Ergebnisse einer Studie

Projektmanagement: Abenteuer Wertvernichtung

Nur 13% der Projektarbeit in deutschen Organisationen sind wertschöpfend. Das ist das Ergebnis der Langzeitstudie "Projektmanagement: Abenteuer Wertvernichtung" von Prof. Dr. Manfred Gröger. Grund für die Wertvernichtung sind Unzulänglichkeiten in der Projektabwicklung und mangelnde PM-Kompetenz. Prof. Dr. Manfred Gröger stellt die Studie vor und zeigt Verbesserungspotenziale auf.

Unzulänglichkeiten in der Projektabwicklung sind der häufigste Grund für Wertvernichtung in deutschen Organisationen. Das ist das Ergebnis der Langzeitstudie "Projektmanagement: Abenteuer Wertvernichtung". Die Studie attestiert der deutschen Industrie, den Dienstleistungsunternehmen sowie der öffentlichen Verwaltung eine mangelhafte Projektkompetenz. Da die Projektarbeit aller Voraussicht nach an Bedeutung gewinnen wird, deutet dieses Ergebnis darauf hin, dass die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Organisationen zunehmend gefährdet ist.

Die Studie zeigt auf, dass nur 13% der Projektarbeit tatsächlich wertschöpfend sind. Rechnet man dieses Ergebnis auf die deutsche Wirtschaft hoch, summiert sich die jährliche Wertvernichtung auf ca. 150 Milliarden Euro. Die Gründe für die Wertvernichtung sind sowohl strategischer als auch operativer Art und werden im Folgenden dargelegt.

Das Wertschöpfungspotential der Projektarbeit

Im Rahmen der Studie "Projektmanagement: Abenteuer Wertvernichtung" wurden in einem Zeitraum von fast vier Jahren 962 Führungskräfte zu ihren PM-Erfahrungen in deutschen Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung befragt. Ziel der Studie war es nicht nur, bisherige Studienergebnisse zu bestätigen und die Unternehmen erneut anzuhalten, ihre Abläufe im Projektmanagement zu verbessern. Der Ansatz der Studie war vielmehr weiter gefasst: Es sollte ermittelt werden, wie viel Geld in den Unternehmen durch mangelhafte Projektarbeit verschwendet wird. Indem das Wertsteigerungspotenzial einer verbesserten Projektarbeit aufgezeigt wird, soll der Handlungsbedarf in diesem Bereich verdeutlicht werden. Insbesondere das Top-Management soll auf die Bedeutung des Projektmanagements aufmerksam gemacht werden.

Als Maßstab für die Verschwendung durch Projektarbeit diente die Arbeitszeit, die die Mitarbeiter für Projekte aufwenden. Im Gegensatz zu den bisherigen Studien wurde also nicht die Anzahl der Projekte bestimmt. Davon wurde abgesehen, weil der Ressourcenbedarf einzelner Projekte sehr unterschiedlich sein kann.

Die Untersuchung erfolgte in drei Schritten:

  1. Im ersten Schritt wurden aus den Schwachstellen der Projektarbeit die Kardinalprobleme des Projektmanagements ermittelt und bisherige Studienergebnisse verifiziert.
  2. Im zweiten Schritt wurde untersucht, ob die richtigen Projekte durchgeführt werden (strategische Dimension) und ob die Projekte richtig durchgeführt werden (operative Dimension).
  3. Schließlich konnte im dritten
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