Teamentwicklung mit dem Vier-Ohren-Modell und Gewaltfreier Kommunikation Konstruktives Feedback im Team: eine Retrospektive in 5 Schritten
Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht: Feedback kann schnell zu Missverständnissen führen. Anne Bergmann stellt eine 5-Schritte-Retro vor, die die beiden Kommunikationsmodelle Vier-Ohren-Modell nach Schulz von Thun und Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg mit praktischen Übungen verbindet. Teams lernen anhand konkreter Situationen aus Ihrem Projektalltag, Missverständnisse zu erkennen, wertschätzend Feedback zu geben und die Feedbackkultur im Team gezielt weiterzuentwickeln.
Management Summary
Als Mitglied erhalten Sie die wichtigsten Thesen des Beitrags zusammengefasst im Management Summary!
Inhalt
- Feedback-Retro im Überblick
- 1. Einstieg: Warum ist Feedback wichtig?
- 2. Missverständnisse sichtbar machen mit dem Vier-Ohren-Modell nach Friedemann Schulz von Thun
- 3. Konstruktives Feedback üben mit Gewaltfreier Kommunikation nach Marshall Rosenberg
- 4. Das Gelernte auf aktuelle Themen im Team übertragen
- 5. Die Retrospektive mit Feedback abschließen
- Fazit
Teamentwicklung mit dem Vier-Ohren-Modell und Gewaltfreier Kommunikation Konstruktives Feedback im Team: eine Retrospektive in 5 Schritten
Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht: Feedback kann schnell zu Missverständnissen führen. Anne Bergmann stellt eine 5-Schritte-Retro vor, die die beiden Kommunikationsmodelle Vier-Ohren-Modell nach Schulz von Thun und Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg mit praktischen Übungen verbindet. Teams lernen anhand konkreter Situationen aus Ihrem Projektalltag, Missverständnisse zu erkennen, wertschätzend Feedback zu geben und die Feedbackkultur im Team gezielt weiterzuentwickeln.
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- Feedback-Retro im Überblick
- 1. Einstieg: Warum ist Feedback wichtig?
- 2. Missverständnisse sichtbar machen mit dem Vier-Ohren-Modell nach Friedemann Schulz von Thun
- 3. Konstruktives Feedback üben mit Gewaltfreier Kommunikation nach Marshall Rosenberg
- 4. Das Gelernte auf aktuelle Themen im Team übertragen
- 5. Die Retrospektive mit Feedback abschließen
- Fazit
Feedback ist ein zentraler Bestandteil selbstorganisierter Teams. Es unterstützt die kontinuierliche Weiterentwicklung, stärkt das Vertrauen und fördert eine offene Fehlerkultur. Dennoch nehmen Teams die Teamentwicklung im Arbeitsalltag häufig als unnötigen Zeitaufwand wahr, weil sie vermeintlich von produktiver Arbeit abhält.
Aus diesem Grund bietet es sich insbesondere für agil arbeitende Teams an, die Retrospektive als regelmäßig wiederkehrende Gelegenheit für die Teamentwicklung zu nutzen: Sie lässt sich an einem bestimmten Thema ausrichten und um ein gezieltes Coaching erweitern. Eine solche "Themen-Retrospektive" enthält sowohl Impulse, die neues Wissen vermitteln, als auch fest eingeplante Zeitfenster, in denen die Teilnehmenden das neu erworbene Wissen unmittelbar anwenden. Auch für Teams, die nicht mit agilen Praktiken arbeiten, eignet sich eine Themen-Retrospektive. Sie kann dann als Teambuilding-Workshop einen Mehrwert für die Zusammenarbeit im Team bieten.
In diesem Artikel stelle ich Scrum Mastern und Projektleitenden das Vorgehen für eine Retrospektive zum Thema "Feedback geben im Team" vor. Dabei lernt Ihr Team zwei Kommunikationsmodelle kennen und wendet sie direkt auf die eigene Zusammenarbeit an.
Feedback-Retro im Überblick
Die Retrospektive ist in fünf Teilabschnitte unterteilt, die jeweils praktische Anwendungsmöglichkeiten zum Thema enthalten. Am Ende der Retrospektive hat das Team nicht nur Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung der Zusammenarbeit festgelegt. Es hat auch Methoden erlernt, mit denen sich die Teammitglieder gegenseitig wirksames Feedback geben, sodass sie zur Verbesserung der (Zusammen-)Arbeit beitragen können.
Folgender Rahmen hat sich bewährt:
- Material: Flipchart oder große Haftnotizen, kleine Haftnotizen, Stifte, (Stopp-)Uhr
- Moderation: Übernehmen idealerweise Scrum Master bzw. im nicht-agilen Kontext HR-Spezialisten oder externe (Agile) Coaches, die psychologisch und methodisch geschult sind. Grundkenntnisse zu Fragetechniken und Timeboxing sind essenziell.
- Ablaufplan: Einstieg – Modell 1 (hier: Vier-Ohren-Modell) – Modell 2 (hier: Gewaltfreie Kommunikation) – Maßnahmen – Abschluss
- Timebox: 90 bis 120 Minuten (je nach Anzahl der Teilnehmenden)
Bei größeren Gruppen muss der Ablauf dieser Retrospektive anders strukturiert werden, z.B. mithilfe von Teilgruppen und weiteren moderierenden Personen (s. auch "Lösungen im Team entwickeln").
1. Einstieg: Warum ist Feedback wichtig?
Die Moderation startet die Retrospektive mit der Vorstellung des Themas und einem interaktiven Einstieg, der die Teilnehmenden dazu motiviert, sich aktiv einzubringen.
Ziel: Mit diesem Einstieg schaffen die Teilnehmenden gegenseitiges Verständnis untereinander, beispielsweise in Bezug auf ihre Vorstellungen von einer positiven Fehlerkultur, von Vertrauen oder von kontinuierlicher Weiterentwicklung in einem selbstorganisierten und eigenverantwortlich arbeitenden Team. Material: Flipchart oder große Haftnotiz für die Frage an die Teilnehmenden Timebox: 5 Minuten |
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