SCAMPER

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SCAMPER

SCAMPER ist eine Kreativitätstechnik, die mit sieben gezielten Aufforderungen zur Variation einer Ausgangskonfiguration Ideen für die Verbesserung von Produkten oder Dienstleistungen generiert. Die Methode wird zur Ideenfindung eingesetzt, z.B. im Rahmen von Brainstorming. Sie basiert auf der Annahme, dass alle neuen Entdeckungen Modifikationen von etwas Bestehendem sind.

"SCAMPER" ist ein Akronym und steht für:

  • Substitute
  • Combine
  • Adapt
  • Modify / Magnify
  • Put to another use
  • Eliminate / Minify
  • Reverse

Ein Moderator führt die Teilnehmer durch diese sieben Kategorien und ermutigt sie dazu, eingefahrene Denkmuster zu verlassen und bestehende Sachverhalte aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

SCAMPER

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SCAMPER

SCAMPER ist eine Kreativitätstechnik, die mit sieben gezielten Aufforderungen zur Variation einer Ausgangskonfiguration Ideen für die Verbesserung von Produkten oder Dienstleistungen generiert. Die Methode wird zur Ideenfindung eingesetzt, z.B. im Rahmen von Brainstorming. Sie basiert auf der Annahme, dass alle neuen Entdeckungen Modifikationen von etwas Bestehendem sind.

"SCAMPER" ist ein Akronym und steht für:

  • Substitute
  • Combine
  • Adapt
  • Modify / Magnify
  • Put to another use
  • Eliminate / Minify
  • Reverse

Ein Moderator führt die Teilnehmer durch diese sieben Kategorien und ermutigt sie dazu, eingefahrene Denkmuster zu verlassen und bestehende Sachverhalte aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

SCAMPER

Einsatzmöglichkeiten

  • Optimierung und Neuentwicklung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen
  • Generierung von Ideen und Lösungsansätzen
  • Problemlösung
  • Entwicklung von Strategien

Die Methode kann während der gesamten Projektlaufzeit eingesetzt werden, am besten in einer Gruppe, um sich gegenseitig zu inspirieren und Anregungen zu geben

Ergebnisse

Sammlung von Ideen und Lösungsansätzen, evtl. strukturiert und priorisiert

Vorteile
Die vorgegebenen Fragen strukturieren den Prozess der Ideenfindung und machen ihn dadurch effizienter als unstrukturiertes Brainstorming.
Durch das neue und nähere Betrachten bestehender Sachverhalte sowie das bewusste Verändern von bisherigen Anordnungen oder Mustern hilft die Methode dabei, neuartige Lösungen zu finden.
SCAMPER kann Hürden und Grenzen im Unternehmen aufdecken und so neue Chancen aufzeigen.
Die Methode ist einfach und ohne große Vorbereitung einsetzbar.
Grenzen, Risiken, Nachteile
SCAMPER ist kaum geeignet für sehr eng gefasste Problemstellungen.
Innerhalb eines starren Prozessablaufs mit vorgegebenen Lieferterminen sind SCAMPER-Sessions weniger effektiv.
Manchen Teilnehmern fällt es schwer, die sieben Aufgaben auf ihr konkretes Problem anzuwenden.
Bei ungenügender Moderation kann die Session in unproduktive Diskussionen abgleiten.
Bei großen Gruppen kann die Durchführung und Auswertung schnell unübersichtlich werden.
Voraussetzungen
  • Die Unternehmenskultur bzw. Projektkultur muss freies, unvoreingenommenes Denken unterstützen.
  • Die Gruppenarbeit benötigt eine entspannte Atmosphäre ohne Ergebnis- oder Termindruck.
Qualifizierung

Mindestens der Moderator sollte mit der Methode und den sieben Kategorien vertraut sein und bereits Erfahrungen damit gesammelt haben. Ansonsten kann die Methode ohne besondere Vorkenntnisse angewendet werden. Für den Einsatz in Gruppen ist Moderationserfahrung empfehlenswert.

Benötigte Informationen
  • Klar formuliertes Problem oder Fragestellung
  • Vorhandenes Produkt / vorhandener Prozess als Ausgangsbasis
  • Möglichst breit gefächertes Expertenwissen der Teilnehmer
Benötigte Hilfsmittel
  • Einfachste Variante (z.B. Einzelperson): Papier und Stift
  • Alternativ oder ergänzend: Software für Textverarbeitung, Präsentation oder Tabellenkalkulation zur Dokumentation
  • Typische Materialien in einer Gruppe: Flipchart/Whiteboard/Pinnwand, Stifte, ggf. Moderationskarten oder Klebezettel
  • Bei realen Produkten: Mehrere Exemplare des Produkts, die beschädigt werden dürfen.
  • Evtl. Möglichkeiten für Rapid Prototyping (CAD-Arbeitsplatz mit 3D-Drucker)
Herkunft

Alex Osborn, einer der Erfinder des Brainstormings, stellte mit der nach ihm benannten Osborn-Checkliste neun Fragestellungen zur Problemlösung vor. Bob Eberle wollte mit SCAMPER (englisch für flitzen, huschen, herumtollen) diese Liste greifbarer machen und einen spielerischen Ansatz zur Ideenfindung entwickeln (Eberle, Bob: Scamper: Games for Imagination Development, 1996, Prufrock Press).

