Reframing

Synonyme

Umdeutung
Neurahmung

Reframing (deutsch: "Neurahmung" oder "Umdeutung") bedeutet, eine Situation oder ein Problem aus einer anderen Perspektive zu betrachten oder neu zu interpretieren. Das Ziel dieser Methode besteht darin, negative Gedankenmuster oder Bewertungen zu verändern und somit die Wahrnehmung einer Situation positiv zu beeinflussen. Dies kann dazu beitragen, schwierige Situationen besser zu bewältigen, Konflikte zu lösen oder neue Lösungen für Probleme zu finden.

Reframing
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Reframing

Synonyme

Umdeutung
Neurahmung

Reframing (deutsch: "Neurahmung" oder "Umdeutung") bedeutet, eine Situation oder ein Problem aus einer anderen Perspektive zu betrachten oder neu zu interpretieren. Das Ziel dieser Methode besteht darin, negative Gedankenmuster oder Bewertungen zu verändern und somit die Wahrnehmung einer Situation positiv zu beeinflussen. Dies kann dazu beitragen, schwierige Situationen besser zu bewältigen, Konflikte zu lösen oder neue Lösungen für Probleme zu finden.

Reframing
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Einsatzmöglichkeiten

  • Persönlichkeitsentwicklung: Transformation von negativen Selbstwertgefühlen in ein positives Selbstkonzept; Erkennen von Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten bei Misserfolgen und Rückschlägen
  • Kommunikation und zwischenmenschliche Beziehungen: Schaffen einer positiven Sichtweise auf die Beteiligten, ihre Äußerungen und Handlungen
  • Berufliche Entwicklung: Transformation von Herausforderungen zu Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten
  • Ideenfindung: Durchbrechen eingefahrener Denkmuster und Entwicklung von kreativen Lösungen
  • Teamführung: Problem- und Konfliktlösung durch Neuinterpretation festgefahrener Situationen
  • Alltagssituationen: Entdecken neuer Aspekte, z.B. in Gesprächen

Reframing kann von einer Einzelperson für sich selbst, in Beratungsgesprächen oder in Teams eingesetzt werden. Der Aufwand für die Methode an sich ist sehr gering, allerdings kann es einige Zeit dauern, bis die Wirkung spürbar wird.

Ergebnisse

Durch Reframing nehmen die Beteiligten eine veränderte Perspektive zur Ausgangssituation ein. Dadurch können sie Probleme oder Konflikte lösen, bessere Entscheidungen treffen, zwischenmenschliche Beziehungen verbessern und Stress abbauen.

Vorteile

Spontan in nahezu allen Situationen anwendbar
Intuitiv verständlich und für Alltagssituationen leicht zu erlernen
Kann sehr leicht in andere Methoden integriert werden
Das Reframing erzeugt einen Impuls für die weitere Bearbeitung der Situation und hat dadurch langfristige Wirkung

Durchführung: Schritt für Schritt

Durchführung

Reframing wird in den meisten Fällen in Gesprächssituationen angewendet. Dabei bringt ein:e Gesprächspartner:in ein Problem in das Gespräch ein, der:die andere hilft ihm :ihr dabei, das Problem zu lösen. Beispiele dafür sind Gespräche zwischen einem Coach und einem Coachee, Mentor:in und Mentee oder zwischen Projektleiter:in und einem Teammitglied.

Möglich sind ebenfalls Teamsituationen, bei denen die Teamleitung oder eine externe, unterstützende Rolle (z.B. ein Agile Coach) die beratende Rolle einnimmt.

Für diese Methodenbeschreibung verwende ich als Basis das von Bandler und Grinder (siehe Abschnitt "Herkunft") entwickelte Six-Step-Reframing. Bild 1 visualisiert diese sechs Schritte. Die anderen Formen von Reframing sind im Abschnitt "Varianten" (s.u.) kurz beschrieben.

Die sechs Schritte des 6 Step Reframing
Bild 1: Die sechs Schritte des 6 Step Reframing

Die folgenden sechs Schritte bilden gleichzeitig die Struktur der Methodenbeschreibung:

Verhaltensmuster identifizieren: Reframing befasst sich mit genau einem für die betroffene Person oder ihre Umwelt störendem, eng umgrenzten Verhaltensmuster.

Veränderungswillen ausdrücken: Voraussetzung für ein erfolgreiches Reframing ist, dass der:die Betroffene ausdrücklich die Veränderung wollen. Falls dies nicht der Fall ist, kann ein anderes Verhaltensmuster ausgewählt werden (Rücksprung zu Schritt 1).

Trennen von Absicht und Verhalten: Das Verhaltensmuster ist der Ausdruck eines tieferliegenden Bedürfnisses, das weiterhin zu befriedigen ist. Hierzu muss es identifiziert und vom störenden Verhalten getrennt werden.

Alternativen finden: Für das tieferliegende Bedürfnis werden alternative Verhaltensmuster gesucht, die es ebenfalls befriedigen, aber keine negativen Nebeneffekte haben.

Neues Verhaltensmuster erproben: Aus den möglichen Verhaltensmustern wird eines ausgewählt, das über eine längere Zeit erprobt wird.

Ökologiecheck: Das neue Verhaltensmuster wird daraufhin geprüft, ob es das tieferliegende Bedürfnis ausreichend befriedigt. Andernfalls wird eine andere der ermittelten Alternativen getestet (Rücksprung zu Schritt 5).

Diese Schritte sind hier für die Situation des persönlichen Coachings beschrieben. Für die anderen Anwendungsfälle sind diese Schritte entsprechend anzupassen. So kann es bei der Teamführung z.B. nicht um eine Verhaltensänderung der Teammitglieder gehen, sondern auch um Situationen aus dem Projektumfeld, auf die das Team angemessen reagieren muss und dafür eine neue Sichtweise hilfreich ist.

Beispiele Coaching und Projektteam

Das Reframing wird mit den Beispielen eines Coachinggesprächs und eines Projektteams in einer Krisensituation erläutert.

Beim Coaching treffen sich Coach und Coachee regelmäßig zu einem Coachingtermin. In einem solchen Termin werden Themen transparent. Der Coach entscheidet dann, ob er das Thema mit der Methode Reframing bearbeitet.

Das Projektteam trifft sich wöchentlich zum Jour Fixe. Dabei bespricht die Projektleiterin mit den Teammitgliedern alle anstehenden Issues. Ihre Aufgabe ist insbesondere das Stakeholdermanagement, d.h. sie vermittelt zwischen Projektteam und Umfeld.