus externen Quellen importieren, als Tabellen bearbeiten und mit strukturierten Verweisen analysieren können.

Ab Version 2007 stellt Excel für die Datenanalyse die Werkzeuge "Tabellen" und "strukturierte Verweise" zur Verfügung. Welche Vorteile diese gegenüber herkömmlichen Excel-Listen und Zellverweisen bieten und wie man strukturierte Verweise verwendet, um Tabellendaten zu analysieren, ist im ersten Teil des Beitrags beschrieben. Doch auch beim Einlesen externer Daten per ODBC (open database connectivity) bringen die Werkzeuge Vorteile. Der zweite und abschließende Teil zeigt, wie Daten per ODBC aus externen Quellen importiert, als Tabellen bearbeitet und mit strukturierten Verweisen analysiert werden.

ODBC ist eine standardisierte Datenbankschnittstelle von Microsoft auf Basis der Datenbanksprache SQL. Für den Datenimport in Excel-Tabellenblätter stehen entsprechende Treiber zur Verfügung, die mit der Installation des Office-Pakets eingerichtet werden. Welche ODBC-Treiber genau auf Ihrem Rechner installiert sind, können Sie im "ODBC-Datenquellen-Administrator" erkennen, den Sie in der Systemsteuerung in der Gruppe "Verwaltung" finden.

Standardmäßig bietet Excel Importmöglichkeiten für Daten aus unterschiedlichen Quellen, u.a. aus Access, dem Web und aus Textdateien. Sie finden die entsprechenden Befehle im Register Daten im Bereich Externe Daten abrufen (Bild 1). Hinter jeder der Optionen verbirgt sich ein Assistent, der den Anwender durch den Prozess der ODBC-Integration führt. Für einfache Abfragen z.B. aus externen Excel-Tabellenblättern reicht der ODBC-Abfrageassistent "Microsoft Query" aus, den Sie im Bereich Externe Daten abrufen über die Auswahl Aus anderen Quellen aufrufen.

Bild 1: Für einfache Abfragen externer Excel-Dateien reicht der ODBC-Abfrageassistent "Microsoft Query" aus.

ODBC und Tabellen

Eine ODBC-Verbindung auf externe Daten lieferte in Excel bis Version 2003 eine Liste, die mit der externen Datenquelle verknüpft war. Ab Excel 2007 ist das Ergebnis eine Tabelle – was die Datenanalyse erleichtert. (Eine ausführliche Beschreibung zu Tabellen und strukturierten Verweisen finden Sie im ersten Teil dieses Beitrags.)

Gegenüber herkömmlichen Listen haben Tabellen folgende Vorteile:

  • Tabellen haben einen Namen, der sich automatisch an die Dimension der Tabelle anpasst. Werden neue Daten angefügt, erweitert sich der Bereich, auf den sich der Tabellenname bezieht, automatisch.
  • Die Ergebniszeile summiert oder zählt automatisch einzelne Spaltenwerte.
  • Mit internen strukturierten Verweisen können Daten spaltenweise berechnet werden. Die Formeln verwenden keine Bezüge (z.B. =$A$1),
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