Ausgabe 20/2026

Die Menschen sind zu Werkzeugen ihrer Werkzeuge geworden.

Henry David Thoreau (1817–1862), US-amerikanischer Schriftsteller und Philosoph

Liebe Leserinnen und Leser, 

KI gehört inzwischen zum Alltag vieler Projektverantwortlicher. Sie liefert Prognosen, bewertet Risiken und bereitet Entscheidungen vor. Doch so überzeugend die Ergebnisse meist wirken: Wenn durch mangelnde Datenqualität Fehler entstehen, kann die Verantwortung dafür nicht an die KI delegiert werden. Stas Kertsman zeigt in seinem Beitrag "KI im Projektmanagement: Wer haftet, wenn die KI Fehler macht?", warum Unternehmen und Projektleitungen KI-Ergebnisse prüfen, Entscheidungswege dokumentieren und klare Verantwortlichkeiten schaffen müssen – und was drohen kann, wenn sie diese rechtlichen Pflichten vernachlässigen.

Ist die KI nur ein effizientes Werkzeug – oder trifft sie längst Entscheidungen, ohne dafür Verantwortung tragen zu müssen?

Gerade wenn KI-Empfehlungen in die Termin-, Budget- oder Ressourcenplanung einfließen, wird menschliche Kontrolle zum wichtigsten Faktor. Denn wer Ergebnisse ungeprüft übernimmt, riskiert nicht nur teure Fehlentscheidungen, sondern auch juristische Konsequenzen. Der Beitrag zeigt, wo im Projektalltag die Fallstricke lauern und worauf Projektverantwortliche achten sollten, damit aus KI-Unterstützung kein Haftungsrisiko wird.

Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe wünscht das Team des projektmagazins!

Weitere Themen dieser Ausgabe: 
Konstruktives Feedback im Team: eine Retrospektive in 5 Schritten · KI-Tools selbst entwickeln oder kaufen? Ein Entscheidungsframework für Projektleitende · Was ich vom Sport über agiles Arbeiten gelernt habe · 4 Techniken zur Stressbewältigung

NEU: Was, wenn KI falsche Prognosen liefert, sensible Daten im falschen System landen oder Kontrollen fehlen? Für Projektleitungen kann der KI-Einsatz dann schnell zum rechtlichen Risiko werden. Umso wichtiger ist es, Pflichten und Risiken zu kennen.

NEU: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht: Feedback kann schnell zu Missverständnissen führen. Eine 5-Schritte-Retro verbindet zwei Kommunikationsmodelle mit praktischen Übungen. So lernen Teams, wertschätzend Feedback zu geben und anzunehmen.

NEU: Nicht für jede KI-Lösung lohnt sich die Eigenentwicklung. Mit einem kompakten Framework aus zwei K.-o.-Kriterien prüfen Sie, ob Build oder Buy die bessere Wahl ist. Hier zählen strategische Relevanz und Wirtschaftlichkeit.

Auf den ersten Blick haben agile Methoden und die persönliche Fitness wenig gemein. Ein Trugschluss, sagt unser Autor Jan Neudecker, und erläutert, wie Sie die Impulse beider Kontexte zu Ihrem Vorteil nutzen können.

Stressige Situationen können wir nur mit effektiven Techniken zur Stressminimierung meistern. Die vier Techniken von Christian Bremer helfen Ihnen, gezielt Stress einzudämmen und resilient zu werden.