Durchführung: Schritt für Schritt

Wenn Sie eine SCAMPER-Session mit Ihrem Team im Rahmen eines Workshops durchführen wollen, dann orientieren Sie sich bei Vorbereitung und Durchführung an der Methodenbeschreibung "Workshop".

Bereiten Sie insbesondere für die sieben Aufgaben zu Ihrem Thema passende Fragen vor (s.u.). Stellen Sie die benötigten Materialien bereit und gewährleisten Sie die Dokumentation der Ergebnisse.

Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird im Folgenden nur noch die grammatikalisch männliche Form (Teilnehmer, Moderator) verwendet. Es sind dabei aber stets Personen jeden Geschlechts gemeint.

Schritt 1: Definieren Sie Thema und Ziel!

Formulieren Sie klar, was Sie mit der SCAMPER-Session erreichen wollen und visualisieren Sie die Fragestellung für alle sichtbar, z.B. an Flipchart oder Whiteboard.

Gute Ausgangspunkte sind existierende Produkte oder Prozesse, die entweder verbessert werden sollen oder die Probleme bereiten.

Beispiele:

  • "Wir wollen möglichst viele Ideen zur Verbesserung unseres Kaffeevollautomaten sammeln."
  • "Welche Möglichkeiten haben wir, unseren Beschwerde-Annahmeprozess zu einem begeisternden Erlebnis für unsere Kunden zu machen?"

Schritt 2: Führen Sie die Teilnehmer in die Methode ein!

Verschaffen Sie den Teilnehmern einen Überblick über SCAMPER und den Ablauf der Session. Die Ideenfindung verläuft reibungsloser, wenn alle ein einheitliches Verständnis von der Methode haben. Eine Möglichkeit ist es, die sieben Teilbereiche als Mind Map zu visualisieren, wie in Bild 1 gezeigt.

Bild 1: Die Ausgangsbasis der SCAMPER-Methode

Bild 1: Die Ausgangsbasis der SCAMPER-Methode

Praxistipps ...

Ergänzende Methoden

Brainstorming

Sammeln Sie schnell eine große Anzahl an Ideen zu einem Thema! Ob im Team oder allein: Die freie Assoziation förder ungewöhnliche und neuartige Ideen zu Tage.

Mind Mapping

Lassen Sie Ihren Assoziationen freien Lauf und bringen Sie zugleich Ihre Ideen strukturiert aufs Papier! Ob allein oder im Team - Mind Mapping ist die Methode erster Wahl für alle Aufgaben im Projekt.

Workshop

Moderieren Sie Arbeitstreffen, in denen Spezialisten gemeinsam eine anspruchsvolle Aufgabe lösen. Sie sind für den Lösungsprozess verantwortlich, die Teilnehmer für die erarbeiteten Inhalte.

Design Thinking

Entwickeln Sie innovative, nutzenbringende und umsetzbare Lösungen für komplexe Aufgaben gemeinsam mit den Kunden in einem kreativen und interdisziplinären Team!

Morphologischer Kasten

Strukturieren Sie komplexe Probleme so, dass Sie in der scheinbar unbegrenzten Vielfalt der Möglichkeiten die besten Lösungsansätze finden!

Six Thinking Hats

Machen Sie aus Ihrem Meeting einen kreativen Diskussionsprozess! Mit den "Six Thinking Hats®" nähern Sie sich einem Thema ganzheitlich aus mehreren Perspektiven und gestalten Sie einen hocheffizienten Diskurs.

Fachartikel zur Methode

Bei der Produktentwicklung zielen viele Kreativitätstechniken darauf ab, neue Funktionen zu einem bereits bestehenden Produkt hinzuzufügen. Die Subtraction-Technik verfolgt den umgekehrten Weg, um zu neuen, innovativen Produktideen zu gelangen.

Aufgabengebiete

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Alle Kommentare (1)

Martin
Schulze
Dr.

Hallo, ich habe im Zusammenhang mit SCAMPER gute Erfahrungen mit den Thinkpak-Karten von Michael Michalko (erhältlich im bzw. bestellbar über den gut sortierten Buchhandel) gemacht. Diese unterstützen beim Finden von guten Fragen und Ideen, liegen gut in der Hand (-> Aktivierung eines weiteren Sinnes) und bringen neue Ideen ins Spiel. Viele Grüße