Unsicherheit reduzieren, Verantwortung übernehmen KI im Projekt: 5 To-dos für die Projektleitung
Zwischen Hype und Skepsis: KI verändert Projektarbeit und stellt die Projektleitung vor neue Herausforderungen. Erfahren Sie, wie Sie Unsicherheiten abbauen und das Arbeiten mit KI erfolgreich und verantwortungsvoll im Projektteam etablieren.
Management Summary
Als Mitglied erhalten Sie die wichtigsten Thesen des Beitrags zusammengefasst im Management Summary!
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Künstliche Intelligenz polarisiert nicht nur in der Projektarbeit: Die einen halten sie für zu kompliziert, andere sind fasziniert von den neuen Möglichkeiten. Bei wieder anderen meldet sich die Sorge: "Was, wenn die KI mich ersetzt?" Dieser Artikel richtet sich an Projektverantwortliche, die das Arbeiten mit KI im Rahmen von Projekten einführen oder ihren Einsatz in Projektteams etablieren und weiterentwickeln müssen. Das birgt spezifische Herausforderungen: Unter Zeitdruck müssen sie neue Arbeitsweisen erproben, ohne Weisungsbefugnis Stakeholder und Teammitglieder überzeugen und gleichzeitig Projektziele erreichen.
Als Projektleitung KI-Hype und Unsicherheit im Team reduzieren
Erleben Mitarbeitende KI als "heilig" oder "gefährlich", hat das konkrete Folgen: Entscheidungen verengen sich, weil nur eine kleine Expertengruppe den Mut hat, Vorschläge einzubringen. Teams werden abhängig von wenigen KI-Spezialisten, statt das Wissen aller Beteiligten zu nutzen. Innovation bleibt liegen, weil niemand Experimente wagt. Risiken werden später erkannt, weil Ergebnisse der KI entweder ungeprüft übernommen oder grundsätzlich abgelehnt werden. Kurz: Die Organisation wird passiv – und damit langsamer und teurer. In Projekten zeigt sich das beispielsweise daran, dass sich Entscheidungen verzögern, Risiken seltener offen angesprochen werden und Chancen zur Verbesserung von Qualität, Termintreue oder Effizienz ungenutzt bleiben.
Wer künstlicher Intelligenz oder anderen digitalen Werkzeugen wahlweise mit uneingeschränkter Ehrfurcht oder offener Ablehnung begegnet und sich dadurch lähmen lässt, wird sie weder kritisch noch kreativ einsetzen. Genau hier beginnt Führungsverantwortung im Projekt: Sie entzaubert Technik und weckt dadurch Neugier. Sie erdet KI emotional und nimmt dadurch Angst. Sie ermöglicht reale Erfahrungen und schafft dadurch Sicherheit.
3 Arten von Unsicherheit – das können Sie tun
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Artikel kennzeichnen als z.B. Basic - Advanced - Expert?
02.09.2026
Danke für den Beitrag. Erscheint grundsätzlich richtig und wichtig. Als frequent AI user hätte ich mir mehr in Richtung Level Advanced oder Expert erwartet --> wäre das eine Idee, Artikel zu kennzeichnen? (da m.E. alle drei Level ihren Sinn und Nutzen haben können).
Vielen Dank für Ihr Feedback!
02.09.2026
Lieber Herr Weitlaner,
vielen Dank für Ihr Feedback. Tatsächlich kennzeichnen wir einen Teil unserer praxisorientierten KI-Beiträge bereits nach den Leveln "Anfänger", "Fortgeschritten" und "Profi". Ihre Rückmeldung zeigt uns aber, dass wir diese Kennzeichnung noch nicht konsequent genug einsetzen.
Dieser Beitrag legt den Schwerpunkt bewusst auf die Einführung und Etablierung von KI im Projektteam und weniger auf fortgeschrittene Anwendungsszenarien für erfahrene KI-Nutzende. Eine Einordnung wäre hier sicherlich hilfreich gewesen. Das nehmen wir gern als Anlass, unsere Kennzeichnung zu überprüfen und zu schärfen.
Herzliche Grüße aus der Redaktion
Julia Schumacher
Inhaltlich richtig, aber falsche Adresse
02.09.2026
Inhaltlich sind die genannten Punkte richtig, aber meines Erachtens falsch adressiert. Zumindest in meiner Projektrealität wäre es nicht leistbar, neben der eigentlichen Projektarbeit quasi nebenbei auch noch eine KI-Etablierung mit Datenschutz, Compliance etc. abzuliefern. Nach meiner Einschätzung ist das eine Sache der Organisationsentwicklung bzw. der allgemeinen KI-Einführung im Unternehmen und stellt ein eigenständiges Projekt dar.
Adresse richtig, aber nicht allein verantwortlich
02.09.2026
Vielen Dank für Ihre Einschätzung, Herr Forsten! Sie sprechen einen wichtigen Punkt an: Die übergreifenden Rahmenbedingungen für den KI-Einsatz – z.B. zu Datenschutz, Compliance, oder freigegebenen Tools – können nicht von der Projektleitung neben der eigentlichen Projektarbeit geschaffen werden. Der Beitrag verweist an dieser Stelle auf die geltenden Unternehmensvorgaben, hier ist also ganz klar die Organisation gefragt.
Gleichzeitig sehe ich auch die Projektleitung in einer wichtigen (Führungs-)Rolle, sobald KI konkret in ihrem Projektteam eingesetzt werden soll: etwa wenn es darum geht, Unsicherheiten im Team aufzugreifen, sinnvolle Einsatzmöglichkeiten zu identifizieren, Verantwortlichkeiten (z.B. im Projektauftrag) festzulegen und den KI-Einsatz innerhalb der vorhandenen Rahmenbedingungen zu gestalten.
Wenn dieser organisatorische Rahmen (noch) fehlt, stößt die Projektleitung schnell an Grenzen, da stimme ich Ihnen zu.
Herzliche Grüße aus der Redaktion
Julia Schumacher