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Johari-Fenster

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Johari Window

Das Johari-Fenster ist ein Modell zum Abgleich der Eigen- und Fremdwahrnehmung. Es stellt bewusste und unbewusste Verhaltens- und Persönlichkeitsmerkmale in einem vierteiligen Rechteck (dem sog. "Johari-Fenster") grafisch dar. Die Mitglieder eines Teams können mit seiner Hilfe die eigenen Verhaltensweisen und gruppendynamischen Beziehungen analysieren. Die Instrumente "Feedback" und "Selbstoffenbarung" sollen das Verhalten der beteiligten Personen transparenter machen und den Handlungsspielraum erweitern.

 Johari-Fenster

Johari-Fenster

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Johari Window

Das Johari-Fenster ist ein Modell zum Abgleich der Eigen- und Fremdwahrnehmung. Es stellt bewusste und unbewusste Verhaltens- und Persönlichkeitsmerkmale in einem vierteiligen Rechteck (dem sog. "Johari-Fenster") grafisch dar. Die Mitglieder eines Teams können mit seiner Hilfe die eigenen Verhaltensweisen und gruppendynamischen Beziehungen analysieren. Die Instrumente "Feedback" und "Selbstoffenbarung" sollen das Verhalten der beteiligten Personen transparenter machen und den Handlungsspielraum erweitern.

 Johari-Fenster

Einsatzmöglichkeiten

Das Johari-Fenster spielt insbesondere in Gruppensituationen eine Rolle. Typische Einsatzmöglichkeiten sind

  • Teamentwicklung
  • Mitarbeiter- und Feedbackgespräche
  • Integration neuer Teammitglieder
  • Verbesserung der Kommunikation innerhalb des Teams
  • Steigerung der Arbeitseffizienz des Projektteams

Vorteile

  • Die Methode lässt sich einfach durchführen.
  • Die Selbstwahrnehmung des Einzelnen wird verbessert.
  • Das gegenseitige Vertrauen wird gestärkt.
  • Die Kommunikation innerhalb der Gruppe wird verbessert.
  • Unbewusstes wird in das Bewusstsein gerückt und dadurch handhabbar gemacht.
  • Das Feedback unterstützt die persönliche Weiterentwicklung des Einzelnen.
  • Die grafische Darstellung hilft Personen dabei, schnell ein Bild der eigenen Persönlichkeit zu erhalten.

Grenzen, Risiken, Nachteile

  • Die Methode ist wirkungslos, wenn die Bereitschaft zur offenen Kommunikation fehlt.
  • Es besteht das Risiko, dass die Teilnehmer vertrauliche Informationen missbrauchen.

Ergebnis

  • neue Erkenntnisse über die eigene Person
  • Abgleich von Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • gestärktes Zusammenhörigkeitsgefühl des Teams
  • verbessertes Teamklima

Voraussetzungen

  • Räumlichkeiten, in denen ungestörtes Arbeiten möglich ist und welche die Teilnehmer als angenehm empfinden
  • Die beteiligten Personen müssen dazu bereit sein, sich einander zu offenbaren.
  • Die Teilnehmer müssen für die anderen Personen und deren Aussagen offen sein.

Qualifizierung

Für die Anwendung der Methode sind keine spezifischen Qualifikationen erforderlich. Die Teilnehmer benötigen grundlegendes Wissen über die Anwendung der Methode.

Benötigte Informationen

Wissen der Teilnehmer über sich selbst und die anderen Teilnehmer

Benötigte Hilfsmittel

Arbeitsblätter, Flipchart, Stifte

Durchführung ...

Praxistipps ...

Herkunft

Das Johari-Fenster wurde 1955 von den beiden amerikanischen Sozialpsychologen Joseph Luft und Harry Ingham entwickelt, die an der University of California in Los Angeles gruppendynamische Prozesse untersuchten. Im Laufe der Jahre wurde die Methode von weiteren Personen angepasst. Deshalb gibt es heute geringfügig unterschiedliche Benennungen für die vier Bereiche des Fensters. Die Grundaussage des Johari-Fensters ist aber erhalten geblieben.

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Kommentare 1

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Christoph
Werder
Sehr gute Aufklärung!
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